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„Wahnsinn, was wir in der Deckung veranstaltet haben“: Tom Wolf nach Pech heiß auf Derby gegen Bietigheim

HSG-Konstanz-Tom-Wolf-Kampf-Huettenberg Kampf bis zur letzten Sekunde in Hüttenberg: Tom Wolf.

Nach dem unglücklichen Auftakt in die 2. Handball-Bundesliga beim 23:24 in Hüttenberg ist die HSG Konstanz heiß auf das einzige Baden-Württemberg-Derby am Freitag, 20 Uhr, in der „Schänzle-Hölle“ gegen Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim mit Weltmeister Mimi Kraus.

 

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas spricht Kapitän Tom Wolf über beeindruckenden Kampf in Hüttenberg, die frühe Rote Karte (17.) gegen Fabian Wiederstein und blickt voller Vorfreude auf den heimspiel-Kracher am Freitag.

 

Tom, ein wirklich sehr bitterer Abend. Die HSG war nach furioser Aufholjagd ganz nahe am unerwarteten Punktgewinn.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war der Punkt bei sieben Toren Rückstand schon in weiter Ferne. Was wir dann hinten in der Deckung veranstaltet haben, war Wahnsinn. Da hat jeder für jeden gearbeitet und tierisch geackert und gekämpft. Schritt für Schritt sind wir ran gekommen. Am Ende passieren uns zwei Fehler, die uns den Punkt oder vielleicht sogar zwei kosten. Hier war viel drin.

 

War die frühe Rote Karte für Fabian Wiederstein, ein zentraler Spieler für die HSG, der Knackpunkt oder hat das – vielleicht extra für ihn – zusätzliche Kräfte freigesetzt?

Wir haben ein bisschen gebraucht. Gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit hat sich sein Fehlen in Abwehr und im Angriff bemerkbar gemacht. Dann haben wir uns gesagt: Mit zwölf, 13 Toren hier zu verlieren macht auch keinen Spaß, also geben wir jetzt alles, was wir haben. Hinten wie vorne. Das hat vor allem in den letzten 20 Minuten gut geklappt. Wir haben das Tempo forciert und es gut hinbekommen. Vielleicht war das Polster von Hüttenberg ein bisschen zu groß. Wir müssen jetzt das Gute mitnehmen, davon war viel dabei.

 

Jetzt kommt am Freitag Bietigheim in die „Schänzle-Hölle“. Derby, Erstliga-Absteiger, Weltmeister. Alles dabei.

Wir wissen, dass wir nicht der Favorit sind. Bietigheim ist denkbar unglücklich abgestiegen und hat für Zweitliga-Verhältnisse einen Monsterkader und sehr, sehr gute Spieler. Aber wir spielen zu Hause, das ist unsere Halle. Wir haben uns etwas vorgenommen, wollen immer das Maximale herausholen und die zwei Punkte daheim behalten. Dazu benötigen wir solch eine Einstellung wie über Phasen in Hüttenberg, gerade in der Deckung. Es ist gut, dass direkt der nächste Brocken kommt. Wir werden unsere Fehler aufarbeiten, darüber sprechen und dann kommt Bietigheim. Wir wollen uns nicht allzu lange mit Hüttenberg aufhalten, sondern nur das Positive mitnehmen. 24 Gegentore, nur zehn in der zweiten Hälfte, das ist das, was wir brauchen. Bärenstarke Deckung, Michi hat gut gehalten und dazu vielleicht etwas mehr Durchschlagskraft, dann wollen wir Bietigheim ärgern.

 

Fragen: Andreas Joas

 

 

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