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Schwieriges Pflaster: Erneute Bauchlandung in Neuhausen nach umkämpfter Partie

Schwieriges Pflaster: Erneute Bauchlandung in Neuhausen nach umkämpfter Partie

Handball 3. Liga:

TSV Neuhausen/Filder – HSG Konstanz 23:20 (9:8)

HSG Konstanz startet gut in die Partie und bricht dann ein.

Angriff findet nicht zu gewohntem Tempo.

 

Neuhausen bleibt ein schwieriges Pflaster für die HSG Konstanz, denn mittlerweile wartet die HSG seit November 2007 auf ein Erfolgserlebnis auf der Filderebene. Nach der 20:23 (8:9)-Niederlage bleibt Konstanz zudem auch im dritten Auswärtsspiel im neuen Jahr in der Fremde ohne Zählbares.

 

Dabei sah es anfangs so aus, als ob im dritten Anlauf der erste Auswärtssieg in der Rückrunde durchaus gelingen könnte. Nach einer Anfangsphase, in der sofort deutlich wurde, dass die Partie eine sehr umkämpfte werden würde, gab nämlich die HSG Konstanz den Ton in der Egelseehalle an. Die Gastgeber, die nach den Ergebnissen vom Samstag im Kampf gegen den Abstieg enorm unter Druck standen, legten zwar zunächst zum 2:1 vor – gespielt waren hier schon fast sieben Minuten. Danach fielen zwar weiterhin wenige Tore, doch Neuhausen blieb nun sogar ganze sieben Minuten ohne eigenen Torerfolg, während Konstanz immer besser in die Partie fand und sich auf 6:2 (14.) absetzen konnte. „Wir sind gut gestartet und haben gut gespielt“, befand HSG-Cheftrainer Daniel Eblen hernach und war zu diesem Zeitpunkt noch zufrieden. Noch, weil bald der Bruch im Spiel der Konstanzer folgen sollte. Neuhausens Trainer Prasolov hatte die Notbremse gezogen und den Lauf der Konstanzer mithilfe eines Team-Timeouts versucht zu unterbinden.

 

Und das gelang. Bezeichnenderweise konnte der TSV Neuhausen seine siebenminütige Torflaute danach erst durch einen Siebenmeter beenden – einer der insgesamt neun Strafwürfe, die den Gastgebern zugesprochen wurden. Sechs davon landeten im HSG-Tor. In den verbliebenen 16 Minuten der ersten Halbzeit bekam die HSG Konstanz immer mehr Probleme in der Offensive – und Daniel Eblen konnte nun nicht mehr zufrieden mit der Darbietung seiner Schützlinge sein: „Die Abwehrleistung war gut, aber im Angriff war das zu wenig, da haben wir massiv abgebaut.“ So sehr, dass Konstanz bis zur Pause nur noch zwei Treffer gelangen und Neuhausen beim 9:8-Halbzeitstand erstmals seit dem 2:1 wieder in Führung gegangen war.

 

Ohne die Leistungsträger Mathias Riedel (Grippe) und Paul Kaletsch (Knieoperation) versuchte Konstanz sich in der zweiten Halbzeit mit einem sehr jungen Team langsam wieder zurück zu kämpfen. Es war nun ein hart umkämpftes Match, das sich Neuhausen und Konstanz lieferten. Keine Mannschaft konnte sich wirklich absetzen, wobei der TSV stets ein oder zwei Tore vorlegte und Konstanz stets nachzog und den Ausgleich markieren konnte (16:16, 47.). Vor allem das mangelhafte Überzahlspiel der HSG verhinderte jedoch den Führungswechsel. Insgesamt siebenmal musste ein TSV-Akteur für zwei Minuten das Spielfeld verlassen, doch die HSG nutze die sich bietenden Gelegenheiten viel zu selten. „Wir haben ein paar blöde Gegentore bekommen, obwohl in der Abwehr wirklich nicht das Problem lag“, monierte Daniel Eblen vor allem zwei verworfene Siebenmeter und die nicht gut ausgespielten Überzahlsituationen. „Gefühlt machen wir dort nur ein Tor bei sieben Versuchen.“ Und dennoch war für die HSG Konstanz bis zur 56. Minute alles möglich, sogar der erste Sieg in Neuhausen seit 2007. Die gute Abwehr machte es dem TSV unmöglich, sein gefürchtetes Tempospiel aufzuziehen, doch die Fehler in der Offensive verhinderten trotz lediglich 23 Gegentreffern ein mögliches Erfolgserlebnis. Neuhausen nutzte dies zur Vorentscheidung und zog von 18:17 mit einem Tempogengenstoß auf 20:17 davon (57.). Daniel Eblen stellte sofort in einer Auszeit noch einmal auf eine offensive Abwehrformation um, konnte damit die dritte Auswärtsniederlage in Folge jedoch auch nicht mehr verhindern.

 

„Wir haben das nötige Tempo vermissen lassen und die gegnerische Abwehr nie richtig unter Druck setzten können. Dazu kam, dass unsere Entscheidungen nicht gut waren und der Zug zum Tor gefehlt hat“, resümierte der HSG-Trainer. „Wir müssen jetzt schauen, das wir die Köpfe schnell wieder nach oben bekommen und wieder viel agiler und dominanter im Angriff agieren. Das Selbstvertrauen und der Schaum vor dem Mund müssen gegen Nußloch wieder da sein.“

 

Dennoch ist die Vorfreude auf das Spitzenspiel am Samstag um 20 Uhr in heimischer Schänzle-Sporthalle gegen den neuen Tabellenführer SG Nußloch groß. „Da dürfen wir nicht so abwartend spielen und darauf warten, dass die gegnerische Abwehr einen Fehler begeht. Das wird zu selten der Fall sein“, erklärt Daniel Eblen, wo er im Training ansetzten möchte, damit die Offensive seines Teams gegen den Spitzenreiter wieder besser funktioniert.

 

HSG Konstanz: Wolf, Folchert (Tor); Schlaich (4/1), Schweda (1), Groh (1), Hafner (1/1), Mittendorf, Flockerzie (5), Stocker (4), Faißt (3), Muturi, Krüger, Lauber, Bruderhofer (1).

Zuschauer: 400

 

Im Bild: Unsanft auf dem Bauch gelandet ist die HSG Konstanz wieder einmal in Neuhausen – hier der 21-jährige Spielmacher Benjamin Schweda.

 

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