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Drei für Position zwei: HSG Konstanz setzt auf Torhüter-Talente

Drei für Position zwei: HSG Konstanz setzt auf Torhüter-Talente

Jugend statt Erfahrung: Nach dem Wechsel von Torhüter Patrick Glatt zum benachbarten Nationalliga B-Klub HSC Kreuzlingen bekommt bei der HSG Konstanz bewusst der eigene Nachwuchs eine Chance. Neun Jahre hütete Patrick Glatt mit fantastischen Leistungen das HSG-Tor, war zuletzt Mannschaftskapitän und mit 29 Jahren auch der älteste Spieler im Kader der HSG Konstanz. Zur Drittligasaison 2014/15 gibt es nun eine Zäsur und einen Generationswechsel auf dieser wichtigen Position.

 

Aus dem Torwartduo der letzten Saison, das mit 771 Gegentoren den drittbesten Wert der Liga erreichte, wird nun ein Torhüter-Quartett. Der vor einem Jahr vom Zweitligisten VfL Bad Schwartau gekommene 20-jährige Maximilian Folchert  wird nach sehr starken Leistungen in der vergangenen Saison und gerade in der Rückrunde immer weiter ansteigender Formkurve als Torwart Nummer eins in die neue Saison gehen. Für die Position zwei bekommt das hochtalentierte eigene Nachwuchs-Trio Maximilian Wolf, Matti Hengst und Leon Sieck das Vertrauen der Verantwortlichen. „Mit diesen drei Talenten aus der eigenen Jugend haben wir eine gute Lösung gefunden“, ist Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz, überzeugt und zufrieden.

 

Maximilian Wolf konnte trotz seines jungen Alters von mittlerweile 19 Jahren schon in der Saison 2012/13 einige Erfahrungen in der 3. Liga sammeln. Matti Hengst ist wie Leon Sieck 18 Jahre alt und spielt in der kommenden Saison auch noch in der A-Jugend-Bundesliga. „Wir wollen ganz bewusst unseren eigenen Nachwuchs aufbauen und an die 3. Liga heranführen, wenn wir so talentierte Leute haben, die das Potenzial und die Fähigkeiten für die 3. Liga mitbringen“, führt Andre Melchert aus. Die drei jungen Nachwuchstorhüter werden sich die Position hinter Max Folchert teilen und, „je nachdem, wer sich im Training anbietet“, so Melchert, für die Drittligamannschaft auflaufen.

 

Mit dem 1,87 Meter großen Maximilian Wolf konnte der zum Saisonende auslaufende Vertrag dazu nun um ein Jahr verlängert werden, obwohl er in Pforzheim BWL studiert und dort auch häufig trainieren muss. In der nächsten Saison wird er jedoch ein Praxissemester in der Schweiz absolvieren und damit wieder öfter in Konstanz mittrainieren können. Da die 3. Liga für ihn nichts gänzlich Neues ist, blickt er „ganz relaxt und voller Vorfreude“ der neuen Verantwortung und Herausforderung entgegen. Für ihn zähle erst einmal, dass er gesund bleibt und sich in allen Belangen weiterentwickelt. „Aber auf die vielen Zuschauer hier in Konstanz freue ich mich schon besonders, das pusht so ungemein“, meint Max Wolf, „die Kulisse ist klasse.“

 

Für Matti Hengst und Leon Sieck ist die neue – zusätzliche – Aufgabe hingegen gänzliches Neuland, die Freude über das Vertrauen dabei umso größer. Matti Hengst, 1,90 Meter großer gebürtiger Sachse kam vor einigen Jahren von der HSG Freiberg nach Konstanz und verfolgt seit jeher voller Ehrgeiz und Leidenschaft große Pläne: „Seit zehn Jahren habe ich mir stets das Ziel gesetzt, leistungsorientiert und so hoch wie möglich zu spielen, mich immer weiter zu verbessern und vielleicht irgendwann in der 2. Bundesliga zu spielen“. Die HSG Konstanz war nach seinem Umzug daher auch die erste Adresse, da er hier in der Jugend immer in den höchsten Ligen spielen und sich dank intensiver Trainingseinheiten mit qualifizierten Trainern gut entwickeln konnte. Und schließlich war auch die Aussicht auf Einsätze in der 3. Liga verlockend. Damals noch weit weg, steht die Erfüllung des ersten Schritts des großen Traums auf dem Weg nach oben nun unmittelbar bevor. „Ein gutes Gefühl, eine tolle Chance, für die ich mich mit guten Leistungen empfehlen möchte. Ich werde immer mein Bestes geben“, so Matti Hengst. Das hohe Niveau und das Tempo in der 3. Liga sind zusätzlicher Ansporn, „daran kann man nur wachsen und sich weiterentwickeln“. Schon jetzt hat sich das harte Training ausgezahlt und es haben sich die ersten größeren Erfolge eingestellt. Neben der Berufung in die südbadische und baden-württembergische Auswahl wurde er als Reservespieler auch schon für die Jugend-Nationalmannschaft berufen und zu einem Lehrgang eingeladen. Dabei fand er sein Glück auf der Torhüterposition – ebenso wie Max Wolf – erst über Umwege. Bis zur C-Jugend agierte er als Feldspieler – bis sein Team ohne Torwart dastand und er als Ersatz auf Anhieb brillierte. Fortan beorderten ihre Trainer die beiden ehemaligen Feldspieler immer zwischen die Aluminium-Pfosten.

 

Der dritte im Bunde, der 1,95 Meter große Leon Sieck, sieht die dreifache Besetzung der Position zwei als optimal an. Der talentierte Schlussmann meint dabei vor allem, dass „wir alle drei ganz unterschiedliche Typen sind, uns gut ergänzen und uns die große Verantwortung so auch teilen können“. Schon letztes Jahr wurden sie alle in den Trainingsbetrieb der ersten Mannschaft integriert und konnten sich schon damals „dank des coolen Teams ganz schnell zurecht finden“, so Leon Sieck. Wie die beiden anderen auch, verfolgt er ebenso ehrgeizig und mit großem Fleiß und Einsatz seine Ziele. „Ich möchte nach Möglichkeit kein Training verpassen, verletzungsfrei bleiben und mich dann in der ersten Mannschaft etablieren“, gibt Leon Sieck die Marschroute für die kommende Spielzeit vor. Ein bisschen Nervosität sei beim Gedanken an Drittligaeinsätze schon dabei, muss er gestehen, doch „die wird sich spätestens beim Anpfiff legen“. In der C-Jugend vom TuS Steißlingen zur HSG gekommen, wurde auch er in die südbadische und baden-württembergische Auswahl berufen. „Hier, in einer der schönsten Hallen mit einem Publikum, das seine Mannschaft nie aufgibt und bei einem sehr professionellen und gleichzeitig familiären Verein macht es einfach Spaß“, sagt Leon Sieck. Alles Gründe, warum er sich in der Vergangenheit trotz der Angebote mehrerer Bundesligisten und Handballinternate, darunter auch eines des aktuellen Champions League-Siegers SG Flensburg-Handewitt, für einen Verbleib in Konstanz entschied. Auch hier konnte er in den höchsten Jugendligen spielen und reifen. „Ich habe mich hier immer pudelwohl gefühlt und mich nach diversen Probetrainings und Gesprächen mit allen Seiten für die HSG entschieden. Ich kann sagen, dass ich alles richtig gemacht habe“, ist Leon Sieck auch heute noch froh über seine Entscheidung. Der nächste Schritt wird nun die Herausforderung 3. Liga. Als A-Jugendlicher. Gerade als Handball-Torwart muss man dabei sicherlich über eine gewisse positive Verrücktheit und einen gesunden Optimismus verfügen. „Man kann dem Spiel als Einzelner den Stempel aufdrücken – oder als totaler Depp dastehen“, beschreibt Max Wolf die Situation für einen Torhüter. Die drei Talente der HSG haben oft genug bewiesen, dass sie die erste Variante schon in Perfektion beherrschen. Sicher bald auch in der 3. Liga.

 

 

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