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Tom Wolf vor möglichem Meisterschafts-Matchball: „Gutes Spiel machen, fokussiert sein, viel Ehrgeiz zeigen – und gewinnen“

Tom-Wolf-Jubel-HSG-Konstanz-Kornwestheim-klein Kapitän Tom Wolf freut sich zusammen mit Tim Jud auf das Topspiel am Samstag.

Bei Drittliga-Spitzenreiter HSG Konstanz ist die Vorfreude auf das nächste Topspiel am Samstag, 20 Uhr, in der heimischen „Schänzle-Hölle“ riesig. Nach der Niederlage in Dansenberg brennen Kapitän Tom Wolf und Co. auf Wiedergutmachung und wollen den möglicherweise entscheidenden Schritt zum ersten Etappenziel gehen. Bei Schützenhilfe aus Saarlouis – mit einem Erfolg am Freitagabend gegen Dansenberg – kann die HSG mit einem Sieg am Samstag im Duell des Ersten gegen Dritten, die Rhein-Neckar Löwen II, vorzeitig Süddeutscher Meister werden.

 

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas blickt der 24-Jährige Mittelmann auf die Niederlage in Dansenberg zurück, freut sich auf das nächste Topspiel und erklärt seine Entwicklung als Kapitän und ob Inhalte aus seinem Psychologie-Studium dabei helfen. Tom Wolf kam 2017 aus Krefeld an den Bodensee und studiert an der mit der HSG kooperierenden Exzellenzuniversität Psychologie. Seit dieser Saison ist der 1,97 Meter große gebürtige Mönchengladbacher zusammen mit Tim Jud Spielführer der HSG Konstanz.

 

Tom, ist das Spiel in Dansenberg ver- und aufgearbeitet?

Wir haben das Spiel natürlich analysiert und darüber gesprochen. Wir wissen, was wir falsch gemacht haben. Das bringt uns aber nicht von unserem Weg ab. Wir hatten die Chance, unserem Ziel einen Schritt näher zu kommen und wollten unbedingt gewinnen. Das haben wir verpasst und nicht geschafft. Nicht mehr. Allerdings haben wir uns in den ersten zehn Minuten schon ein wenig den Schneid abkaufen lassen. Dansenberg hat brutal hart verteidigt, das darf uns aber nicht so beeindrucken. Die Abwehr- und Torwartleistung war mit 24 Gegentoren okay. Vorne hatten wir zu viel Respekt vor dem Gegner. TuS-Keeper Kevin Klier macht wahrscheinlich sein bestes Spiel der Saison – das war Wahnsinn. Wir haben verdient verloren, das muss man neidlos anerkennen.

 

War es gegen einen sehr aggressiven Gegner schwer, die richtige Balance aus Ruhe und der eigenen Emotion zu finden?

Jeder wollte helfen. Es hat jedoch einen Moment gedauert, uns zu fokussieren. Wir haderten nicht, sondern wollten die Fehler abstellen und die richtigen Lösungen finden. Das ist uns leider zu spät gelungen. Das war ein Rückschlag. Aber auch keiner, der uns aus der Bahn wirft. Wir sind aus solchen Situationen und Erfahrungen wie zu Saisonbeginn oder nach dem Spiel in Pforzheim immer gut herausgekommen. Es wurde immer etwas mitgenommen, für das Kollektiv aber auch jeder für sich. Dass wir gefestigt sind, zeigen die Reaktionen danach. Eine gewisse Wut im Bauch werden wir allerdings mit in das nächste Heimspiel am Samstag nehmen.

 

Und dabei, wie Trainer Daniel Eblen sagte, aus solchen Niederlagen lernen und mit sehr jungem Team „erwachsen werden“?

Genau. Wir wollen aus der Niederlage Positives für das nächste schwere Spiel mitnehmen. Wir spüren, dass wir stets der Gejagte sind und der Gegner, top motiviert, gegen uns immer sein bestes Spiel macht. Dagegen müssen wir uns gegen viele gute Mannschaften wehren. Wir wollen alle Spiele gewinnen. Es sind doch die schönsten Duelle, wenn alle ans Limit gehen. Wenn einem alles abverlangt wird, macht es am meisten Spaß – vor allem, wenn man am Ende als Sieger vom Feld geht.

 

Jetzt kommt der Tabellendritte, die Toptalente der Rhein-Neckar Löwen, zum nächsten Spitzenspiel in die „Schänzle-Hölle“. Ein komplett anderes Spiel?

Wir haben richtig Bock darauf. Ein bisschen ist der Gedanke der Wiedergutmachung schon dabei. Wir wollen zeigen, dass wir gut und positiv aus der Dansenberg-Partie herauskommen und ein gutes Spiel machen. Ein Topspiel in eigener, voller Halle – ein toller Rahmen. Dem wollen wir eine würdige Leistung beisteuern.

 

Jedes Jahr aus Neue mischen die Löwen mit einem ganz jungen, neuen Team vorne mit. Was kommt mit der Reserve des deutschen Pokalsiegers auf Euch zu?

Man weiß bei den Talenttrams nie, wer spielt. Damit erwartet uns eine kleine Wundertüte, mit teilweise sehr offensiver Deckung und technisch sehr guten Spielern, die gut ausgebildet und offensivstark sind. Wir wollen dem Spiel wieder unseren Stempel aufdrücken und nicht wie in Dansenberg einfach das des Gegners mitmachen. Mit einer guten Abwehr und viel Tempo wollen wir das Spiel in die Hand nehmen, unser Spiel durchziehen.

 

Dabei lockt mit Schützenhilfe aus Saarlouis bei einem Sieg die vorzeitige Meisterschaft…

Wir hatten schon eine riesige Möglichkeit in Dansenberg. Wir sehen vor allem auf uns. Das heißt nicht, dass man am Freitag nicht mal auf das Ergebnis sieht, wichtiger ist aber, am Samstag ein gutes Spiel zu machen, fokussiert zu sein, viel Ehrgeiz zu zeigen und zu gewinnen. Was dann damit daraus wird, werden wir sehen.

 

Du bist seit einem Dreivierteljahr zusammen mit Tim Jud Kapitän. Bist Du an der neuen Aufgabe gewachsen und zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Wir können zufrieden sein. Gerade wie wir nach Rückschlägen umgehen oder Spiele am Ende für uns entscheiden, zeichnet uns aus. Dass wir nach dem missglückten Saisonstart und nach Pforzheim nicht zerbrechen, zusammenstehen, sagt viel über den Charakter und die gute Stimmung in der Mannschaft. Tim und ich machen uns viele Gedanken, pflegen eine intensiven Austausch mit den Trainern und dem Verein. Zusammen wollen wir den Weg der eingeschlagenen Professionalisierung weitergehen. Wir wollen den nächsten Schritt machen und alle zusammen weiterkommen.

 

Helfen Dir bei der verantwortungsvollen Aufgabe bereits Inhalte aus Deinem Psychologie-Studium?

Ich sehe viel über den Tellerrand hinaus und danach, was andere bedrückt. Wir führen viele Gespräche. Dabei wächst man in diese Rolle hinein. Ich möchte meinen kleinen  Teil als Kapitän beitragen. Wenn dies Früchte trägt, ist das super. Bewusst lasse ich Inhalte des Studiums nicht einfließen. Unterbewusst, gerade in Phasen, in denen man viel lernt, kann das Wissen aber vielleicht eine Rolle spielen.

 

Fragen: Andreas Joas

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