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Tim Jud nach Krimi an der Nordsee: „Haben zurzeit das Winner-Gen in uns“

Tim Jud nach Krimi an der Nordsee: „Haben zurzeit das Winner-Gen in uns“

Tim Jud, Schweizer Mittelmann der HSG Konstanz, spricht nach dem nervenaufreibenden 27:26 (18:11)-Auswärtssieg der HSG Konstanz beim Wilhelmshavener HV mit Pressesprecher Andreas Joas über die emotionale Schlussphase, die Trotzreaktion seiner Mannschaft nach der Heimniederlage gegen Saarlouis und die Herausforderung als junger Spielgestalter in derart turbulenten Spielen.

 

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach 42 Minuten bereits mit neun Toren in Führung, zwei Minuten vor dem Ende aber steht es Unentschieden. Was geht da in einem vor und was passiert in einem Spieler, wenn es dann doch noch mit dem Sieg klappt?

 

Ich bin nur noch glücklich, solche Momente sind einfach nur schön, das muss man genießen und wird lange in Erinnerung bleiben. Da fällt die ganze Spannung ab. Es ist am Ende zwar schon noch einmal ungemein eng geworden. Trotzdem habe ich nie daran gezweifelt, dass wir uns hier die zwei Punkte holen. Nach der tollen ersten Halbzeit durften wir uns auch schlicht nicht mehr um den Sieg bringen lassen. Wir haben ein weiteres Mal, wie schon in der letzten Saison, gezeigt: Wir haben die Nervenstärke, auch solch knappen Spiele gewinnen zu können.

 

Überrascht es Dich nicht ein wenig, dass es im Vergleich des ältesten Teams der Liga mit einem der jüngsten in einer solchen Phase die Jungen sind, die die Nerven behalten und sich am Ende doch noch belohnen können?

 

Ja, eigentlich ist so etwas nicht möglich und normalerweise sollte es genau umgekehrt sein. Vielleicht ist es aber auch die Unbekümmertheit, die wir am Ende haben, während Wilhelmshaven den Druck hatte, das Spiel gewinnen zu müssen. Dennoch, die Halle kam noch einmal richtig – vieles hat hier tatsächlich für den WHV gesprochen. Dass wir kühlen Kopf bewahren, zeichnet uns umso mehr aus, das haben wir uns aus der letzten Saison beibehalten. Selbst gestandene Zweitligamannschaften können hier noch mit ein, zwei Toren verlieren, wenn Wilhelmshaven ins Rollen kommt – aber wir haben es zurzeit in uns, dieses Winner-Gen. Das war vielleicht der entscheidende Faktor am Schluss.

 

Fast neun Minuten ohne eigenes Tor. Was läuft da in einem Mittelmann ab, wenn über eine solch lange Zeitspanne keine Idee mehr funktionieren will?

 

Der Kopf arbeitet natürlich und man versucht, sich Spielzüge bereitzulegen, die wieder gut gelingen können. Man fragt sich, was in der ersten Halbzeit gut geklappt hat und was man vielleicht noch einmal machen könnte. Die Umstellung auf die 5:1- und 3:2:1-Abwehr war schwierig für uns. Wir mussten uns neu einstellen und orientieren. Man muss hier Ruhe ausstrahlen, kühlen Kopf bewahren und zusammen mit dem Trainer die richtigen Spielzüge finden. Der Spielzug ist das eine, letztlich ist es aber jeder Einzelne, der die richtige Entscheidung in seiner Situation treffen muss.

 

Nachdem vor einer Woche gegen Saarlouis kaum etwas zusammenlaufen wollte heute diese Trotzreaktion. Wie und warum hat die HSG Konstanz in den ersten 40 Minuten heute wieder ein komplett anderes Gesicht zeigen können?

 

Das ist so schwer zu beantworten, wenn es wieder so gut läuft. Wir sind uns der Lage bewusst gewesen und dass wir eine Reaktion zeigen müssen. Das ist uns super geglückt. In meinen Augen war die erste Halbzeit mit das Beste, was wir bislang überhaupt gespielt haben. Entscheidend war, dass wir in der Abwehr sehr gut gestanden sind und dadurch einfache Tore über die erste und zweite Welle erzielen konnten. Dazu pariert Konstantin vier, fünf freie Bälle und gibt uns damit weiter Auftrieb. So hat eins zum anderen geführt und man kann hier wirklich von einem Flow sprechen, wo dann einfach alles passt. Das war schon echt gut. Wir wissen, dass wir ohne unsere Fans im Rücken selbst ein wenig Stimmung machen und uns selbst pushen müssen. Nach unserem guten Start in das Spiel hat sich dies heute alles ein wenig verselbstständigt, dass wir alle zusammenstehen und füreinander kämpfen. Das müssen wir uns beibehalten, damit es so weitergeht.

 

Fragen: Andreas Joas

 

Die Trainerstimme:

HSG-Cheftrainer Daniel Eblen zum Krimi mit Happy End an der Nordsee:

 

„Ich bin jetzt überglücklich, dass das heute funktioniert hat aber auch extrem geschafft. Ich bin stolz auf die Jungs, dass die hier einen Coup gelandet haben. Wir haben uns nach den taktischen Umstellungen des Gegners schwer getan, dazu war das heute mental gar nicht so einfach. Erst die hohe Führung, dann das Gefühl bloß nichts zu verspielen. Als wir ins Wanken gekommen sind, haben vielleicht auch ein bisschen die klare Linie und der Mut gefehlt beziehungsweise er war ungleich in der Mannschaft verteilt. Die Entscheidungen waren nicht mehr gut, aber so ein Gegner wird immer noch ein Mittel finden, uns vor neue Aufgaben zu stellen. Das haben sie auch gemacht. Diese Probe haben wir schlussendlich jedoch bestanden. Die erste Halbzeit mit einer super Abwehr- und Torhüterleistung, schnellem Spiel nach vorne und gutem Zusammenarbeiten war schon fast das perfekte Spiel. Wir mussten am Ende hart für jedes Tor arbeiten, während Wilhelmshaven durch unsere Fehler schnell zu vielen einfachen Toren gekommen ist. Ich freue mich über diese Reaktion der Mannschaft, eine tolle Sache.“

 

Videointerview Chris Berchtenbreiter:

 

Videohighlights:

 

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