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„Nicht blenden lassen“ vor Duell der Teams der jungen Wilden: HSG mit Respekt vor HG Saarlouis

„Nicht blenden lassen“ vor Duell der Teams der jungen Wilden: HSG mit Respekt vor HG Saarlouis

Geduld, Konzentration und die Unterstützung der Fans sind gefragt: Die HSG hat am Samstag eine schwere Aufgabe gegen Saarlouis vor sich.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – HG Saarlouis

(Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Nach den insgesamt 1800 Kilometern, die die HSG Konstanz für den Punktgewinn gegen Bad Schwartau nach Lübeck zurückgelegt hat, kommt es für Konstanzer Verhältnisse in der 2. Handball-Bundesliga am Samstag um 20 Uhr in der Schänzle-Sporthalle fast zu einem „Derby“, wenn die „nur“ 350 Kilometer reisende HG Saarlouis erwartet wird. Dabei treffen zwei Mannschaften aufeinander, die ein ähnliches Konzept verfolgen, jungen deutschen Spielern vertrauen und diesen viel Verantwortung übertragen.

 

Die Gäste aus dem Saarland weisen dabei einen Altersschnitt von Ende 23 auf, Konstanz gar von Anfang 23. Dazu beträgt der Anteil deutscher Spieler im Kader der HG Saarlouis stolze 87,5 Prozent, bei der HSG vom Bodensee sind es satte 90,9 Prozent. Dazu wird in der 35000 Einwohner zählenden Stadt unweit der französischen Grenze seit Jahren seriös und verantwortungsvoll gewirtschaftet. Dafür wurde der nun seit sieben Jahren zweitklassige Verein zuletzt dreimal in Folge mit dem Klassenerhalt belohnt. Sportlich dreimal in Folge eigentlich abgestiegen, profitierten die Saarländer vom Lizenzentzug oder Insolvenzen anderer Clubs. Daniel Eblen, Cheftrainer der HSG Konstanz, hat großen Respekt vor dem Weg des kommenden Gegners und kann ehrlicher Arbeit mehr abgewinnen als Spielerverpflichtungen mit fremdem Geld. „Saarlouis hat sich den Klassenerhalt jedes Mal verdient, weil sich andere nicht an wichtige Regeln, ohne die es nicht geht, gehalten haben. Wer mit dem arbeitet, was er selbst erwirtschaftet hat, bleibt zurecht drin“, unterstreicht der A-Lizenzinhaber.

 

So ähnlich die Konzepte und Philosophien scheinen, so eng liegen beide Teams auch in der Tabelle beieinander. Nur durch zwei Punkte getrennt, erwartet der Konstanzer Übungsleiter ein interessantes Duell auf Augenhöhe. Von der nun drei Spiele andauernden Niederlagenserie der Gäste lässt sich Eblen jedenfalls nicht blenden und warnt: „Man muss nur die Gegner betrachten, die Saarlouis zu bewältigen hatte: Eisenach, Bietigheim und Hüttenberg. Da kann das ganz schnell gehen.“ Zusätzlich hatte der Tabellen-15. nach einem guten, erfolgreichen Saisonstart mit fünf Punkten aus vier Spielen zuletzt große Verletzungssorgen und zahlreiche krankheitsbedingte Ausfälle zu verkraften.

 

Vor dem Gastspiel bei der HSG Konstanz scheint sich das Lazarett im von der Autoindustrie geprägten Schul- und Handelszentrum jedoch deutlich zu lichten. Der spanische Spielmacher Ibai Meoki ist ebenfalls ins Team zurückgekehrt wie auch Michael Schulz. Lediglich die Langzeit-Verletzten Philipp Kessler und Marcel Engels werden weiter fehlen, wobei gerade Engels als Junioren-Weltmeister von 2014 als Neuzugang vom Schweizer Topteam TSV St. Otmar St. Gallen im Rückraum schmerzlich vermisst wird. Team-Manager Richard Jungmann erklärte deshalb unlängst, man sei „europaweit“ nach einer Verstärkung auf der Suche. Doch auch ohne ihn verfügt Saarlouis über jede Menge Qualität und Potenzial, wie Eblen mahnend den Finger hebt. „Diese Mannschaft ist sehr schwer zu spielen, weil sie in der Abwehr mit einer offensiven Ausrichtung alle Varianten drauf hat und daher sehr unberechenbar ist“, sagt der A-Lizenzinhaber, „und dazu kommt mit Jerome Müller ein Ausnahmekönner, der für mich der beste Linkshänder in Deutschland in diesem Alter ist.“ Der 19-jährige Junioren-Nationalspieler ist mit 29 Treffern neben Kreisläufer Peter Walz und Jonas Faulenbach im linken Rückraum (jeweils 33 Tore) der gefährlichste Akteur. Mit Torwart Patrick Schulz, Junioren-Weltmeister von 2009 und einer der besten in Liga zwei, verfügt die HGS zudem über einen überdurchschnittlichen Rückhalt.

 

Umso glücklicher ist Daniel Eblen über die erneut starke Leistung seiner jungen Mannschaft in Lübeck, wo sich wieder einmal die Abwehr als regelrechtes Bollwerk präsentiert hat und im Angriff in der Endphase wichtige Tore gelangen. Eblen: „Wir haben nicht locker gelassen, selbst als ein paar Aktionen schief liefen und haben wie bei den wichtigen Aktionen von Mathias Riedel, Paul Kaletsch und Fabian Schlaich starke Nerven bewiesen.“ Nach den ersten sieben Begegnungen im Bundesliga-Unterhaus ist für den Diplom-Kaufmann langsam erkennbar, dass sein Team ein Spiel sowohl daheim als auch auswärts durchbringen könne, wenn jeder seine Fähigkeiten einbringe. „Wir können mithalten“, freut er sich, sagt jedoch auch: „Aber dazu muss immer jeder an seine Grenze gehen und sein Optimum abrufen. Das wird noch viel, viel Arbeit.“

 

So wie gegen Saarlouis, eine junge, spielstarke Mannschaft. Der HSG-Coach fordert deshalb höchste Konzentration, gute Nerven und Geduld. Er erwartet die entscheidenden Impulse dabei weniger durch die Taktik, sondern vielmehr durch die Lösungsfindung in der Kleingruppe. „Wir haben noch eine sehr lange Saison vor uns“, sagt der 42-Jährige. „Wir wollen uns wie die Eichhörnchen immer dort die Punkte holen, wo sich die Chance dazu bietet. Wenn es uns gelingt, das Spiel am Samstag mitzubestimmen und nicht hinterherzulaufen, wollen wir damit gegen Saarlouis weitermachen.“ Helfen soll dabei der achte Mann von der Tribüne im Hexenkessel am heimischen Schänzle.

 

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

 

Tageskasse:
Um lange Warteschlangen an den Tageskassen zu vermeiden, wird ein frühzeitiges Erscheinen empfohlen. Die Kassen öffnen um 18 Uhr, zwei Stunden vor dem Spiel.

 

Exklusiver Ticket-Bonus:

Als exklusives Highlight im Eintrittspreis inbegriffen: Ein Fünf-Euro-Verzehrgutschein für die Konstanzer Diskothek Berry's gegen Vorlage der Eintritts- oder HSG-Dauerkarte am Abend des Spieltages!


Vorverkauf:
Tickets sind im Vorverkauf bei Böhm Sport in Konstanz erhältlich, Macairestr. 8, 78467 Konstanz, www.boehmsport.de, Telefon: 07531/53922.  

Online-Ticketbestellung:
Online-Ticketbestellung per E-Mail an die Geschäftsstelle der HSG Konstanz (Tel.: 07531/928080) über tickets@hsgkonstanz.de mit Anzahl und Art der Tickets sowie gewünschtem Spiel und vollständiger Angabe des Vor- und Nachnamens. Die Karten werden bei Überweisung der Gesamtsumme mit entsprechendem Verwendungszweck (gewählte Partie sowie E-Mail-Adresse) und Geldeingang bis spätestens einen Tag vor dem Spieltermin an die HSG Konstanz GmbH, IBAN: DE72 6929 1000 0218 9103 00, BIC: GENODE61RAD, an der Tageskasse hinterlegt.

Weitere Informationen zu den Tickets.

 
Parkplätze:

Die HSG Konstanz bittet dringend, auf den P&R-Parkplatz „Am Seerhein“ auf der nördlichen Seite der Schänzlebrücke auszuweichen. Der P&R-Parkplatz am Brückenkopf Nord der Schänzle-/Neue Rheinbrücke ist über die Reichenaustraße erreichbar.


ÖPNV:

Es wird eine Anreise zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Mit der Linie 5 oder 9A/B der Busse der Stadtwerke Konstanz bis zur Haltestelle Gartenstraße, von dort ist die Schänzle-Sporthalle fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen.

 

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