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„Im Moment ernten wir die Früchte für harte Arbeit“: Simon Tölke über Euphorie und Siegesserie

Simon-Toelke-HSG-Konstanz-Neuhausen-2 Simon Tölke bei der Humba: Voll bei der Sache, so wie zuvor als bärenstarker Rückhalt.

Auch den harten Kampf in Neuhausen/Filder hat die HSG Konstanz erfolgreich gemeistert. Einer der Matchwinner war Torwart Simon Tölke, der auf insgesamt 15 Paraden und in der zweiten Halbzeit über 50 Prozent gehaltene Würfe kam. Der 26-jährige, 1,89 Meter große gebürtige Reutlinger kam vor der Saison vom TV Neuhausen/Erms an den Bodensee und absolviert an der mit der HSG kooperierenden HTWG ein Masterstudium in Unternehmensführung.

 

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas blickt der Keeper auf den Arbeitssieg in Neuhausen zurück, ordnet die Euphorie in Konstanz ein und erklärt die wiedergewonnene Qualität, auch komplizierte Spiele für sich entscheiden zu können.

 

Ein hartes Stück Arbeit war für den 27:24-Erfolg in Neuhausen nötig. Ab wann war Dir das klar, Simon?

Mitte der ersten Halbzeit lagen wir mit drei Toren zurück, spätestens da war abzusehen, dass es sehr unangenehm werden wird. Vor allem, da auffällig war, dass Neuhausen gegen uns deutlich kompakter agiert hat als die Spiele zuvor. Durch ihre ausgesprochen aggressive Abwehr war klar, dass es nicht einfach werden wird.

 

Wann und wie wurde der Schalter dennoch umgelegt?

Wir wissen, dass wir uns auf unser Fundament, die 6:0-Deckung, verlassen und damit schwere Phasen in der Offensive ausgleichen können. Trotzdem hat es 55 Minuten gedauert, uns durchzusetzen.

 

War es am Ende ein Sieg des Willens?

Wir wollten absolut und unbedingt unsere Siegesserie fortführen, das hatten wir uns vorgenommen. Das war kein einfaches Spiel und wir mussten auswärts 60 Minuten mit harter Gegenwehr umgehen. Klar ist jedoch auch, dass wir nicht unser bestes Saisonspiel gemacht haben. Aus dieser Tagesform haben wir jedoch das Beste herausgeholt und aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewonnen.

 

Zehn Siege in Folge sind nicht alltäglich. Wie nimmt man dies als Spieler wahr?

Ich spiele schon meine fünfte Saison in der 3. Liga, aber zehn Siege hintereinander habe ich noch nicht erlebt. Das ist schon etwas Besonderes und ein tolles Gefühl. Einfach klasse, dass uns dabei 70 Fans den Rücken stärken. Das zeigt die Wertschätzung uns und unserer Leistung gegenüber. Obwohl es nicht das attraktivste Spiel war, werden wir über die volle Distanz von einem Stehblock unterstützt und mit der Humba gefeiert. Auch das ist phänomenal und habe ich noch nicht erlebt. So etwas ist wirklich besonders.

 

Am Anfang der Saison wäre ein solches Spiel wahrscheinlich nicht gewonnen worden. Worauf führst Du die gestiegene Reife und Qualität, solche Spiele entscheiden zu können, zurück?

Im Wesentlichen auf drei Faktoren. Wir haben ein gewachsenes Gemeinschaftsgefühl. Dadurch wirft uns nichts so schnell um. Dazu verfügen wir über unterschiedlichste Charaktere auf jeder Position. Und die Siegermentalität ist durch die letzten Erfolge zurück. Wir sind nun eingespielt und haben eine Entwicklung hinter uns.

 

Kann oder darf man sich von der großen Euphorie der Fans als Spieler tragen lassen oder muss man das etwas weg von sich halten?

Es ist eine Mischung aus beidem. Wir haben das bislang ganz gut gemacht. Wir spüren natürlich den fantastischen Support und die Wertschätzung der Fans und des Umfeldes, egal ob daheim vor voller Halle oder auswärts mit vielen Schlachtenbummern im Gepäck. Wir wissen aber auch, dass dies mit und von unserer Leistung zusammen- bzw. abhängt. Wir müssen jede Woche unsere Leistung bringen und hochkonzentriert bleiben.

 

Schließlich tragen zur guten Laune auch die Ergebnisse der Konkurrenten bei, die am Wochenende allesamt gepatzt haben.

Das rückt unser Ergebnis in Neuhausen natürlich noch einmal in ein ganz anderes Licht. Solche Spiele muss man gewinnen, um am Ende oben zu stehen. Der Blick auf die Ergebnisse am Sonntagabend ist dadurch natürlich schön, aber wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Sonst ist alles brotlos.

 

In Oppenweiler wartet das nächste schwere Auswärtsspiel. Was kommt da auf die HSG zu?

Uns wird eine frenetische Halle erwarten, in der wir auf eine individuell starke Mannschaft treffen. Oppenweiler/Backnang hat mit dem aktuellen Tabellenstand sicher nicht gerechnet und gehört dort meiner Meinung nach auch nicht hin. Die letzten Ergebnisse haben schon aufhorchen lassen. Wir sollten deshalb gewappnet sein.

 

Ist die Abwehr nun schon zum Schlüssel, zum „Steckenpferd der HSG“, wie Du es zu Saisonbeginn genannt hast, geworden, auf das man sich selbst in den schwierigsten Situationen verlassen kann?

Schon der Blick auf das Torverhältnis zeigt, dass wir, trotz eines mehr ausgetragenen Spiels, mit die wenigsten Gegentreffer der Liga kassieren. Unser Ziel war und ist es, immer unter 25 Gegentoren zu bleiben. Dafür haben wir viel getan und hart gearbeitet. Im Moment ernten wir die Früchte dafür. Derzeit können wir uns darauf verlassen und es funktioniert gut. Wenn es vorne nicht läuft, wir aber hinten alles reinwerfen, entsteht wieder Selbstvertrauen und Sicherheit für den Angriff. Darauf ist gerade Verlass.

 

Fragen: Andreas Joas

 

 

 

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