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Thriller im Konstanzer Hexenkessel: Bietigheim behält Ruhe und jubelt

Thriller im Konstanzer Hexenkessel: Bietigheim behält Ruhe und jubelt

Große Emotionen, großer Kampf und Spannung bis zum Schluss im Hexenkessel Schänzle-Hölle: Patrick Glatt hatte nach seiner Einwechslung einige starke Paraden.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – SG BBM Bietigheim 27:29 (15:16)

 

Mehr als 1150 Fans strömten am Sonntagabend erneut in die Schänzle-Hölle. Ein erholsamer Ausklang des Wochenendes war es aber nicht, was sie geboten bekamen. Bietigheim und die HSG Konstanz lieferten sich einen packenden Schlagabtausch, den SG-Coach Hartmut Mayerhoffer nach einer turbulenten Schlussphase als „physisches, gutes Spiel“ einordnete. Seine Mannschaft hatte in den letzten Minuten Ruhe bewahrt, Cleverness demonstriert und am Ende denkbar knapp mit 29:27 (16:15) die Oberhand behalten.

 

Es war das gute Bauchgefühl von HSG-Cheftrainer Daniel Eblen, der Patrick Glatt in den letzten Minuten für Konstantin Poltrum zwischen die Pfosten beorderte. Poltrum hatte keine schlechte Partie hinter sich, doch Glatt rettete zum Einstand gleich einmal mit einer Doppelparade. Zusätzlich überraschte er die Gäste aus Schwaben und die lautstarken Konstanzer Zuschauer mit der Berufung des jungen Felix Krüger in den Kader. Der Linkshänder warf dem isländischen Nationalkeeper Aron Rafn Edvardsson viermal den Ball um die Ohren und brachte seine Mannschaft nach dem 22:25 (52.) wieder auf 24:25 heran – der Auftakt in den Hitchcock-Thriller der letzten Minuten.

 

Konstanz hatte sich diese Spannung hart erarbeitet. Nach ausgeglichenem Beginn, in der Bietigheim um den elfmal erfolgreichen Zweitliga-Torschützenkönig Christian Schäfer schon seine große individuelle Klasse andeutete, setzten sich die Schwaben mit 12:8 ab (20.). Gästetrainer Mayerhoffer wunderte sich angesichts des kräftezehrenden Doppelspieltages nicht über den Verlauf der bis dahin zerfahrenen Partie: „Man merkte den Kräfteverschleiß schon. Viele Ballverluste und technische Fehler beider Teams zeugten davon.“ Auf seine treffsicheren Außen konnte er sich hingegen verlassen. Konstanz auf der anderen Seite beeindruckte wieder durch eine ganz besondere mannschaftliche Geschlossenheit und riesengroße Moral. Erst kämpfte sich das junge Team vom Bodensee zurück zum 15:16, dann hatte Paul Kaletsch gar die große Chance nach Ablauf der Zeit den 16:16-Ausgleich zur Pause zu besorgen. Edvardsson blieb – zunächst – der Sieger.

 

Direkt nach Wiederanpfiff parierte Patrick Glatt einen Siebenmeter von Christian Schäfer, dann fischte er auch noch den Nachwurf weg – der Auftakt in eine nun mitreißende, hochspannende Partie. Denn nun kreuzte erneut Kaletsch vor Edvadsson auf – der Sieger trug jetzt aber gelb und blau. Der Ausgleich, 16:16. Bietigheim konterte durch ihren starken Aktivposten im Rückraum, Robin Haller, und verschaffte sich erst einmal etwas Luft 23:19 (47.). Trotzdem, die Halle tobte, erzürnte sich an einigen unglücklichen Entscheidungen der beiden Unparteiischen und trieb ihre Mannschaft weiter nach vorne. Geweckt musste das Konstanzer Kämpferherz nicht werden, trotzdem kam die HSG nun eindrucksvoll zurück. Nie ausrechenbar, mit Kampf bis zum wortwörtlichen Umfallen nach Schlusspfiff, konnte Gregor Thomann als wieder extrem sicherer Siebenmeterschütze den neuerlichen Ausgleich zum 26:26 besorgen. Die „Schänzle-Hölle“ stand Kopf. Nach dem TuS N-Lübbecke wackelte der nächste Aufstiegsfavorit im Hexenkessel am Seerhein.

 

Er fiel aber nicht. Gregor Thomann konnte zwar nach der Disqualifikation von Tim Dahlhaus nach der dritten Zeitstrafe ausgleichen (27:27, 58.), danach legte Bietigheim vor und Thomann, unter deutlichem Körperkontakt, konnte in der letzten Spielminute den Nationaltorhüter aus Nordeuropa nicht noch einmal überwinden. „Das war ein tolles Spiel vor einer tollen Kulisse“, freute sich Daniel Eblen über die gute, wenn auch nicht belohnte Leistung seiner Spieler. „Am Ende war es heute einfach die größere Cleverness auf Seiten von Bietigheim, die den Ausschlag gegeben hat.“ Das Konstanzer Publikum hatte den aufopferungsvollen Kampf ihres Teams ebenso honoriert. „Wir hatten ja sogar unsere Chance, haben dann aber einen Fehler zu viel gemacht. Trotzdem: wir haben alle alles in die Waagschale geworfen“, so Patrick Glatt etwas enttäuscht, aber auch stolz, „und waren am Ende fast dran. Wir haben erneut bewiesen, dass wir mit unserem Teamgeist sehr gefährlich für jeden sein können.“

 

Bietigheims Übungsleiter Mayerhoffer hingegen konnte nach dem Traumstart mit 6:0 Punkten und der Tabellenführung strahlen: „Wir haben uns diese Punkte hart erarbeitet und sind jetzt natürlich überglücklich.“ An seinen Trainerkollegen richtete er aufmunternde und, so der Bietigheimer, ehrliche Worte: „Kompliment und Respekt an Konstanz. Mit dieser Leidenschaft und diesem Publikum muss man sich aus meiner Sicht keine Gedanken machen.“

 

HSG Konstanz – SG BBM Bietigheim 27:29 (15:16)

 

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Patrick Glatt (Tor); Fabian Schlaich (3), Gregor Thomann (6/4), Mathias Riedel (3), Simon Flockerzie, Matthias Stocker (1), Michael Oehler (1), Paul Kaletsch (3/2), Felix Krüger (4), Fabian Maier-Hasselmann, Felix Gäßler, Tim Jud (2), Chris Berchtenbreiter (4).

 

SG BBM Bietigheim: Aron Rafn Edvardsson (Tor); Robin Haller (6), Patrick Rentschler (2), Tim Dahlhaus (2), Christian Schäfer (11/3), Valentin Schmidt (1), Babarskas Gerdas (1), Paco Barthe, Jonathan Scholz (3), Jan Döll, Julius Emrich, Max Emanuel, Andre Lohrbach (3/1).

 

Zuschauer: 1150.

 

Spielzusammenfassung:

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