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„Adrenalin war sofort wieder oben“: Tom Wolf sorgt trotz genähter Hand in letzter Sekunde für Ausgleich

Tom-Wolf-HSG-Konstanz-Huettenberg-2 Mannschaftsarzt Dr. Tobias Payer hat Tom Wolf erfolgreich mit sechs Stichen genäht.

Die HSG Konstanz konnte sich nach einem verrückten Spiel und einem Sechs-Tore-Rückstand durch einen Treffer von Kapitän Tom Wolf in allerletzter Sekunde doch noch über einen wichtigen Punkt (22:22) gegen den TV Hüttenberg freuen. Wolf schrieb dabei eine besondere Geschichte. Mitten während des Spiels musste er seine Hand nähen lassen, kam zurück, musste aufgrund einer starken Nachblutung wieder vom Feld – und besorgte in frischem Trikot trotz alledem den Schlusspunkt. HSG-Pressesprecher Andreas Joas unterhielt sich mit dem Torjäger.

 

Tom, wie geht es Dir? Die linke Hand ist dick bandgiert, nachdem Du einen großen Blutfleck in der Halle hinterlassen hast.

Mir geht es gut. Ich war am Samstag zur Nachkontrolle beim Doc. Es sah alles schlimmer aus, als es war. Jetzt muss ich ein paar Tage kürzertreten. Noch brennt alles ein wenig, aber es sieht gut aus, obwohl es noch nachgeblutet hat. Die Nähte haben jedenfalls gehalten.

 

Was ist denn in der achten Spielminute genau passiert, als Deine Hand plötzlich anfing heftig zu bluten?

Beim Block kam es zum Kontakt mit Ball und Gegenspieler, danach habe ich gespürt, dass meine Hand brennt. Die Haut zwischen Ring- und Mittelfinger war aufgeplatzt. Mannschaftsarzt Dr. Tobias Payer hat sie in der Kabine mit sechs Stichen und drei Knoten genäht. Der Plan war, uns bis in die Halbzeit zu retten und dann zu sehen, was bei mir möglich ist.

 

Doch als Du zurück in die Halle kamst, stand es statt 4:3 plötzlich 6:12…

…Da ging das Adrenalin bei mir sofort wieder hoch. Mir war klar, dass ich wieder rein muss. In der Abwehr ging das schwer, aber im Angriff hat es noch funktioniert.

 

Schließlich musstest Du noch ein zweites Mal hinaus, um den Verband erneut wechseln zu lassen. Zur letzten Aktion warst Du zurück. Wie hast Du sie erlebt?

Ich habe mir extra ein neues Trikot angezogen, um bereit zu sein. Peter hat nach der Auszeit angezogen, ich bekam die Chance zum Wurf und habe es versucht. Das hat zum Glück geklappt. Über den Ausgleich in letzter Sekunde haben wir uns sehr gefreut, auch wenn der Punkt zu wenig ist. Nach dem 6:12-Rückstand und diesem Spielverlauf können wir aber mit dem 22:22 leben und nehmen einen sehr wichtigen Punkt mit. Ohne den Bruch, wo auch immer er herkam, wäre es ein ganz anderes Spiel geworden.

 

Was macht Euch gerade zu schaffen, dass Ihr die gute Form aus der Vorbereitung und den ersten Spielen aktuell nicht auf die Platte bringen könnt?

Das Spiel gegen Ferndorf war schon eine gute Reaktion, doch die ersten sechs bis acht Minuten in Lübeck waren unterirdisch. Danach haben wir es geschafft, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Wir trainieren gut, deshalb bin ich davon überzeugt, dass dies wiederkommt. Wir müssen daran arbeiten, die schlechten Phasen wegzubekommen. Dafür müssen wir die Qualität im Training und Spiel konstant hochhalten. In Sachen Emotionalität haben wir gegen Hüttenberg den Hebel umgelegt, sodass der Gegner gemerkt hat, oh, das wird hier noch schwierig und ins Nachdenken kommt.

 

Bis Ende des Jahres warten nun noch vier weitere wichtige Spiele, da der Profisport offensichtlich von den weiteren Lockdown-Maßnahmen nicht weiter als ohnehin schon betroffen ist.

Das werden enge Spiele. Fürstenfeldbruck praktiziert eine ganz offensive Abwehrvariante, die man so nicht oft bespielt. Das macht es schwer. Der Schlüssel wird hier wieder die Emotionalität sein. Wir werden das zusammen schaffen. Die Moral nach dem Sechs-Tore-Rückstand müssen wir mitnehmen und Fürstenfeldbruck einen echten Kampf bieten. Dann haben wir gute Qualitäten, um zu gewinnen.

 

Welche Auswirkungen hat das Fehlen der Fans in der Schänzle-Hölle?

Die Emotionalität kommt ganz oft von der Tribüne. Man kommt so richtig in den Kampf hinein, wenn 16 plus 1600 hinter dir stehen. Das trifft uns hart, dennoch müssen wir glücklich sein, dass wir unseren Sport ausüben dürfen. Die Vorfreude auf etwas Normalität ist schon groß, bis dahin müssen wir unsere Leistung bringen und unsere Hausaufgaben machen. Für unsere Fans lohnt es sich, alles reinzulegen.

 

Die Fans haben beim Crowdfunding vier Tage vor Ablauf der Aktion bereits über 55.000 Euro für die HSG gegeben. Weit mehr als die ursprünglich geplanten 40.000. Wie nimmst Du das wahr?

Das ist Wahnsinn. Ich wurde darauf schon auf der Straße angesprochen, als eine Frau mit HSG-Schal sich gefreut hat, dass das Ziel schon nach der Hälfte der Zeit erreicht wurde. Das ist ein Mega-Zeichen der Fans, auch an die politischen Entscheidungsträger der Stadt Konstanz. Es zeigt, wie vielen Menschen die HSG wichtig ist und wie viele uns unterstützen. Dass wir deutlich über dem Ziel sind, ist sehr beeindruckend. Von uns als Mannschaft dafür einen riesengroßen Dank.

 

Fragen: Andreas Joas

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