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Sport tritt nach Niederlage in den Hintergrund

Sport tritt nach Niederlage in den Hintergrund

Handball 3. Liga:

HSG Konstanz – TV Germania Großsachsen 26:29 (14:12)

Müde HSG Konstanz muss sich gutem TVG Großsachsen geschlagen geben.

In Spielpause zur rechten Zeit tritt Handball in den Hintergrund.

 

Die HSG Konstanz begann gut gegen Großsachsen und erspielte sich in den ersten 25 Minuten eine 14:9-Führung. Dann riss der Faden und über einen 14:12-Pausenstand geriet die HSG bis zur 45. Minute mit 16:23 in Rückstand. Zwar konnte sich Konstanz in den letzten Minuten noch einmal heran kämpfen, doch letztlich musste sich die HSG einem gut aufspielenden TV Germania Großsachsen seit der Niederlage gegen Bad Neustadt im November das erste Mal wieder zu Hause mit 26:29 (14:12) geschlagen geben. Es war zugleich die erste Niederlage der HSG gegen Großsachsen überhaupt, die dennoch weiter auf Platz vier der 3. Liga und steht und Platz fünf in der Rückrundentabelle belegt.

 

Groß schien die Herausforderung Großsachsen schon vor dem Anpfiff. Gegen das drittbeste Rückrundenteam der 3. Liga Süd fehlte der Konstanzer Spielmacher Yannick Schatz erneut wegen anhaltender Knieprobleme. Es könnte sogar sein, dass er bis Saisonende und seinem Abschied für ein Jahr in die USA überhaupt nicht mehr zum Einsatz wird kommen können. Und dennoch zeigte sich die HSG Konstanz in den Anfangsminuten gut erholt von der hohen Niederlage am letzten Wochenende in Bad Neustadt. Max Folchert zeigte einige gute Paraden und konnte sich auf seine Vorderleute verlassen, die wieder – wie gewohnt – mit viel Bewegung, Aggressivität und Konsequenz ein Abwehrbollwerk aufbauten, das der TVG zu Beginn nur schwer zu durchbrechen vermochte. Und auch in der Offensive wusste Konstanz in den ersten 25 Minuten der Partie durch viel Spielwitz und –freude, hohes Tempo und schöne Spielzüge zu überzeugen. Gerade spielerisch zeigte sich die HSG deutlich verbessert und zog durch herrlich herausgespielte Treffer vom Kreis durch Sebastian Groh (5:3, 9.) und Fabian Schlaich (11:6, 20.) zunächst davon.

 

Allerdings wurde auch schnell deutlich, dass Großsachsen nach seiner Erfolgsserie mit großem Selbstvertrauen, ebenfalls großer Spielfreude und großem Willen, endlich einmal „gut gegen Konstanz auszusehen“ – so TVG-Trainer Stefan Pohl schon vor der Begegnung – angereist war. Die Erfüllung des Wunsches ihres Trainers gelang den Spielern des TVG eindrucksvoll. Vor allem die Achse Gunst-Rybakov war es, die Großsachsen in der starken Anfangshase der HSG Konstanz im Spiel hielt. Immer wieder war es der spielstarke, zweitligaerfahrene Mittelmann Jonas Gunst, der seinen bulligen Kreisläufer geschickt in Szene setzen konnte. Und Rybakov zeigte sich eiskalt, durchsetzungs- und nervenstark.

 

Trotzdem dominierte Konstanz die ersten 25 Minuten mit viel Elan und Wille zur Wiedergutmachung und war immer deutlich, meist mit fünf Toren, in Führung. Bis ein Bruch in das Spiel der Gastgeber kam und die Partie plötzlich kippte. Großsachsen, das geduldig auf seine Chance gewartet und nie aufgesteckt hatte, nutze die sich nun häufenden Ungenauigkeiten im HSG-Spiel zum 14:12-Anschluss bis zur Pause. Eine Überzahlsituation nach Zeitstrafe für Mathias Riedel sowie einige vergebene Chancen der HSG, zu schnelle Abschlüsse, Pech bei Pfosten- und Lattentreffern sowie ein bisschen Glück auf Seiten der Gäste hatten Großsachsen zurück in das Spiel gebracht, so als ein abgefälschter Jörres-Hüftwurf formlich zum 11:14 in das Tor gekullert war, nachdem Max Folchert schon am Boden lag.

 

Schien die Halbzeit für Konstanz gerade recht gekommen zu sein, so ließen sich nun immer stärker aufspielende Großsachsener jedoch auch im zweiten Durchgang nicht mehr aufhalten. Die HSG wirkte müde und unkonzentriert, der TVG hellwach und heiß auf seine Chance. Und es ging weiter mit den vergebenen Chancen bei den Einheimischen: Mathias Riedel hämmerte den Ball beim Stand von 14:13 an den Pfosten, ebenso Simon Österle, nachdem der TVG mit 15:14 in der 34. Minute erstmals überhaupt die Führung übernommen hatte. Als auch noch die vom eingewechselten Patrick Glatt parierten Bälle als Abpraller meist bei den Gästen landeten und diese erfolgreich vollendeten, hatte Konstanz nichts mehr entgegen zu setzen. „Wir waren mental nicht auf der Höhe. Man hat einfach gemerkt, wie viel Kraft uns diese Saison gekostet hat, nicht unbedingt körperlich, aber eben mental“, meinte HSG-Trainer Daniel Eblen, „wir konnten bisher so oft am Schluss noch mächtig drauflegen – das fällt uns derzeit sehr schwer.“

 

Bis zur 45. Minute war sein Team sogar mit 16:23 in Rückstand geraten, ehe es sich noch einmal gefangen und bis zum Schlusspfiff auf 26:29 heran gekämpft hatte. Dabei waren es vor allem die letzten sechs Spielminuten, in denen aus einem 21:28 schließlich durch eine offene Manndeckung nur eine Drei-Tore-Niederlage wurde. Und wäre da nicht die von Daniel Eblen angesprochene mentale Schwäche gewesen, es hätte vielleicht sogar noch einmal eng werden können, wenn ein Aufsetzer beim Tempogenstoß nicht über, sondern in das Tor gegangen wäre, zwei Lattentreffer verwandelt worden wären und sich die Fehlpässe und – würfe bei den sich durchaus immer wieder auftuenden Möglichkeiten nicht derart gehäuft hätten. In den entscheidenden Momenten lief immer wieder kaum etwas zusammen, das Selbstvertrauen und die mentale Stärke waren weg, niemand traute sich die wichtigen Würfe gegen einen richtig heiß gelaufenen Roko Peribonio im TVG-Kasten zu. Zeitweise vernagelte das per Zweitspielrecht für die Rhein Neckar Löwen schon in der Bundesliga und Champions League aufgelaufene Torhüter-Talent sein Tor regelrecht und trieb die HSG-Schützen an den Rand der Verzweiflung. „Die Wachheit und Cleverness fehlen. Den Willen kann man der Mannschaft nicht absprechen, es geht gerade einfach nicht mehr“, meinte Daniel Eblen.

 

Die dreiwöchige Spielpause nach der dritten Niederlage im 14. Heimspiel bis zum nächsten Match am 26.4. um 19.30 Uhr in Balingen – mit Unterstützung eines großen HSG-Fanbusses (Abfahrt ist um 16.45 Uhr am Schwaketenbadparkplatz) – kommt für die HSG Konstanz daher zur rechten Zeit. Vor allem, da direkt nach dem Spiel der Handball sofort in den Hintergrund trat. Der beim Spiel nicht zugegen gewesene HSG-Präsident Otto Eblen wird sich am Montag einer geplanten Bypass-Operation am Herzen unterziehen müssen und sein Sohn Daniel Eblen hofft, demnächst Vater eines gesunden Kindes zu werden. Da spielt der Handball zunächst nur eine untergeordnete Rolle. Es gibt so viel Wichtigeres im Leben. Die größten und wichtigsten Herausforderungen werden schließlich abseits des Spielfeldes gemeistert.

 

HSG Konstanz: Glatt, Folchert (Tor); Kaletsch (1), Mittendorf (2), Oesterle, Groh (5), Riedel (1), Hafner (3/2), Flockerzie, Schlaich (7/1), Faißt (5), Krüger, Lauber (2), Bruderhofer.

Zuschauer: 700

 

 

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