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„Sind in jedem Spiel Underdog“: HSG Konstanz vor Aue gewarnt

Paul-Kaletsch-HSG-Konstanz-Hildesheim

Kaum zu stoppen: Paul Kaletsch ist mit 44 Treffern in fünf Spielen aktuell bester Torschütze der 2. Handball-Bundesliga. Seine Treffsicherheit ist auch in Aue gefragt.

 

2. Handball-Bundesliga:

EHV Aue – HSG Konstanz

(Samstag, 17 Uhr, Erzgebirgshalle Lößnitz)

 

Ob der Knoten nach dem wichtigen und gerade am Ende stark herausgespielten 30:25-Erfolg gegen den ambitionierten Ex-Erstligisten ThSV Eisenach nun endgültig geplatzt ist, vermag Daniel Eblen nicht zu sagen. Für die Stimmung innerhalb der Mannschaft und den Schlaf des HSG-Cheftrainers war der erste Saisonsieg nach zuvor viel Pech bei zwei Ein-Tor-Niederlagen allerdings Gold wert. Ein Ruhekissen ist er indes nicht. „Viel schwerer könnte das Programm, das nun kommt, nicht sein“, warnt Eblen. Nach einem schweren Auswärtsspiel am Samstag, 17 Uhr, beim heimstarken EHV Aue kommt am 30. September mit dem ehemaligen Europapokalsieger Nordhorn-Lingen der mit 10:0 Punkten ungeschlagene Tabellenzweite in die „Schänzlehölle“.

 

„Aber natürlich hat der Sieg gegen Eisenach vor diesen schweren Wochen sehr gutgetan“, meint Eblen, der nach kleineren Blessuren und Krankheiten nun voraussichtlich auch wieder auf Julius Heil, Samuel Wendel und Tom Wolf bauen kann. Max Schwarz befindet sich wieder regulär im Training, lediglich Kapitän Fabian Schlaich und Michael Oehler werden weiter fehlen. Dass es der HSG nun gelang, deutlich weniger Fehler als zuletzt zu produzieren und sich im Abschluss wesentlich effektiver als in den ersten Partien zeigte, seien Grundvoraussetzungen, um im Erzgebirge überhaupt eine Chance zu haben, meint der HSG-Coach.

 

Zwar hatte der EHV Aue nach einem größeren Umbruch genau wie die HSG mit Startschwierigkeiten zu kämpfen, Daniel Eblen schätzt die Sachsen aber wesentlich stärker ein, als es der derzeitige 16. Tabellenplatz mit zwei Punkten vermuten lässt. Denn nachdem in den letzten Jahren isländisch im beschaulichen 16000-Einwohner-Städtchen Aue gesprochen wurde, mischt sich Litauisch unter das Sächsische. Auf das langjährige Leistungsträger-Trio Dadi Runarsson (zum HBW Balingen-Weilstetten), Arni Thor Sigtryggsson und Bjarki Mar Gunarsson (beide zurück nach Island) folgten die Neuverpflichtungen der Litauer Mindaugas Dumicus und Benas Petreikis. Dazu wurde der Niederländer Jort Neuteboom vom Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf geholt, sodass Eblen zum Schluss kommt: „Das ist eine richtig gute Mannschaft, die nur etwas Zeit braucht, um sich neu zu finden. Die werden sich bald absetzen und zeigen, dass sie zu den stärkeren Mannschaften in der zweiten Liga gehören.“

 

Wenig verwunderlich daher, trotz der Gemeinsamkeit der noch fehlenden Feinabstimmung bei beiden Mannschaften, sind da die Saisonziele im Erzgebirge und der Plan für das Spiel gegen Konstanz. Dort, wo früher Erze und Uran abgebaut wurden und der Bergbau tief verwurzelt ist, möchte man in dieser Spielzeit trotz des Umbruchs in das gesicherte Mittelfeld. Die Marschrichtung, die EHV-Manager Rüdiger Jurke nach der 23:25-Niederlage bei den Rimparer Wölfen für das Heimspiel gegen die HSG vorgibt ist dabei unmissverständlich: „Da ist ein Sieg Pflicht, da müssen wir. Ganz einfach.“ Er sieht noch reichlich Potenzial, das bislang nicht voll ausgeschöpft wurde. „Dafür müssen alle mal aus dem Knick kommen. Bei zu vielen ist noch viel Luft nach oben“, so Jurke.

 

Für Daniel Eblen ist das, und die Tatsache, dass – stellvertretend für die Zweitliga-Konkurrenz – Wilhelmshavens Trainer Christian Köhrmann die Niederlage des ThSV Eisenach in Konstanz als „natürlich deftigen Ausrutscher“ bezeichnet nachvollziehbar und Ausdruck der Konstanzer Außenseiterrolle in der noch einmal stärker gewordenen 2. Handball-Bundesliga. Mit einer der jüngsten und unerfahrensten Mannschaften der Liga, mit einem der geringsten Etats der 2. Bundesliga, sei die HSG Konstanz „in jedem Spiel der Underdog. Das wissen wir und können es auch für uns in Anspruch nehmen.“ Gerade in der hitzigen Atmosphäre der Erzgebirgshalle hängen die Trauben hoch und gab es letzte Saison für die dabei jeweils chancenlose HSG Konstanz bei der 25:33-Niederlage in der 2. Bundesliga und der 23:31-Pleite im DHB-Pokal nichts zu holen.

 

Nachdem das Spiel vom Freitagabend auf den Samstagnachmittag um 17 Uhr verschoben wurde, ist die HSG gezwungen, auch dieses Auswärtsspiel in zwei Etappen anzugehen. Bereits am Freitagmittag macht sich der Tabellen-14. auf den knapp 600 Kilometer weiten Weg Richtung Osten. In der Erzgebirgshalle fordert der Konstanzer Übungsleiter Daniel Eblen eine noch stabilere Leistung und weniger Fehler als zuletzt beim Coup gegen Eisenach. „Dazu müssen wir noch kompakter in der Abwehr stehen“, sagt der 43-Jährige. Sollte sich allerdings Torwart Konstantin Poltrum, der mit 19 Paraden und 43 Prozent gehaltenen Würfen die großgewachsenen Eisenacher Schützen in den Wahnsinn trieb, erneut in solch bärenstarker Verfassung zeigen, könnte die HSG im dritten Anlauf vielleicht etwas besser aussehen als bei den letzten beiden Auftritten.

 

Ein Trumpf der Eblen-Equipe ist zudem Paul Kaletsch. Der Rechtshänder sorgte auf Halbrechts mit 44 Toren in fünf Spielen (fast neun pro Spiel), darunter zwölf gegen Eisenach, für mächtig Furore. Kein anderer Schütze ist derzeit in der 2. Bundesliga erfolgreicher. Dazu kommen 15 Assists und eine gute Trefferquote von 62 Prozent – ein starker Wert für einen Rückraum-Shooter. „Was Konsti und Paul gegen Eisenach gemacht haben war überragend“, verteilt auch Daniel Eblen ein Sonderlob an seine beiden Leistungsträger. „Das hat uns sehr geholfen. Wenn wir wieder mutig, aber mit wenigen Fehlern spielen, bietet sich uns vielleicht eine Chance. Sollte das der Fall sein, müssen wir sie für uns entscheiden.“

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