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Superball-Siegesserie im Hexenkessel: HSG ringt „mit super Handball“ Emsdetten nieder

HSG-Konstanz-Sieg-Emsdetten

Riesiger Jubel bei der HSG Konstanz: Fünfter Sieg im fünften Superball-Spiel und weg von den Abstiegsrängen. 1.700 Fans waren völlig aus dem Häuschen.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – TV Emsdetten 34:32 (19:16)

 

Die Superball-Serie hält: Auch bei der fünften Auflage des gemeinsamen Großevents mit dem SV Allensbach hat die HSG Konstanz wie schon viermal zuvor das Feld als Sieger verlassen. Angepeitscht von 1.700 frenetischen Zuschauern in atemberaubender Atmosphäre rang die HSG nach ständiger Führung ab der dritten Spielminute den TV Emsdetten „absolut verdient“ nieder, wie Gästetrainer Daniel Kubes eingestand. Mit nun 18 Punkten – zehn davon aus der Rückrunde – schob sich Konstanz zugleich wieder auf einen Nichtabstiegsplatz.

 

Von der ersten Minute an lag die HSG Konstanz in Front, immer wieder mit bis zu fünf Toren. Dann der Schreckmoment: Emsdetten kämpfte sich nach einer Umstellung vom 6:0 hin zu einer offensiven 3:2:1-Abwehr langsam heran. Konstanz beging einige leichte Fehler und begann zu zittern. Erst recht, als beim Stand von 33:30 in Unterzahl der Ball verloren wurde und der niederländische Nationalspieler Jasper Adams sich den Ball eroberte. Freie Bahn für den achtfachen Torschützen, der knapp hinter der Mittellinie auf das leere Tor der HSG abzog. „In dem Moment hatte ich schon die Erinnerungen an Hildesheim im Kopf“, meinte HSG-Torwart Maximilian Wolf. „Und das sind nicht die schönsten Erinnerungen.“ Doch der Ball klatschte an den Pfosten und von dort ins Seitenaus. „Ab da habe ich gedacht, dass wir heute nicht verlieren können, weil etwas auf unserer Seite ist, dass es nicht schief gehen kann.“ Kurz darauf setzte sich Paul Kaletsch gegen die offene Deckung der Gäste durch und traf zum 34:31. Die Schänzlehölle kochte, der Sieg der HSG Konstanz stand endgültig fest.

 

Fabian Maier-Hasselmann führte dafür vor allem die grandiose Hexenkessel-Atmosphäre an und verwies auf Erkenntnisse aus dem Mentaltraining. „Ich kann mich an ein Experiment erinnern, in dem Jörg Löhr 2007 bei der deutschen Nationalmannschaft veranschaulicht hat, wie positive oder negative Stimmung die eigene Leistungsfähigkeit beeinflussen“, meinte der starke Rechtsaußen, der viermal getroffen hatte. In diesem Fall war der enorme Druck, den die 1.700 Zuschauer mit ihrem ohrenbetäubenden Lärm aufbauten, zu groß für den Shooter der Münsterländer.

 

Schon vor dem Spiel schallten HSG-Sprechchöre durch den prall gefüllten Hexenkessel am Bodensee und trieben ihre Lieblinge zum 3:1, dann 8:5. Immer wieder durchbrachen die Gelb-Blauen mit herrlichen, auf den Punkt getimten  Pässen von Paul Kaletsch auf Chris Berchtenbreiter vom Kreis die Deckung des TVE und verzückten ihr begeistertes Publikum mit zahlreichen spielerischen Höhepunkten. Emsdetten reagierte darauf kühl, abgebrüht. Wiederholt schlug es im HSG-Tor nach wuchtigen Würfen aus dem Rückraum in letzter Sekunde vor dem angedrohten Zeitspiel im Konstanzer Kasten ein. Wenn Konstantin Poltrum am Ball war, angelte sich zudem Kreisläufer Andre Kropp den einen oder anderen Abpraller.

 

Dennoch legte Konstanz fünf Tore vor, musste sich dann aber nach Ablauf der ersten 30 Minuten noch über einen direkt verwandelten Freiwurf durch die Mauer der HSG von Yannick Dräger zum 19:16 ärgern. Nur drei Tore Vorsprung also, doch Daniel Eblen zauberte zur zweiten Halbzeit wieder einige Asse aus dem Ärmel. Torhüter Maximilian Wolf fügte sich nach seiner Einwechslung sofort mit einer Parade ein, kam am Ende auf knapp 35 Prozent abgewehrte Würfe und entschied das Torwart-Duell damit klar für sich. Dazu wurde der gegen die 6:0-Formation des TV Emsdetten zuvor gut agierende Felix Krüger durch den beweglichen und schnellen Maximilian Schwarz ersetzt und Mathias Riedel sorgte auf Halblinks für frische Akzente, auch wenn ihm nicht alles gelang. Dazu versenkte der ebenfalls neu gekommene Fabian Maier-Hasselmann seine ersten beiden Versuche und stellte wieder auf 21:17, auf das Paul Kaletsch einen weiteren Treffer folgen ließ (22:17/35.).

 

In der Schlussviertelstunde begann nach einigen leichtfertigen Ballverlusten der Gastgeber allerdings doch noch das große Zittern. Yannick Terhaer brachte seine Farben bis auf 24:25 heran (47.). Die beeindruckende Reaktion der HSG Konstanz ließ nicht lange auf sich warten. Maximilian Wolf mit einigen Paraden und ein Doppelschlag von Kapitän Fabian Schlaich stellten den alten Abstand wieder her: 30:25 (52.). Einmal mussten sie noch zittern, die an diesem Tag bärenstarken Gastgeber, dann traf Emsdetten bei leerem Tor nur das Gebälk und wenig später glich die Schänzlehölle einem Tollhaus, das den sechsten Heimsieg der HSG stürmisch bejubelte.

 

„Glückwunsch an die HSG“, meinte Daniel Kubes, seines Zeichens tschechischer Nationaltrainer und TVE-Coach. „Das war ein absolut verdienter Sieg. Wir waren heute schlechter, deshalb bleiben die Punkte zu Recht bei der HSG. Kompliment, wie sich die HSG in dieser Saison entwickelt hat, ich wünsche ihr alles Gute.“ Nach den Glückwünschen des Champions-League-Siegers richtete auch Andre Melchert, Sportlicher Leiter und Co-Trainer der HSG, ein Kompliment an seine Mannschaft: „Die Jungs haben sich voll reingehängt und vor allem in der ersten Halbzeit im Angriff einen super Handball gespielt.“ Damit lobte er vor allem das spektakuläre und hocheffektive Zusammenspiel von Paul Kaletsch und Chris Berchtenbreiter. Melchert: „Aber auch die Abwehr war sehr diszipliniert. Wir haben super gespielt.“

 

Der Abend hatte somit einen emotionalen Höhepunkt gefunden, der zuvor schon mit dem 33:28-Sieg der U23 gegen den Tabellenzweiten Schutterwald sowie dem Platztausch der beiden Teams und einem 33:24 des SV Allensbach gegen Regensburg überaus erfolgreich begonnen hatte. Der Superball bleibt ein unvergessliches Ereignis im Eventkalender am Bodensee und Hegau. Und Garant für eine undurchbrechbare Siegesserie der HSG Konstanz bei einem der absoluten Saisonhighlights. Konstanz rangiert nun in der 2. Bundesliga wieder dort, wo man am Ende gerne stehen würde: auf einem Nichtabstiegsplatz.

 

HSG Konstanz – TV Emsdetten 34:32 (19:16)

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf (8 Paraden), Konstantin Poltrum (7 Paraden/davon 1 Siebenmeter) (Tor); Fabian Schlaich (4), Mathias Riedel (2), Tom Wolf (4/3), Michael Oehler, Paul Kaletsch (8/5), Felix Krüger (3), Fabian Maier-Hasselmann (4), Tim Jud (1), Samuel Wendel, Chris Berchtenbreiter (7), Maximilian Schwarz, Felix Klingler (1), Samuel Löffler.

Trainer: Daniel Eblen

 

TV Emsdetten: Ferjan (4 Paraden), Madert (3 Paraden) (Tor); Krings (5/1), Franke (3), Terhaer (2), Hübner, Kolk (2), Dräger (4), Holzner (1), Wesseling (1), Adams (8), Kropp (6).

Trainer: Daniel Kubes

 

Zuschauer: 1699 in der Schänze-Sporthalle Konstanz.

 

Schiedsrichter: Köppl/Regner.

 

Zeitstrafen: Konstanz 10 Min., Emsdetten 10 Min.

 

Siebenmeter: 8/10 (Kaletsch scheitert an Latte, 12.; Kaletsch scheitert an Pfosten, 44.) – 1/2 (Holzner scheitert an Poltrum, 14.)


 

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