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HSG Konstanz verstärkt sich mit Schweizer U21-Nationalspieler

HSG Konstanz verstärkt sich mit Schweizer U21-Nationalspieler

Zweifellos gehört die Spielmacherposition im Handball zu den wichtigsten überhaupt. Hier laufen alle Fäden zusammen, hier initiiert der Mittelmann die Spielzüge, ordnet und lenkt das Spiel. Umso größer ist die Freude bei den Verantwortlichen der HSG Konstanz, dass sie sich zur kommenden Saison mit dem 20-Jährigen Tim Jud die Dienste eines hochkarätigen Neuzugangs für diese Position sichern konnten.

 

Der 1,83 Meter große und 80 Kilogramm schwere Schweizer Spielgestalter spielt aktuell seine dritte Saison in der Schweizer Eliteklasse am Zürichsee bei Lakers Stäfa und hat bei der HSG Konstanz einen Zweijahresvertrag unterzeichnet. Dass es sich bei dem gebürtigen Usterer um einen ehrgeizigen und talentierten Handballer handelt, zeigen nicht nur seine guten Leistungsstatistiken mit derzeit 65 Toren in 22 Spielen für Stäfa, womit er der drittbeste Torschütze seines Teams und auch der drittbeste Nachwuchsspieler unter 21 Jahren der Nationalliga A ist, sondern auch seine Leistungen im Trikot der Schweizer U21-Nationalmannschaft. Erst kürzlich hat er mit dem Schweizer Nationalteam die Qualifikation trotz zweier deutlicher Siege in drei Spielen für die im Sommer in Brasilien stattfindende Weltmeisterschaft hauchdünn verpasst. Wie schon im U19-Nationalteam ist er auch in der U21-Nationalmannschaft Stammspieler und hat bislang für beide Teams in 61 Partien 73 Tore erzielt. Besondere Momente, wie er sagt, sind es immer, wenn er im Nationaltrikot auflaufen darf: „Die Teilnahme an zwei Europameisterschaften und die WM-Qualifikationen waren schon sehr prägend und emotional.“ Aber auch der Gewinn der Schweizer Meisterschaft mit der Regio-Auswahl zählt er zu den Highlights seiner jungen, aber an Höhepunkten schon reichen Handball-Karriere.

 

Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz, der den Kontakt zur Familie Jud herstellte, ist stolz auf den erstmaligen Neuzugang aus der Schweiz: „Tim hat die Gelegenheit, sich nun in Deutschland zu präsentieren. Wir freuen uns sehr über einen hochmotivierten neuen Mittelmann und werden ihn nach Kräften unterstützen. Dem Nationalspieler lagen einige Angebote vor, umso mehr freuen wir uns über den ersten Neuzugang für die neue Saison. Vielleicht auch ein Zeichen für andere Schweizer Talente, sich über die Grenze zu wagen. Die Konstanzer Zuschauer dürfen sich auf einen sehr interessanten Spieler und super Typen freuen.“ Andre Melchert sieht in der Zusage des talentierten Mittelmanns, der auch als guter Siebenmeterschütze glänzt, zudem ein Zeichen, welchen Ruf sich die HSG in den letzten Jahren erarbeitet habe und wie man inzwischen auch in der Schweiz wahrgenommen werde. „Tim ist ein toller Handballer, extrem schnell, mit einem tollen Auge für die Kreisläufer, dazu noch torgefährlich und in der Abwehr stark. Wir erhoffen uns viel von solch einem super Mann“, erklärt der Sportliche Leiter der HSG.

 

Tim Jud stammt aus einer handballverrückten Familie. Sein Bruder Kevin spielt bei Pfadi Winterthur, dem aktuellen Tabellenführer der Nationalliga A, sein Vater Markus hat lange Jahre Lakers Stäfa trainiert und in die Schweizer Eliteklasse geführt sowie dort seit nunmehr sechs Jahren etabliert und seine Mutter Ruth war Nationalspielerin und trainiert seit Jahren die Frauenmannschaft des TV Uster in der höchsten oder aktuell zweithöchsten Liga der Schweiz. Dementsprechend misst auch Tim Jud dem Handball eine sehr große Bedeutung in seinem Leben bei. „Ich bin mit diesem Sport aufgewachsen. Er wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt“, meint er mit einem Lächeln, „Handball bedeutet mir sehr viel. Er ist der perfekte Ausgleich zum Studium für mich. Ich lebe diese Passion.“ Wie schon einige seiner zukünftigen Mannschaftskameraden wird auch Tim Jud voraussichtlich an der Exzellenzuniversität Konstanz, mit der die HSG eine Kooperation unterhält, Wirtschaftswissenschaft studieren.

 

In Konstanz ist dieser tolle Handballer kein Unbekannter. Bei den regelmäßigen Vorbereitungsspielen beider Mannschaften hat man sich kennen und schätzen gelernt. Tim Jud freut sich schon auf seine neue Aufgabe in Konstanz: „Es wird für mich eine große Herausforderung in einem neuen Umfeld und in einer neuen Liga zu spielen – und das „Hotel Mama“ erstmals zu verlassen. Die HSG hat einen guten Ruf, außerdem hat mich die Atmosphäre in der Halle wirklich beeindruckt. Es ist schon toll, wenn man in der 3. Liga so viele Zuschauer mobilisieren kann.“ In Konstanz möchte er sich weiterentwickeln, sich in Deutschland zeigen aber vor allem zunächst einmal gut in das HSG-Team integrieren und in den nächsten Jahren mit seiner neuen Mannschaft noch mehr in die Spitze der 3. Liga vordringen. „Einmal zusammen den Aufstieg zu realisieren, wäre natürlich toll“, so Tim Jud. Zuvor muss er sich an den etwas anderen Handball in Deutschland gewöhnen. „Mein erster Eindruck ist, dass es hier mehr Eins-gegen-Eins-Situationen und mehr Kampf gibt.“ Eine Herausforderung, auf die sich der vom Zürichsee an den Bodensee wechselnde sympathische Neuzugang freut. Bei der HSG Konstanz will er weitere emotionale Höhepunkte und Erfolge in seiner jungen Handball-Karriere erleben. Dafür alles zu tun ist das Ziel des ersten Schweizer Nationalspielers in den Reihen der Konstanzer.

 

Bild: Tim Jud im Trikot der Schweizer U21-Nationalmannschaft. (Bild: SHV)

 

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