Head Bundesliga mit Zertifikat farbig

bl saison

Berichte

Mit Sieg im Spitzenspiel auf Rang vier geklettert

Mit Sieg im Spitzenspiel auf Rang vier geklettert

Handball 3. Liga:

TSB Heilbronn-Horkheim – HSG Konstanz 23:24 (9:15)

Ganz starke erste Halbzeit war Grundlage für dritten Auswärtssieg.

Mit 11:1 Punkten und sechs Spielen ohne Niederlage stürmt die HSG auf Rang vier der 3. Liga.

 

„Das „S“ in HSG muss wohl für Spannung stehen, aber wir haben das Spitzenspiel hier gewonnen. Was kann es Schöneres geben?“, meinte Paul Kaletsch nach einem – wieder einmal – doch noch spannenden Ende der Partie, nachdem die HSG Konstanz zwischenzeitlich schon mit sieben Treffern in Front lag. Mit dem 24:23 (15:9)-Sieg in Horkheim sicherte sich Konstanz den dritten Auswärtssieg der Saison und tauschte aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs auch die Plätze mit den Gastgebern, sodass die HSG nun auf Rang vier der 3. Liga rangiert.

 

Dabei musste Konstanz wie so oft in dieser Spielrunde bis zur allerletzten Sekunde um den Erfolg zittern. Es lief die 57. Spielminute, als die Halle den Anschlusstreffer zum 21:22 bejubelte. Den vermeintlichen Anschlusstreffer, denn in Wirklichkeit war der Ball knapp neben dem Tor gelandet und der Ball lediglich hinter das Gehäuse gerollt. Der heimische Anhang hatte sich zu früh gefreut und verstummte jäh. Zwar gelang den Gastgebern 42 Sekunden vor dem Abpfiff durch den insgesamt fünf Mal erfolgreichen Ex-Konstanzer Sebastian Seitner und ein Tor von Felix Knoll doch noch der Anschluss zum 22:23. Nun kam er allerdings zu spät, denn nachdem sich die HSG in einer letzten Auszeit besprochen hatte, machte Sebastian Groh mit einem wuchtigen Treffer vom Kreis alles klar: 22:24, die endgültige Entscheidung nach einer turbulenten Schlussphase. Der letzte Treffer von Heilbronn war da nur noch Ergebniskosmetik, bevor bei den Gästen alle Dämme brachen und der erste Sieg seit Dezember 2004 – am Ende der Saison musste der TSB damals absteigen und schaffte erst 2008 den Wiederaufstieg – in Horkheim lautstark gefeiert werden konnte.

 

Nach einem erneuten Krimi und Nervenkitzel bis zum Schluss sah es allerdings lange überhaupt nicht aus. Zu stark hatte die HSG sich von der ersten Minute an präsentiert. Die Abwehr stand wie schon in den letzten Begegnungen hervorragend und so wurden die großgewachsenen, schweren Rückraumspieler und Kreisläufer des TSB zu Beginn fast zur Verzweiflung getrieben. Durch schnelles Verschieben und eine aggressive, kompromisslose Spielweise des Deckungsverbundes sowie ein exzellent funktionierendes Zusammenspiel mit einem gut haltenden Torhüter Patrick Glatt wurde die bislang starke Offensive der Gastgeber fast völlig aus dem Spiel genommen. Wenig verwunderlich deshalb, dass es die HSG Konstanz war, die schnell in Führung ging und diese bis zur Schlusssirene nicht mehr abgeben sollte. „Es war die wohl stärkste Halbzeit in dieser Saison überhaupt, die Ruhe und Abgeklärtheit waren schon beeindruckend“, zeigte sich Mannschaftskapitän Patrick Glatt überaus zufrieden.

 

Und weil auch die Offensive der Konstanzer durch Spielwitz und schnelles, präzises Passspiel zu überzeugen wusste, blieb dem TSB-Trainer Jochen Zürn nichts anderes übrig, als seine Spieler mithilfe einer Auszeit wachzurütteln und neu einzustellen. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt erst zwölf Minuten, doch die HSG hatte sich schon mit 6:2 in Führung geworfen. Allein, helfen sollte es seiner Mannschaft nicht. Patrick Glatt entschärfte zwei Siebenmeter, Yannick Schatz schaffte es trotz angezeigten Zeitspiels mehrmals in letzter Sekunde den Ball in den Winkel zu zwirbeln, dazu gelangen sogar in Unterzahl immer wieder schöne Treffer, sodass man gar die Zeit in Unterzahl zumeist ausgeglichen gestalten konnte und schließlich war der insgesamt zehn Tore erzielende Mathias Riedel von der TSB-Abwehr einfach nicht zu stoppen.

 

Der den erkrankten Cheftrainer Daniel Eblen ersetzende Co-Trainer Andre Melchert attestierte seinem Rückraumspieler deshalb auch „eine überragende Partie. Er hat so gut wie jeden Wurf versenkt“, nicht jedoch ohne klarzustellen, dass „er dabei jedoch auch von einer super Mannschaftsleistung in allen Bereichen profitiert hat.“ Dieser Umstand ließ die HSG sogar die Ausfälle vom immer noch an einer Schulterverletzung laborierenden Matthias Faißt und einem ebenfalls immer noch gehandicapten Marc Hafner – beide konnten nur wenige Minuten mitwirken – kompensieren, sodass Konstanz mit einem 15:9 in die Halbzeit gehen konnte und Andre Melchert erfreut anmerkte: „Wir haben super in die Partie hineingefunden, jeder hat funktioniert und eigentlich alles umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben.“

 

Auch im zweiten Abschnitt der Begegnung war es zunächst wieder Konstanz, das das Tempo vorgab und die Partie im Griff hatte. Wieder konnte Patrick Glatt ein um das andere Mal die TSB-Angriffe entschärfen und die gute Defensivarbeit zwang Heilbronn immer wieder zu Fehlpässen. Dazu kämpften die Konstanzer verbissen um jeden Ball und sicherten sich mehrmals nach einem missglückten Wurf den Abpraller vom Block oder Torwart des TSB. Bis zum 20:16 (50.) schien für die HSG alles nach Plan zu laufen. Weil aber TSB-Schlussmann Daniel Rebmann, der auch im Kader des Erstligisten Frisch Auf Göppingen steht und zur zweiten Hälfte eingewechselt worden war, immer stärker wurde, konnte Horkheim doch noch einmal Tor um Tor verkürzen. Allerdings zu spät, denn der dem vermeintlichen Treffer zum Anschluss folgende tatsächliche Anschlusstreffer sollte am Ende die Aufholjagd der Horkheimer nicht vollenden können.

 

„Am Schluss haben aufgrund eines intensiven Spiels vielleicht etwas die Kräfte gefehlt, sodass es noch einmal eng wurde“, stellte Andre Melchert fest und Patrick Glatt ergänzte: „Aber wir haben ruhig und souverän auf unsere Chancen gewartet, Kompliment an die Jungs.“ Mit 11:1 Punkten ohne Niederlage in den letzten sechs Spielen hat sich „die Mannschaft mit Geduld und einer tollen Entwicklung“, so Paul Kaletsch, nun in eine hervorragende Ausgangsposition für das nächste Heimspiel gebracht.

 

Am kommenden Samstag kommt es damit nach dem Superball um 20.00 Uhr in der Schänzlehalle zum absoluten Superspiel, denn die HSG trifft im nächsten Spitzenspiel auf den Tabellenzweiten HSC 2000 Coburg.

 

HSG Konstanz: Glatt, Folchert (Tor); Kaletsch (1), Mittendorf, Oesterle, Groh (2), Riedel (10), Hafner, Flockerzie (1), Schlaich (3/1), Faißt, Schatz (6/1), Lauber (1), Bruderhofer.

Zuschauer: 500

 

b2ap3_thumbnail_button_video.png mit den letzten Sekunden des Spiels und der Siegesfeier.

 

Zweimal eins mehr - E1 siegt weiter
Zweite hielt in Herbolzheim nur eine Halbzeit mit

Ähnliche Beiträge

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.hsgkonstanz.de/

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Durch Benutzen der Seite stimmen Sie unserer Cookie-Politik und Datenschutzerklärung zu.