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Nach Erfahrung im Ninja-Warrior-Parcours: Auch in Pforzheim nicht abstürzen

Michel-Stotz-HSG-Konstanz-Ninja-Warrior Michel Stotz meistert das Hindernis im Ninja-Warrior-Parcours.

3. Liga:

TGS Pforzheim – HSG Konstanz

(Samstag, 19 Uhr, Bertha-Benz-Halle)

 

Unbequemer als die Aufgabe in Pfullingen hätte der Start in das neue Jahr für die HSG Konstanz nicht sein können. Doch die mit nur zehn Feldspielern angereiste HSG meisterte auch diese. Nach dem 15. Sieg in Serie wartet nun das absolute Kontrastprogramm in Pforzheim. Statt Manndeckung über das ganze Spielfeld, muss sich der Drittliga-Tabellenführer vom Bodensee etwas gegen den massiven 6:0-Abwehrrriegel der TGS einfallen lassen. Ganz neue Eindrücke wurden dafür unter der Woche im Ninja-Warrior-Parcours, im Laser-Labyrinth und beim 3D-Minigolf gesammelt.

 

Im neuen  M10, hinter den unscheinbaren Wänden eines Bürogebäudes im Konstanzer Industriegebiet, eröffneten sich ganz neue Herausforderungen für die Drittliga-Handballer. Fabian Wiederstein, Tim Jud und Co. schwangen sich über verschiedene Hindernisse, hangelten und kletterten über Barrieren und versuchten sich im ganz nach dem amerikanischen Vorbild gestalteten Parcours. Mit durchaus gutem Erfolg, wie die Inhaber den HSG-Akteuren bescheinigten. Kraft, Geschicklichkeit, Gleichgewicht und Körperbeherrschung waren gefordert und die Handballspieler stellten dabei unter Beweis, dass sie vielseitig trainiert sind. Wie auch auf dem Spielfeld wurde sich in ausgelassener Stimmung gegenseitig angefeuert und zu Höchstleistungen getrieben. Danach wurde im Laser-Labyrinth die „Mission Impossible“ erfolgreich gemeistert und im 3D-Minigolf unter futuristischen Farb- und Bildeindrücken herzlich gelacht. Eine schöne Abwechslung im harten Trainingsalltag. Nur abstürzen, das wollte keiner. Auch im hier war der Ehrgeiz schnell entbrannt. Etwas, was die HSG Konstanz in dieser Spielzeit ganz besonders auszeichnet.

 

Mit der TGS Pforzheim wartet nun ein richtig schwer zu überwindendes Hindernis. Denn vor allem der 6:0-Abwehrriegel zählt im Zusammenspiel mit dem Ex-Konstanzer Jonathan Binder im Tor zu den besten der Liga. Zudem wird der bundesligaerfahrene Sebastian Ullrich zwischen den Pfosten des Gastgebers zurück erwartet. Etwas, das man sich im Konstanzer Lager auch für den verletzten Kapitän Tom Wolf und Rechtsaußen Fabian Maier-Hasselmann gewünscht hätte – doch dies wird noch ein wenig dauern. Umso glücklicher waren die Konstanzer über den geglückten Start in die nun noch elf letzten Ligaspiele der Saison, gerade, weil in Pfullingen weniges an normale Handballpartien erinnerte. „Das war“, stellt Daniel Eblen sodann auch gleich klar, „kein Gradmesser. Sowas wird in dieser Saison nicht mehr kommen.“ Begrenzt aussagekräftig sei der Start nach der langen Spielpause deshalb, so der Trainer der HSG.

 

Allerdings war dennoch ein deutlicher Unterschied im Vergleich zum Hinspiel gegen die Pfullinger und der bis dato letzten Saisonniederlage zu erkennen. „Wir sind nun gefestigter“, lobt der 44-Jährige. Dies zeigt sich insbesondere in einer deutlich geringeren Fehlerquote als in den ersten Saisonspielen. Doch Pfullingen war gestern, die ganze Aufmerksamkeit gilt nun der TGS Pforzheim, seit Jahren ein Topteam in der 3. Liga, das über exzellentes Personal verfügt. Angefangen von Weltmeister Andrey Klimovets als Trainer, der die TGS zum Ende der Spielzeit nach sechs erfolgreichen Jahren verlassen wird, über die beiden genannten starken Torhüter hin zu Florian Taafel. Der Sohn von TGS-Macher Wolfgang Taafel bringt es, als erst zweiter Spieler überhaupt, auf über 1.000 Drittliga-Tore seit Einführung der Spielklasse im Jahr 2010 und insgesamt über 2.600 für seinen Heimatverein. Die gefährliche Achse komplettiert das starke Kreisläufer-Gespann der beiden Kraftpakete Michal Wysokinski und Davor Sruk. „Diese Achse gehört zum Besten der Liga“, warnt Eblen. Mit Marco Kikillus kommt auf Rechtsaußen noch der mit aktuell 133 Treffern viertbeste Werfer der Liga hinzu.

 

„Zweifellos eine Topmannschaft“, für Eblen, der großen Respekt vor der TGS hat: „Wenn die ihre ganzen PS auf den Boden bekommt, kann sie jede Mannschaft in der Liga schlagen.“  Damit dies der HSG Konstanz nicht widerfährt, werden in der 124.000 Einwohner zählenden Gold- und Schmuckstadt vor allem gute Lösungen gegen die bewegliche Deckung der Nordbadener nötig sein. „Das wird“, so Eblen, „nicht so mannbezogen wie zuletzt sein. Dort wird sich viel ausgeholfen.“ In einer Sache sieht er allerdings überhaupt keinen Unterschied zu Pfullingen: „Im Gegenstoßverhalten wird ähnlicher Druck auf uns zukommen.“

 

Mit der völlig anderen Abwehrformation einher geht auch, da ist sich Eblen sicher, ein ganz anderes Spiel in Pforzheim. Mehr Geduld wird auf Seiten der Gelb-Blauen nötig sein, da sich so ganz andere Abschlusspositionen ergeben werden. An das Hinspiel als Anschauungsunterricht erinnert man sich in Konstanz jedenfalls gerne. Kaum unterschiedlicher hätten  damals die Ausgangssituationen sein können. Konstanz war nach der überraschenden Heimniederlage gegen Pfullingen angeschlagen, musste dazu auf Cheftrainer Daniel Eblen und den verletzten Leistungsträger Fabian Wiederstein verzichten. Pforzheim reiste hingegen mit drei Siegen in Folge und jeder Menge Euphorie und Rückenwind ans Schänzle. Das Ende ist bekannt: Mit dem 26:22-Sieg setzte Konstanz zu einer beeindrucken Siegesserie an. Eblen spricht dabei zwar nicht von dem einen Schlüsselerlebnis für den Umschwung, ein Teil davon war dieser wichtige Erfolg – neben dem Auswärtssieg in Kornwestheim – aber doch. „Wir haben uns“, erinnert er sich, „Selbstvertrauen geholt. Das war noch eine wichtige Sache. Aber nicht die einzige für den Erfolg.“

 

Im Umkehrschluss kann das Hinspiel auch Warnung dafür sein, was in der ausgeglichen 3. Liga Süd in jedem Spiel möglich ist. Daniel Eblen winkt bei diesem Gedanken allerdings gleich ab. „Dafür“, schüttelt er den Kopf, „ist das Hinspiel nicht nötig. Ein Blick auf den letzten Heimsieg der TGS gegen Pfullingen genügt. Was die TGS da 40 Minuten abgeliefert hat, war eine Klasse besser als der Gegner.“ Man wisse, wie stark Pforzheim ist, meint er. „Dass sie jeden schlagen können, ist allen bewusst.“ Doch auch mit kleinem Kader strebt die HSG nach dem 16. Erfolg hintereinander. Aktuell ist dies die längste bestehende Erfolgsserie in den ersten drei Ligen Deutschlands. Keiner der insgesamt 64 Drittligisten hat aktuell weniger Minuspunkte. Nicht abstürzen ist die Devise, so wie im erfolgreich gemeisterten Ninja-Warrior-Parcours.

 

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