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Nur sieben Gegentore beim Drittliga-Debüt: Moritz Ebert von Jubelchören „fast überfordert“

Moritz-Ebert-HSG-Konstanz-Willstaett Siebenmeter artistisch abgewehrt: Eine von vielen Paraden beim Drittliga-Debüt von HSG-Eigengewächs Moritz Ebert.

Ein Mammut-Programm liegt hinter A-Jugend-Torwart Moritz Ebert. Am Samstagnachmittag war er einer der Matchwinner beim 32:28-Auswärtssieg der Konstanzer Bundesliga-A-Jugend, am Abend feierte er dann sein Drittliga-Debüt für die HSG Konstanz in Willstätt. 40 Minuten vor Anpfiff traf er dazu in der Halle ein. Am Sonntagmittag war der Beachhandball-Nationaltorwart mit der A-Jugend dann schon wieder in Göppingen gefordert.

 

Gerade in Willstätt wurde er mit nur sieben Gegentoren in der zweiten Halbzeit, vielen spektakulären Paraden und einem abgewehrten Siebenmeter zum Trumpf für den 31:20-Sieg der HSG Konstanz. Pressesprecher Andreas Joas unterhielt sich mit dem 18-jährigen HSG-Eigengewächs über das „coole Gefühl“ beim Drittliga-Debüt trotz Reisestress, Motivation und Ehrgeiz der jungen HSG-Talente sowie die tolle zweite Halbzeit mit nur sieben Gegentoren.

 

Moritz, das Torwart-Spiel ist vor allem Konzentrationssache. Wie stellt man sich nach so kurzer Pause inklusive weiter Anreise direkt auf das nächste Spiel ein?

Ganz einfach ist das nicht. Gerade nach dem schweren Bundesligaspiel in Zweibrücken mit der A-Jugend. Das haben wir zum Glück gewonnen und war sauwichtig. So können wir nächste Saison sicher wieder A-Jugend-Bundesliga spielen. Nach dem Spiel hieß es sofort duschen, in das Auto steigen und sich nach Willstätt fahren lassen. 40 Minuten vor Spielbeginn bin ich in Willstätt angekommen. Das war schon stressig, aber man muss einfach fokussiert und konzentriert bleiben. Dann läuft das auch. (lacht)

 

Das kann man so sagen. Du konntest Dir das Spiel eine Hälfte ansehen, wurdest dann reingeworfen und warst sofort zur Stelle.

Vor allem, weil es mein erstes Drittligaspiel war, war es noch einmal etwas ganz Besonderes. Ich war schon sehr aufgeregt vor dem Spiel. Aber wenn man mal im Spiel ist, ist man so im Tunnel und Fokus, dass eigentlich alles Drumherum völlig egal ist. Wenn man im Tor steht und es darauf ankommt, ist man auf den Punkt konzentriert. Es kann dennoch gut oder schlecht laufen. Ich denke, ich habe heute aber ein ordentliches Spiel gemacht.

 

Was war ausschlaggebend für die tolle zweite Hälfte unter dem Motto „Jugend forscht“ mit ganz junger Aufstellung?

Der Gegner war in der ersten Hälfte sehr gut. Es war klar, dass wir dann relativ viel wechseln wollen. Das hat sich gut ausgezahlt. Samuel Löffler hat ein tolles Spiel gemacht, auch Matthias Hild hat sich gut eingebracht, Michel Stotz am Kreis. Dazu war die Abwehr einfach bombastisch. Wir bekommen sieben Gegentore in 30 Minuten, davon zwei Siebenmeter. Fünf Feldtore in der zweiten Hälfte sind natürlich überragend. Die Abwehr ist das A und O. Wenn die steht, kannst du schnell nach vorne spielen, was wir gut gemacht haben, und dann läuft es auch und wir gewinnen verdient mit elf Toren. So macht das natürlich Spaß.

 

Wie schwer war das Spiel in Willstätt dabei aus emotionaler Sicht nach dem Höhepunkt und der Meisterfeier am vergangenen Wochenende?

In der ersten Halbzeit hat man die Anlaufschwierigkeiten schon ein bisschen gesehen. Da lief noch nicht alles so rund wie vor einer Woche gegen die Rhein-Neckar Löwen. Nach der Pause hat jeder hat seine Einsatzzeiten bekommen und die Jungen haben ganz gute Leistungen gezeigt. Da lohnt es sich, einen so breiten Kader und so viele junge Spieler zu haben, die sich zeigen wollen. Deswegen gefällt mir das Konzept in Konstanz so gut. Mich freut es besonders, dass alle ihre Leistung zeigen konnten. Das war eine tolle zweite Hälfte.

 

Wie hat sich das erste Spiel in der 3. Liga angefühlt, vor allem, wenn man weiß, dass man es nicht so schlecht gemacht hat?

Das ist schon ein cooles Gefühl. Ich hatte eine bombastische Abwehr vor mir. Wenn man dann noch den ersten Ball hält, ist man direkt gut drin. So kommt man in den berühmten Flow. Es kann dann so wie heute laufen – oder ich sehe keinen Ball. Die ersten zwei, drei Paraden waren für die Psyche schon sehr wichtig. Ich wollte mich einfach zeigen, mich beweisen und eine gute Leistung zeigen. Das hat funktioniert. (grinst)

 

In den nächsten Wochen könnten aufgrund der Verletzung von Simon Tölke weitere Einsätze bevorstehen…

Ich hoffe es nicht. Simon ist ein super Typ. Ich hoffe, dass er spätestens gegen Eisenach wieder mit dabei ist, damit er die wichtigen Spiele bestreiten kann und wir mit ihm in die 2. Bundesliga aufsteigen. Wenn ich gebraucht werde, möchte ich jedoch zur Stelle sein. Klar wäre ein Heimspiel vor unserer tollen Kulisse sehr, sehr geil. Das habe ich in Willstätt schon erlebt, wo die vielen mitgereisten Fans am Ende Jubelchöre auf mich angestimmt haben. Da war ich fast überfordert, weil ich nicht wusste, was ich machen soll. Ich freue mich auf alles, was da noch kommt, gebe im Training und in jedem Spiel mein Bestes.

 

Fragen: Andreas Joas

 

 

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