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Nach dem Rausch die Revanche: HSG Konstanz verdienter Sieger in intensivem Duell mit Fürstenfeldbruck

Nach dem Rausch die Revanche: HSG Konstanz verdienter Sieger in intensivem Duell mit Fürstenfeldbruck

Handball 3. Liga:

HSG Konstanz – TuS Fürstenfeldbruck 26:24 (14:10)

HSG Konstanz muss nach 25:18 (50.) noch einmal um den Sieg zittern.

Siebter Sieg im neunten Heimspiel bedeuten nun 20:6 Punkte in Folge.

 

Nach dem Rausch beim Bundesliga-Superball vor 1.800 Zuschauern in der ausverkauften Schänzle-Sporthalle mit dem 29:21-Sieg gegen Pforzheim gewann die HSG Konstanz auch das zweite Heimspiel hintereinander und setzte sich gegen den TuS Fürstenfeldbruck mit 26:24 (14:10) durch. Konstanz revanchierte sich vor 700 Zuschauern am ungewohnten Sonntagabend damit nicht nur für die 26:33-Pleite im Hinspiel, sondern setzt sich mit dem siebten Sieg im neunten Heimspiel mit nunmehr 21:13 Punkten als aktueller Tabellenvierter ganz vorne in der 3. Liga fest – und baut die aktuelle Erfolgsserie aus den letzten 13 Spielen auf beeindruckende 20:6 Punkte in Folge aus. „Die Wiedergutmachung ist uns gut geglückt, das ist umso schöner. Dieser Sieg war sehr wichtig, um den Anschluss nach oben zu halten“, meinte Spielmacher Benjamin Schweda erschöpft – aber glücklich – nach Spielende.

 

Heiß waren sie, die Spieler der HSG Konstanz. Heiß auf Wiedergutmachung und die Revanche für die höchste Niederlage der Saison. Nichts wollte damals in Fürstenfeldbruck bei den Konstanzern funktionieren. In eigener Halle wollten sie es besser machen. Und sie machten es besser. Von Beginn an. Hochmotiviert legte die HSG direkt nach Anpfiff einen Blitzstart hin – 3:0 leuchtete es nach nur zweieinhalb gespielten Minuten von den Anzeigetafeln. Wenig später setzte die HSG Konstanz wieder zum Zwischenspurt an. Mit hohem Tempo und variablem Spiel gelang es den Gastgebern erneut, die Lücken in der wie schon im Hinspiel extrem offensiven, beweglichen und aggressiven Abwehr des TuS Fürstenfeldbruck zu finden und zu nutzen. Aus einem 10:9 nach 22 Minuten wurde somit ein 14:10 zur Halbzeit. Auch, weil der insgesamt zehnmal erfolgreiche Paul Kaletsch in dieser Phase die TuS-Abwehr mit einer feinen Körpertäuschung narrte, Fabian Schlaich unter größter Bedrängnis aus dem Nullwinkel traf und vor allem Maximilan Folchert im HSG-Tor wieder einmal einen Sahnetag erwischt hatte. Zum Erfolg führte indessen auch die Maßnahme von HSG-Cheftrainer Daniel Eblen, der mit Sebastian Groh und Simon Flockerzie phasenweise auf zwei Kreisläufer gleichzeitig setzte.

Ganz starke Partie: Maximilian Folchert mit einer seiner vielen Paraden

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde es sogar noch besser, als Konstanz bis auf 25:18 enteilt war. „Natürlich wollten wir die Revanche für das bittere Erlebnis in der Hinrunde und zeigen, dass das unsere Halle ist“, meinte Benjamin Schweda und fügte an: „Das ist uns über weite Strecken des Spiels auch hervorragend gelungen.“ Er selbst hatte Alexander Lauber mustergültig bedient, sodass dieser mit einem schönen Treffer zum 20:15 vollenden konnte. Zeitweise knüpfte Konstanz nahtlos an den Rausch beim Superball an und ließ Fürstenfeldbruck mit schönen Einzelaktionen und Spielzügen keine Luft zum Atmen.

 

Es wurde aber immer wieder erkennbar, warum die HSG im Hinspiel derart große Probleme mit den Münchener Vorstädtern gehabt hatte. Die junge Mannschaft aus Bayern lieferte Konstanz einen heißen Fight, ließ die Köpfe nie hängen und schaffte mit großem Einsatz schon in der ersten Halbzeit nach dem furiosen Start der HSG den Anschluss. Benjamin Schweda stellte anerkennend fest: „Die haben junge Spieler, die 60 Minuten Tempo gehen können. Dazu die offensive Abwehr, die auf viele Ballgewinne ausgelegt ist – es war klar, dass es da nicht einfach für uns werden würde.“ Wie wahr, denn nach neun Minuten im ersten Durchgang hatten die Gäste die Führung zum ersten, aber auch einzigen Mal, übernommen (6:5), bevor sich Konstanz nach dem 9:9 erstmals etwas absetzen konnte. Nicht anders in Halbzeit zwei. Der Vier-Tore-Vorsprung zur Pause schmolz zunächst auf 16:14 (37.), bevor die HSG zehn Minuten vor dem Ende schon wie der sichere Sieger aussah.

 

Sieben Tore betrug der Vorsprung der Einheimischen nun. Doch erneut gelang es den Gästen, sich zurückkämpfen. In einem hochintensiven Spiel hatte Konstanz in der 54. Minute sein Pulver verschossen und es traf nur noch Fürstenfeldbruck. „Es ist immer unangenehm gegen Fürstenfeldbruck. Sie haben eine Spielanlage, die man sehr selten in der Saison so meistern muss. Dementsprechend schwer ist es, sich darauf einzustellen – zumal nach dem Superball-Rausch“, stellte Daniel Eblen fest, der in den letzten Minuten bewusst durchgewechselt hatte, weil „doch einige ganz schön kaputt waren. Es war ein schweres Spiel gegen die offensive Abwehr, wo man schon beim ersten Pass höllisch aufpassen muss. Man kann den Eingewechselten deshalb auch überhaupt keinen Vorwurf machen.“ Es reichte schließlich aber doch, denn der TuS traf nach dem 26:20 nur noch viermal, sodass die HSG erneut einen Heimsieg mit den eigenen Fans bejubeln konnte. „Das, was im Hinspiel alles schief ging, haben wir vor allem zwischen der 20. und 45. Minute exzellent gemacht. Egal, dass es dann noch einmal eng wurde: wir haben wieder gegen einen Gegner gewonnen, gegen den uns das in der Hinrunde nicht gelungen ist. Kompliment an den TuS, die haben nie aufgehört zu kämpfen, auch wenn wir am Ende verdient gewonnen haben und uns Max Folchert zum Schluss gerettet hat, als wir nicht konsequent waren und zu viele Ballverluste produziert haben“, analysierte Paul Kaletsch zufrieden.

Insgesamt zehmal erfolgreich: Paul Kaletsch

 „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Ich hoffe aber, dass wir aus den letzten Minuten auch noch etwas für die Zukunft gelernt haben. Da müssen wir cleverer agieren und riskante Anspiele vermeiden – sonst bekommen wir wieder die Gegenstöße“, so Daniel Eblen. „Heute war unser Tempo im Vergleich zum Hinspiel wesentlich höher, daher haben wir uns die zwei Punkte verdient. Nur das zählt für mich. Revanche oder nicht ist mir völlig egal.“

 

Am kommenden Samstag um 19.30 Uhr könnte sich die HSG Konstanz bei der Bundesliga-Reserve des HBW Balingen-Weilstetten gleich noch einmal für eine bittere Hinspiel-Niederlage revanchieren. Oder einfach zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um die Spitzenplätze der 3. Liga ergattern. „Da die erste Bundesliga aufgrund der Weltmeisterschaft gerade pausiert, werden wir es mit einer ganz starken Truppe zu tun bekommen“, schwant Daniel Eblen allerdings Böses, „da werden einige aus dem Erstligakader dabei sein. Insofern wird das ein echter Gradmesser gegen richtig gute Spieler.“ Auf Heimspiel-Atmosphäre muss sein Team dabei jedoch nicht verzichten, denn wie schon in der letzten Saison wird auch dieses Mal ein großer Fanbus nach Balingen eingesetzt (Abfahrt ist um 17 Uhr am Schwaketenbad-Parkplatz).

 

HSG Konstanz: Wolf, Folchert (Tor); Kaletsch (10/4), Schlaich (6), Schweda, Groh (1), Riedel, Hafner (1), Mittendorf (1), Flockerzie (2), Stocker, Faißt (4), Lauber (1), Bruderhofer.

Zuschauer: 700

 

 

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