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HSG Konstanz holt Linkshänder von Drittliga-Konkurrent

HSG Konstanz holt Linkshänder von Drittliga-Konkurrent

Bereits mit drei Spielern hat sich die HSG Konstanz für die Saison 2015/16 verstärkt. Mit dem << Schweizer U21-Nationalspieler Tim Jud >> für den Spielaufbau, << Lukas Beck >> für den Rückraum und dem << deutschen Junioren-Nationalspieler Konstantin Poltrum >> für die Torhüterposition. In Fabian Maier-Hasselmann vom bisherigen Drittliga-Konkurrenten TSV Friedberg, der mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet wird, hat die HSG Konstanz nun auch einen Ersatz für << Rechtsaußen Marc Hafner >> gefunden.

 

Zusammen mit dem aus der eigenen Jugend stammenden Alexander Lauber (21) und dem schon für die Jugend-Nationalmannschaft aufgelaufenen Luis Weber (19) soll der 24-Jährige Fabian Maier-Hasselmann die Lücke, die Marc Hafner nach seinem Karriereende hinterlassen hat, füllen. „Fabian ist ein extrem schneller und guter Rechtsaußen, der zusammen mit unseren jungen Talenten auf Rechtsaußen für Wirbel sorgen soll. Nach Marcs feststehendem Karriereende hatten wir auf Rechtsaußen Bedarf. Fabian ist mir dann sofort in den Sinn gekommen, weil er hervorragend zu unserem Spielsystem passt. Gerade in der ersten und zweiten Welle wird er eine Waffe sein, dazu kann er auch noch sehr gut in der Abwehr spielen und passt charakterlich gut in unser Team“, erzählt der Sportliche Leiter der HSG, Andre Melchert. „Er soll möglichst schnell in die neue Mannschaft finden und dann als einer der älteren in unserem sehr jungen Team vorangehen und Führungsaufgaben übernehmen.“

 

Führungsaufgaben, die er beim TSV Friedberg bereits erfolgreich übernommen hat. Für Friedberg war es eine schwierige Saison, die mit dem Abstieg endete. Für Fabian Maier-Hasselmann persönlich war sie dennoch eine gute. Nicht nur, dass er zweitbester und um ein Haar sogar bester Torschütze seines Teams wurde. Auch im ligaweiten Ranking der besten Torschützen bewegt er sich mit 128 Treffern im Spitzenfeld und belegt in dieser Rangliste Platz 16 – zwei Ränge hinter dem Konstanzer Top-Torschützen Fabian Schlaich. Lehrreich war die vergangene Saison sowieso, sagt der pfeilschnelle Rechtsaußen: „Ich habe mich noch einmal verbessert, einiges in dieser schweren Situation dazugelernt und als älterer Spieler, der mehr denn je gefragt war, ganz gut entwickelt und in der neuen Rolle immer wohler gefühlt.“ Neue Erfahrungen konnte er notgedrungen auf fast allen Positionen sammeln, vor allem im Rückraum.

 

Vor zwei Jahren, am Ende der Saison 2012/13, herrschten vor den Toren Augsburgs ganz andere Vorzeichen und er feierte den bisher größten Erfolg in seiner Handball-Karriere: Mit dem TSV Friedberg, für den er in den letzten drei Jahren auflief, wurde er souverän Meister in der 3. Liga Süd. „Ein ganz großer Moment mit einer starken Mannschaft“, meint der 1,82 Meter große Linkshänder. Zuvor ging er zwei Spielzeiten für den damaligen Zweitligisten HC Erlangen auf Punkt- und Torjagd, trainierte zwar regelmäßig mit der ersten Mannschaft, kam aber vorwiegend in der Reserve in der Bayernliga zum Einsatz, wo er in einer Saison für über 130 Tore sorgte und der torgefährlichste Außenspieler der Liga war. Begonnen hat er seine Karriere zwar dank seiner handballbegeisterten Mutter, die früher selbst in der zweithöchsten Liga spielte, schon mit drei Jahren bei den Minis und fiel bald durch großes Talent auf, ebenso wie sein jüngerer Bruder und seine Schwester. So richtig ernst mit dem Leistungssport ging es für ihn und seinen jüngeren Bruder aber 2007 mit dem Wechsel in das Handballinternat Bregenz zum dortigen Erstligisten los.

 

Fortan hatte er Handball als reguläres Unterrichtsfach anstatt einer dritten Fremdsprache und somit zweimal in der Woche eine Trainingseinheit am Vormittag – zusätzlich zum täglichen Training am Abend, wo er noch einmal doppelt bei erster und zweiter Mannschaft mittrainierte und nach einer österreichischen Meisterschaft auch bei EHF-Cup-Spielen und Qualifikationsturnieren für die Champions League dabei war. „Ich trainiere gerne viel, denn Handball macht mir unglaublich viel Spaß“, erklärt der gebürtige Münchener. So sehr, dass er nach nur drei Wochen nach Saisonende schon wieder dem Auftakt der Vorbereitung für die nächste Spielzeit entgegen fiebert und sich zwischenzeitlich mit anderen Sportarten wie Fußball fit hält und sich bei einer Runde Billard oder Bowling oder einem guten Film entspannt. „Ich freue mich schon auf das erste Heimspiel, das ist immer ein Highlight, aber auch auf das erste Training. Ich bin froh, wenn es endlich wieder losgeht. Ich habe schon wieder richtig Lust auf Handball, auch wenn die Pause bis jetzt ganz gut tat“, verrät er.

 

Genauso große Vorfreude herrscht bei ihm auf ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Konstanzer HTWG (Hochschule Konstanz für Technik, Wirtschaft und Gestaltung). „Ich kenne die Stadt aus meiner Bregenzer Zeit gut. Ich mag die Bodenseeregion sehr, ein Traum – und die Konstanzer Lage nahezu völlig umgeben von Wasser ist super. Die HSG hat einen ausgezeichneten Ruf, daher habe ich mich über das Angebot sehr gefreut. Zumal die Mannschaft sehr homogen ist und funktioniert – eine sehr nette Truppe. Das ist mir sehr wichtig“, stellt Fabian Maier-Hasselmann klar. „Dazu hat die HSG ein gutes Management und eine immer volle, tolle Halle. Die Schänzle-Sporthalle ist ligaweit sicher die schönste Halle, da muss man selbst in der 2. Bundesliga erst einmal eine finden, die damit mithalten kann. Alles super Argumente“, meint er lächelnd zu seiner Entscheidung für Konstanz nach einem guten Probetraining bei einem Zweitligisten.

 

Hier gelte es für ihn Leistung zu zeigen und eine gute Saison zu spielen, sich zuvor aber erst einmal gut in das Team zu integrieren sowie den Umbruch gut voranzubringen, um dann bestmöglich abzuschneiden. Unvergessen für ihn die großen Schlachten, die er sich im Friedberger Trikot schon im Hexenkessel „Schänzle-Hölle“ geliefert hat. Vor allem das denkwürdige Unentschieden im Dezember 2012 ist vielen noch in Erinnerung, so auch Fabian Maier-Hasselmann. 22:22 hieß es am Ende nach einem hochintensiven, mitreißenden Duell. Friedberg hatte sich damit die Wintermeisterschaft zur Hälfte der Saison gesichert, Konstanz hätte dafür gewinnen müssen und überwinterte auf Rang drei. „Eng, umkämpft, ein super Spiel in einer grandiosen Atmosphäre. Das war das einzige Spiel, das wir in unserer Meistersaison nicht gewinnen konnten, obwohl wir eingespielt waren und unbedingt gewinnen wollten“, erzählt er, „sich gegen die Konstanzer Abwehr die Zähne auszubeißen ist allerdings auch keine Schande, das ist uns sehr oft passiert.“

 

Damit das vielen Gegnern so geht, wird der Linkshänder seine Stärken wie Nerven aus Drahtseilen beim Siebenmeter als viertbester Schütze der Liga in der vergangenen Saison, seine Wurfvarianten und seine Schnelligkeit in die Waagschale werfen. Sich selbst beschreibt er als nach außen ruhig wirkenden Menschen. Vor allem in der Abwehr ist er das jedoch überhaupt nicht. Immer wieder versucht er Pässe des Gegners früh abzufangen und die leichten Ballgewinne für Tempogegenstöße zu nutzen – oft mit Erfolg, wie etwa im April, als er mit seinem Ex-Klub in Konstanz gastierte. Über seine Nervenstärke bei Strafwürfen, die er in dieser Saison zum ersten Mal zeigen durfte, sagt er bescheiden: „Ich werfe nicht schlecht, machte das aber nur, weil Trainer und Team das wollten. Mein für einen Außen fester Wurf hilft da sicher, zudem schaut man als Außen sowieso viel, wie sich der Torwart bewegt.“

 

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