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„Es fehlt der eine kleine Zentimeter oder die eine kleine Sekunde“: Stefan Hanemann hadert mit Konstanzer Pech

Stefan-Hanemann-HSG-Konstanz-Hildesheim

Tolle Partie, trotz Erkältung, in Aue: Stefan Hanemann vernagelte den Kaste in der zweiten Halbzeit und läutete die Konstanzer Aufholjagd ein.

 

Nach neun Toren Rückstand schloss die HSG Konstanz mit einer furiosen Aufholjagd zum 22:23 auf – am Ende hatte aber der EHV Aue das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite und gewann mit 28:23 (17:11). Ein Schlüssel zum Comeback der HSG war die Einwechslung zur Halbzeit von Junioren-Nationaltorwart Stefan Hanemann. Mit teils spektakulären Paraden und 36 Prozent abgewehrten Würfen fügte der mit einer Erkältung leicht angeschlagen in die Partie gegangene Schlussmann sich hervorragend ein, konnte die Niederlage am Ende aber nach der schweren Hypothek aus der ersten Hälfte auch nicht verhindern.

 

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas erklärt der 21-Jährige die Auferstehung seines Teams in der zweiten Halbzeit und spricht über fehlendes Glück und die nächste schwere Herausforderung am Samstag, 20 Uhr, in eigener Halle gegen den Tabellendritten Nordhorn-Lingen.

 

Stjopa, hast Du eine Erklärung für die erste Halbzeit, in der zum dritten Mal in Aue genau das passiert ist, was Ihr eigentlich vermeiden wolltet?

 

Eine Erklärung nicht, aber wir machen vorne einfach die Dinger nicht rein. Das war leider – bis auf das Eisenach-Spiel – in jeder Begegnung so, wo wir immer wieder vorne gepatzt haben. Wir haben sonst sicher einen Rückhalt mit Konsti, in Aue habe ich einen guten Tag erwischt. In der Abwehr schaffen wir es trotz einiger Fehler schon, den Laden dich zu halten, außer vielleicht gegen Saarlouis. In der Abwehr haben wir die Qualitäten, um die Spiele offen zu gestalten. Nur im Angriff hapert es zurzeit bei uns. Ich weiß nicht warum. Viele fragen, was dieses Jahr anders ist im Vergleich zum letzten Jahr. Uns fehlt einfach das Glück, das man braucht und das wir damals hatten. Wir haben leider bislang fast jeden Torwart des Gegners warmgeworfen.

 

Wie zieht man sich dennoch nach einem frühen Neun-Tore-Rückstand nach 22 Minuten wieder hoch, was war die Marschroute für die zweite Halbzeit, die fast aufging?

 

Das Gute war, dass wir beim Stand von 15:6 nicht noch ein Gegentor kassiert haben und nicht mit einem Zehn-, Elf-Tore-Rückstand in die Pause gegangen sind und die Jungs sich stattdessen mit Macht dagegen gewehrt haben. Mit sechs Toren Rückstand haben wir die Abwehr etwas umgestellt und ich bin reingekommen. Das ist super aufgegangen und wir haben an unsere Chance geglaubt und gekämpft bis zum Schluss. Es ist schade, dass wir dafür nicht belohnt wurden.

 

Wie ärgerlich ist gerade das fehlende Fortune in der entscheidenden Phase, als ein Siebenmeter und freie Chancen vom Kreis nicht ins Tor gehen, Aue auf der Gegenseite einen Abpraller direkt in die Hand bekommt und Glück hat, dass ein Ball erst von Deinem Rücken im Tor landet?

 

Wir haben eine super Abwehr gestellt, aber natürlich waren ein paar kleine Fehler dabei. Du kannst über 30 Minuten nicht alles verteidigen und vorne alles treffen. Ich versuche noch, meinen Teil zur Aufholjagd beizutragen, dann sind wir dran am Ausgleich – und es fehlt dieser eine kleine Zentimeter oder die eine kleine Sekunde. Das ist einfach bitter und es kommt noch Pech dazu, wie oft in letzter Zeit.

 

Jetzt kommt am Samstag, 20 Uhr, Ex-Europapokalsieger Nordhorn-Lingen als Tabellendritter in die Schänzle-Sporthalle. Eine zu diesem Zeitpunkt besonders undankbare Aufgabe oder sind die Spiele, in denen man als krasser Außenseiter nichts zu verlieren hat, die einfachsten?

 

Ich glaube es ist ganz gut so. Jede Mannschaft durchlebt solche Phasen wie wir, wo es an Kleinigkeiten scheitert und das Glück nicht auf deiner Seite ist. Auch wenn man das letzte Jahr nicht mit diesem vergleichen darf: Damals ist uns ein 24:23-Sieg gegen Nordhorn gelungen. Wir müssen einfach an uns glauben und jeder muss sich ein Herz fassen. Es ist ein neues Spiel mit hoffentlich neuem Glück. Wir müssen es schaffen, nicht schon zur Halbzeit deutlich zurückzuliegen. Wenn es uns gelingt, das Spiel 50 Minuten spannend zu gestalten, haben wir auch eine Chance, ein Spiel gegen solch eine Klasse-Mannschaft zu gewinnen.

 

Fragen: Andreas Joas

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