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Sechstbester Zweitliga-Torjäger verlängert: „1.000 Tore für die HSG, glücklich sein und mitgestalten“

Paul-Kaletsch-HSG-Konstanz-WHV

Vor dem Saisonhighlight Bundesliga-Superball am Samstag hat Zweitligist HSG Konstanz eine ganz wichtige Personalie unter Dach und Fach gebracht und einen absoluten Leistungsträger an sich gebunden. Paul Kaletsch, mit 169 Treffern in 24 Partien Konstanzer Top-Torschütze und trotz dreier weniger absolvierter Spiele sechstbester Werfer der 2. Bundesliga, hat seinen Vertrag bei der HSG ligaunabhängig um zwei weitere Jahre bis 30. Juni 2020 verlängert. Andre Melchert als Sportlicher Leiter des Vereins ist froh über die weitere Zusammenarbeit mit dem gefährlichen Shooter: „Paul ist für uns ein extrem wichtiger Spieler, der sich trotz guten Angeboten für uns entschieden hat. Er nimmt hier einen sehr wichtigen Part ein, deshalb sind wir glücklich, dass er bei uns bleibt.“

 

Bei den Leistungen in dieser Saison und im Schnitt über sieben Treffern pro Begegnung blieben sie nicht aus, die Angebote und Verlockungen der Konkurrenz. Sogar aus der ersten Liga flatterte dem 25-Jährigen die eine oder andere Anfrage ins Haus. „Es waren natürlich sportlich reizvolle Angebote da“, gesteht der Goalgetter. „Aber ich habe hier Familie und viele Freunde, fühle mich im Umfeld und in der Mannschaft extrem wohl.“ Die Verlockungen waren groß, doch die Liebe zu seiner „Herzensangelegenheit“ HSG Konstanz größer, so Kaletsch. Im Sommer 2013 kam er vom TV Hüttenberg, wo er meist in der zweiten Mannschaft in der Landesliga eingesetzt wurde, an den Bodensee. In dieser Zeit hat er sich zum Zweitliga-Topspieler entwickelt und hatte dabei großen Anteil an der positiven Entwicklung der HSG in den letzten Jahren mit der Süddeutschen Meisterschaft und dem Zweitliga-Klassenerhalt im letzten Jahr.

 

Sein Trainer Daniel Eblen sagt daher über seinen torgefährlichsten Spieler: „Ich freue mich sehr, dass er bleibt. Er hat die Entwicklung des Vereins in den letzten Jahren hautnah miterlebt und mitgeprägt. Es ist toll, dass ein Leistungsträger sich weiter für uns entscheidet, auf uns setzt und mit uns weiter gestalten möchte.“ Neben seiner Torgefährlichkeit zeichnet sich Kaletsch durch seine große Variabilität aus, ist sowohl im rechten Rückraum, auf Mitte, als auch Halblinks einsetzbar, wo er aktuell immer mehr zum Einsatz kommt. Wie gegen Aue, als er bei zwölf Versuchen zwölfmal erfolgreich war. Nach fünf Jahren am Bodensee wollte sich der Rechtshänder trotz des sportlichen Reizes manches Angebots nicht von „seiner“ HSG verabschieden. „Ich wollte bleiben, wo es mir am besten geht“, erklärt er und lächelt verschmitzt: „Es hat auch seinen Reiz, der Alex Meier von Konstanz zu werden.“ Alexander Meier ist Stürmer-Legende bei Eintracht Frankfurt. Und Kaletsch glühender Fan der Eintracht und des seit 2004 für sie spielenden Angreifers. Kaletsch: „Vielleicht bleibe ich für immer hier. Was man hier hat, bekommt man nicht so leicht an anderer Stelle.“

 

Denn auch das 1,91 Meter große Rückraum-Ass ist stolz auf die „Wahnsinns-Entwicklung der HSG in den letzten Jahren mit den vielen Zuschauern. Dabei haben wir uns immer durch ganz besondere Mittel und Markenzeichen ausgezeichnet.“ Dabei denkt der gebürtige Licher nicht nur an seine sehr erfolgreiche Aufstellung im rechten Rückraum, sondern vor allem an den außergewöhnlichen Teamgeist. 320 Zweitliga-Tore gehen inzwischen auf sein Konto, insgesamt hat er in knapp fünf Jahren 744 Treffer für die HSG Konstanz erzielt. Doch Punkte sind ihm wichtiger: „Mit weniger Toren aber mehr Punkten wäre ich wesentlich glücklicher. Für uns alle zählt nur der Klassenerhalt.“ Denn Kaletsch hat schon, bei aller Konzentration auf die aktuelle Situation, eine Vision: Bei ab der Saison 2019/20 nur noch zwei direkten Absteigern in einer dann nur noch 18 Vereine starken 2. Bundesliga könnte sich die HSG mit ihrem Standortvorteil, guter Jugendarbeit, der noch nicht vollends genutzten Nähe zur Schweiz und als Nummer eins im regionalen Sport langfristig im Bundesliga-Unterhaus etablieren.

 

Dafür möchte er mit vielen weiteren Toren beitragen und gewohnt viel Verantwortung übernehmen. Selbstkritisch fügt er an: „An meiner Wurfquote muss ich noch arbeiten, allerdings kommt gerade die Umstellung von Halbrechts auf Halblinks dazu. Ich freue mich jedoch, mehr dort zum Einsatz zu kommen.“ Aktuell liegt sie bei etwas über 54 Prozent. Im taktischen Bereich und bei seinem Schlagwurf hat er in Konstanz schon große Entwicklungsschritte vollzogen. Ebenso feilt er an seiner beruflichen Zukunft und hat ein Masterstudium in Personalmanagement begonnen. Die sportlichen Ziele umreißt er mit der bisherigen Rolle im Team, guten Leistungen und verletzungsfrei zu bleiben. Dann grinst er: „Außerdem reizen mich die 1.000 Tore für die HSG Konstanz. Ich möchte mich dazu glücklich und wohl fühlen und hier mitgestalten.“

 

Im nächsten Jahr wird die HSG der Verein sein, für den der ehrgeizige Student und Sportler am längsten spielt. „Man kann dann schon von Heimat- und Herzensverein sprechen“, sagt er. „Hier sind viele Personen von Fans, Spielern über Mitarbeiter, mit denen ich mich bestens verstehe. Viele Beziehungen sind mir sehr ans Herz gewachsen, die ich nicht aufgeben möchte.“ Die Verlockungen spielen keine Rolle mehr. Kaletsch: „Was zählt, ist was ich hier habe. Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung.“ Konstanz ist dem Hessen längst zur zweiten Heimat geworden und er genießt die Stadt, die Umgebung und das Vereinsumfeld. „Meine Freunde schwärmen immer vom Dolce-Vita-Lifestyle am Bodensee“, lacht der Rückraum-Werfer.

 

Was noch fehlt, ist der Zweitliga-Klassenerhalt. Aber auch dafür schätzt er die Chancen gut ein, weil bei der HSG sehr geduldig und ruhig gearbeitet wird. Ein Punkt, an dem er selbst noch arbeiten müsse. „Ja, manchmal muss ich noch kühleren Kopf bewahren, geduldiger sein und nicht zu viel auf einmal wollen“, gibt er zu. Allerdings zählen genau die Führungsqualitäten und dass er in schwierigen Situationen die Verantwortung übernimmt zugleich zu seinen größten Stärken. „Das macht mir auch Spaß“, erzählt der Torjäger, der sich nicht als „stillen Charakter“ beschreibt. „Aufrichtig mitgestalten kann auch nur, wer die Stimme erhebt. Leistungsträger sein gibt es für mich nicht ohne Verantwortung zu übernehmen. Es gehört dazu, vorweg zu gehen und sich nicht rauszuhalten.“ Beim Thema Selbstbewusstsein wird er zunächst ruhig und nachdenklich. Begriffe wie Druck im Sport sind ihm fremd. „In Kriegen und anderen schweren Situationen gibt es Druck“, führt er aus und sagt: „Wir dürfen unseren Sport und unsere Leidenschaft genießen. Von einem Raunen werde ich nicht ängstlich, denn ich spüre das Vertrauen des Trainers und Managements. Ich hatte hier eine sehr gute Umgebung zu reifen. Die Rolle als Führungsspieler bereitet mir Freude und ist keine Bürde.“ Vielleicht ist nach seinem Karriereende als Spieler der nächste Schritt in die Führungsetage seines Herzensvereins schon vorgezeichnet. Vorher steht der Zweitliga-Klassenerhalt über allem. Am liebsten jedoch mit mindestens 256 weiteren Toren für die HSG. Alexander Meier hat den Legendenstatus in Frankfurt bereits vor seinen derzeit 118 Toren für die Eintracht erlangt. Kaletsch steuert in Konstanz fest entschlossen auf seinen 1.000. Treffer zu.


Gänsehaut bei Minute 2:30, als Paul Kaletsch nach der Vertragsverlängerung gefeiert wird:

Großes Finale: A-Jugend braucht Sieg für direkte B...
C-Jugend mit 36:0 Punkten Meister – Samstag Final ...

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