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Simon Flockerzie vor Kracher gegen Leutershausen: „Hoffe auf mehr als 1800 Fans, einen Sieg und dass alle Konstanzer glücklich sind“

Patrick-Glatt-HSG-Konstanz-Neuhausen

Große Freude bei Simon Flockerzie mit der Nummer 9: Am Samstag möchte er "alle Konstanzer nach dem ersten verwandelten Matchball glücklich sehen."

 

Am Samstag, 20 Uhr, empfängt die HSG Konstanz zu einem wie immer hitzigen und heißen Duell die SG Leutershausen. Neben der ohnehin vorhandenen Rivalität zwischen dem amtierenden Süddeutschen Meister und dem Vizemeister birgt die Tabellenkonstellation viel Brisanz. Konstanz ist mit 31 Punkten Zweitliga-16., Leutershausen folgt direkt dahinter mit 30 Zählern auf dem ersten Abstiegsplatz.

 

Für den inzwischen 31 Jahre alten Kreisläufer Simon Flockerzie wird es das vorletzte Heimspiel als aktiver Spieler vor seinem Abschied in den Handball-Ruhestand am Ende der Saison sein. Der 2010 vom HBW Balingen-Weilstetten nach Konstanz gekommene gebürtige Weingartener arbeitet als Klinikmanager in der Schweiz, nachdem er zuvor an der mit der HSG durch eine Kooperation zur Förderung des Spitzensports verbundenen HTWG Konstanz ein Masterstudium in Unternehmensführung abgeschlossen hat.

 

Im Gespräch mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas unterhielt sich der 1,86 Meter große Kreisspieler ganz im Zeichen des Zweitliga-Abstiegskrachers über das möglicherweise entscheidende direkte Duell, blickt noch einmal auf das verlorene Hinspiel zurück und zeigt sich beeindruckt von der großen Fanunterstützung. Außerdem freut er sich auf eine atemberaubende Atmosphäre in der voraussichtlich prall gefüllten Schänzle-Hölle, die zur gelben Wand werden und mit einer Choreografie ein spektakuläres Bild abgeben wird und sieht hierin das entscheidende Plus „beim ersten Matchball“ für die HSG.

 

Simon, heute ist Vatertag und Du bist neben Patrick Glatt als zweitältester Spieler im Kader der HSG Konstanz der einzige Familienvater. Wie sieht Dein Vatertag aus?

 

Ich war ohnehin schon seit 6.30 Uhr wach, weil die Kleine sich gemeldet hat. Danach habe ich gemütlich am See zusammen mit der Familie, mit Frau, Kind und Tante gefrühstückt, ehe anschließend das Mittagstraining mit der HSG auf dem Programm steht, bevor ich noch einmal ein paar gemütliche Stunden mit den Liebsten genießen werde.

 

Spielt da auch schon das brisante Duell am Samstag, 20 Uhr, gegen Leutershausen eine Rolle, kribbelt es schon?

 

Auf jeden Fall. Es ist eines der wichtigsten Spiele meiner Karriere überhaupt. Wir können mit einem Sieg einen ganz, ganz großen Schritt in Richtung großem Saisonziel machen und dem Klassenerhalt sehr nahe kommen. Ansonsten würde der Druck größer. Es ist schön, dass wir dieses wichtige Spiel daheim vor unseren tollen Fans haben.

 

Wie ist die Stimmung im Training, ist bereits zu spüren, dass am Samstag ein großes Match wartet?

 

Jeder Einzelne ist wahnsinnig konzentriert. Man spürt, dass alle alles raushauen und wir sehr intensive Einheiten absolvieren und viel gemacht haben. Das ist wirklich hervorragend – und angesichts der langen Saison in dieser Intensität beileibe nicht selbstverständlich. Aber keiner verspürt negativen Druck, es ist vielmehr alles hochkonzentriert und hochprofessionell.

 

Zur ohnehin vorhandenen Rivalität kommt die Brisanz angesichts der Tabellenkonstellation: Die HSG ist mit 31 Punkten Zweitliga-16., direkt dahinter belegt Leutershausen mit 30 Zählern den ersten Abstiegsrang.

 

Die Rivalität ist zwar da, aber ich möchte ohnehin jedes Spiel gewinnen, da ist es zunächst egal, gegen wen wir spielen. Außerdem haben wir alle einen Traum: Wir wollen uns belohnen und in dieser 2. Bundesliga bleiben, weil wir uns das nach einer guten Saison verdient haben. Da ist die zusätzliche Brisanz erstmal weit weg, aber die letzten Spiele gegen die SGL waren natürlich schon besonders emotional.

 

Auch, weil von der Bergstraße immer wieder verbale Giftpfeile Richtung Bodensee abgeschossen werden, sich von offizieller Seite öffentlich hohe HSG-Niederlagen gewünscht werden und Konstanz in der Presse als einziger Aufsteiger nicht zu den „starken“ Aufsteigern gezählt wird (>> Mehr dazu hier)?

 

Das lässt uns kalt und ich kenne das schon seit ein paar Jahren. Vielleicht liegt es daran, was wir uns erarbeitet und geleistet haben. Oder es sind Tricks, um eine besondere Stimmung zu erzeugen. Aber eins ist auch klar: die Stimmung wird nicht nur dadurch richtig heiß sein.

 

Was erwartest Du angesichts der prickelnden Ausgangslage für ein Spiel?

 

Schwer zu sagen, ich habe gegen Leutershausen schon alles erlebt und gegen sämtliche Abwehrformationen gespielt. SGL-Trainer Marc Nagel hat sich für uns immer etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Aber egal was dieses Mal kommt, wir sind darauf vorbereitet. Mal waren es Abwehrschlachten, Mal sind viele Tore gefallen, es gab gute Torhüter-Tage und weniger gute. Ich erwarte eher ein Match mit offenem Visier, wobei dennoch die Deckungsreihen wie immer entscheidend werden könnten. Ich tippe auf ein enges Spiel mit vielen Toren.

 

Das Hinspiel endete trotz 100 mitgereister HSG-Fans und Konstanzer Heimspielatmosphäre 32:20 für Leutershausen. Eine der höchsten Niederlagen der Saison…

 

…die man allerdings nicht überbewerten sollte. Dort ist alles für Leutershausen gelaufen, was man sich nur vorstellen kann. Jeder Wurf hat genau gepasst, jeder Spielzug kam genau auf den Punkt, dazu kam bei uns ein wenig Pech in verschiedenen Bereichen. Solche Tage gibt es leider, die muss man abhaken. So wird das nicht mehr kommen. Wir haben uns auch einiges für die SGL einfallen lassen.

 

Dazu kommt dieses Mal der Hexenkessel „Schänzle-Hölle“. Es wird ein neuer Zuschauerrekord erwartet, die beeindruckende gelbe Wand ist ausgerufen und der HSG-Fanclub plant einige besondere Aktionen wie eine riesengroße, spektakuläre Choreografie. Sind die Fans Euer großes Plus?

 

Tatsächlich sind Heimspiele in dieser Liga immer ein riesengroßer Vorteil. Man muss sich nur einmal die Ergebnisse der letzten Spieltage ansehen, da war für die Gastmannschaften kaum etwas zu holen. Auswärtspunkte, wie unser hart erkämpfter Zähler in Dessau, sind normalerweise Bonuspunkte. Die Stimmung in der Schänzle-Hölle könnte entscheidend sein. Gerade die Entwicklung in den letzten Spielen macht mich sehr glücklich. Obwohl wir hinten drin stehen, kommen immer mehr Fans und unser Hexenkessel brodelt von Spiel zu Spiel mehr. Das ist eine unglaubliche tolle Unterstützung und schon etwas Besonderes – wir sehen an anderen Beispielen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist.

 

Wie beurteilst Du die Ausgangslage vor der emotionalen Partie gegen die „Roten Teufel“?

 

Zunächst einmal ärgere ich mich ein wenig über diese Liga. Mit 31 Punkten wäre man in all den Jahren, seit es die eingleisige Zweite Liga gibt, immer im Mittelfeld gelandet. So eng und ausgeglichen war das Bundesliga-Unterhaus noch nie, auch weil die Spitze nicht so dominant ist wie zuvor. Das heißt auch, dass einer, der eigentlich eine super Saison gespielt hat, mit über 30 Punkten dennoch absteigen muss. Wahnsinn – und wirklich schade.

 

War der Punktgewinn in Dessau vor diesem Duell umso wertvoller?

 

Das kann ich nur unterstreichen. Sollte Leutershausen verlieren, wird es für sie angesichts des Restprogramms ganz, ganz schwer die Klasse zu halten. Sie stehen dadurch sicher ein Stück weit mehr unter Druck als wir. Es ist uns bewusst, dass wir alle unsere drei verbleibenden Spiele gewinnen können – aber zwei reichen uns auch. Deshalb: Leutershausen muss, wir wollen.

 

Es wird Dein vorletztes Heimspiel vor Deinem Karriereende sein. Was wünschst Du Dir, damit es ein perfekter Abend für Simon Flockerzie wird?

 

(lacht) Gut schlafen, gut essen, gut spielen – und: natürlich gewinnen. Wir sind von Daniel Eblen wie immer top vorbereitet, jetzt muss sich jeder persönlich noch gut vorbereiten, dann wird das was. Wir sind zu Hause in der Lage jeden zu schlagen. Ich hoffe auf mehr als 1800 Fans, dazu einen Sieg und dass Otto Eblen und alle Konstanzer glücklich sind – dann bin ich es auch. Ich freue mich auf jeden einzelnen HSG-Fan, der mit uns Freude hat.

 

Was erhoffst Du Dir dabei von den Konstanzer Fans?

 

Jeder Fan ist wichtig für uns, dieses Spiel sollte sich keiner entgehen lassen. Mein Traum ist eine richtig volle Hütte im möglicherweise entscheidenden Spiel. Vor der Saison hat doch außerhalb von Konstanz kaum einer mit uns gerechnet. Jetzt haben wir schon 31 Punkte und noch drei ausstehende Partien. Wir haben jetzt den ersten von drei Matchbällen – und das zu Hause. Was gibt es denn Besseres und Schöneres oder auch Interessanteres? Das wird ein sensationelles Spiel. Wenn uns unsere Fans wie immer von der ersten bis zur letzten Minute unterstützen und nach vorne peitschen, egal was passiert, dann werden wir so gepusht sein, dass wir nach einem hoffentlich guten Start diesen Erfolg in großartiger Atmosphäre zusammen feiern können.

 

Fragen: Andreas Joas

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