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Vom Nationalteam ins Liga-Derby: Stefan Hanemann voller Vorfreude auf Rückrunde

Vom Nationalteam ins Liga-Derby: Stefan Hanemann voller Vorfreude auf Rückrunde

Genau das ist das Ziel von Stefan Hanemann: oben bleiben, die Spitze verteidigen.

 

Nachdem Stefan Hanemann mit dem Junioren-Nationalteam zuletzt in Portugal im Einsatz und dabei vor allem wenig glücklich über seine eigenen Leistungen war, steigt nicht nur bei ihm die Vorfreude auf die für die HSG Konstanz am Samstag, 20 Uhr, in der Schänzle-Sporthalle mit dem Südbadenderby gegen die SG Köndringen-Teningen beginnende Rückrunde in der 3. Liga. Das Ziel ist die Verteidigung der Tabellenspitze.

 

Es war eine durchwachsene Bilanz, die Junioren-Nationaltrainer Markus Baur nach dem Vier-Nationen-Turnier mit seiner neuformierten DHB-Auswahl zog. Nach einem 21:20-Sieg gegen Gastgeber Portugal und zwei Niederlagen gegen die Topteams Spanien (23:26) und U19-Weltmeiter Frankreich (31:37) beendete die deutsche U20-Auswahl mit guten Ansätzen, aber fehlender Feinabstimmung, das hochkarätig besetzte Turnier auf Platz drei. Stefan Hanemann, Torwart der HSG Konstanz, war nicht nur deshalb ebenfalls unzufrieden. „Die Partie gegen Portugal war okay, auch die gegen Spanien“, so der 19-Jährige ganz offen und selbstkritisch zu seinen eigenen Leistungen, „aber das Spiel gegen Frankreich war wohl eines der schlechtesten, das ich überhaupt jemals gemacht habe.“

 

Es gibt diese Tage, da will nichts funktionieren, egal, was man versucht. Für den 1,98 Meter großen Schlussmann war das Duell mit den Weltmeistern aus Frankreich einer jenen schwarzen Tage. Dabei hatte alles nach Plan begonnen. Gegen Portugal durfte er von Beginn an in den ersten 30 Minuten sein Können unter Beweis stellen, parierte gleich in den ersten Spielminuten zwei Siebenmeter und entschärfte auch noch einen freien Gegenstoß mit einem tollen Reflex. Dann fiel aber auch die nach altersbedingter Zäsur noch fehlende Abstimmung in der neu zusammengestellten DHB-Auswahl immer deutlicher ins Gewicht. Alle Begegnungen waren aufgrund des noch fehlenden Verständnisses für den Mitspieler in der deutschen Deckung wahrlich keine leichten Spiele für die Torhüter. Hanemann und sein Torwart-Kollege Paul Twarz aus Potsdam hatten Schwerstarbeit zu verrichten.

 

Trotzdem konnte Deutschland das Duell mit dem Gastgeber nach langem Rückstand kurz vor Schluss noch zum 21:20-Erfolg drehen. Gegen Spanien gelang es dem DHB-Team, mit Hanemann in den zweiten 30 Minuten zwischen den Pfosten, anschließend in einem ausgeglichenen Match nicht, sich für eine kämpferisch gute Leistung zu belohnen, während gegen überlegene Franzosen keine echte Siegchance bestand. Der Konstanzer Torhüter räumte hier nach zehn Minuten das Feld, kam in der zweiten Halbzeit noch einmal für zehn Minuten zurück, hatte aber auch dort wenig Glück mit seinen Aktionen. „Ich wollte mich besser präsentieren und empfehlen“, gesteht Hanemann enttäuscht und fügt an: „Es ist schon schade, dass ich die Möglichkeit ausgerechnet nach meiner langen Verletzungspause und der sich jetzt endlich bietenden Chance nicht besser nutzen konnte.“

 

Trotz aller Enttäuschung kann der ehrgeizige Keeper dem Turnier auch viel Positives abgewinnen und betont, wie gut und wichtig es war, sich mit den Besten der Welt in seinem Alter messen zu können, die internationale Härte und Körperlichkeit zu spüren – immens wertvolle Erfahrungen. „Ich weiß jetzt besser, wo ich mich weiterentwickeln muss und was schon ganz gut ist. Das Nationalteam ist immer ein toller Bonus, aber jetzt zählt es, wieder Gas bei der HSG Konstanz zu geben.“ Die Junioren-Nationalmannschaft sieht er dennoch auf einem guten Weg für die am 8. April beginnende EM-Qualifikation. „Aber wir sind noch lange nicht dort, wo wir sein wollen.“

 

Der Blick von Stefan Hanemann und der HSG Konstanz richtet sich nun wieder voll auf die am Samstag, 20 Uhr, in der Schänzle-Sporthalle beginnende Rückrunde. Hanemann: „Ich konnte mein Potenzial immer besser zeigen, habe mich gut eingefunden und war mit meinen Leistungen in Konstanz einverstanden.“ Als Mannschaft gelte es, weiter Vollgas zu geben und die Tabellenführung zu verteidigen. „Ich möchte oben bleiben“, sagt er – und hat sein Lachen nach zuvor ernster Miene wiedergefunden.

 

„Wir sind heiß auf das erste Spiel nach der Pause und wollen gleich einen Akzent setzen. Ich bin guter Dinge“, erklärt er und verweist auf die Wichtigkeit der ersten drei Begegnungen. Das heiß umkämpfte Südbadenderby, ein schweres Auswärtsspiel in Haßloch und das Drittliga-Gipfeltreffen im Rahmen des Superballs am 30. Januar gegen den Tabellenzweiten Nußloch. „Sehr wichtig für unseren weiteren Weg wird sein, dass wir bis dahin punkten“, gibt er noch in großer Eile zu bedenken, „und dann wollen wir auch den Kracher für uns entscheiden und ein wichtiges Ausrufezeichen setzen.“ Nach dem Ausflug in den Dauerregen von Portugal, wo sich das Wasser zentimeterhoch auf den Straßen staute, eilt er direkt wieder in die Konstanzer Schänzle-Sporthalle. Torwart-Training für die A-Jugendlichen. Anschließend steht er selbst wieder bei Trainingseinheiten zwischen den Pfosten – und freut sich bereits riesig auf den Rückrundenstart am Samstag. Darauf, wieder seine ganze Nervenstärke im Duell mit den gegnerischen Offensivkräften zu demonstrieren. Auf Regen folgt schließlich immer wieder Sonnenschein.

 

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