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Tränen, große Emotionen und ein Handball-Feuerwerk: HSG feiert rauschenden Saisonabschluss

Tränen, große Emotionen und ein Handball-Feuerwerk: HSG feiert rauschenden Saisonabschluss

Handball 3. Liga:

HSG Konstanz – SV Salamander Kornwestheim 33:24 (17:14)

HSG Konstanz lässt Kornwestheim mit Gala-Vorstellung nicht den Hauch einer Chance.

Bewegende, tränenreiche Verabschiedungen nach Spielende.

 

Auf dem Bild oben: Stefan Bruderhofer, Christoph Babik, Maximilian Folchert, Matthias Faißt, Marc Hafner, Simon Oesterle und Sebastian Groh verabschieden sich (von links nach rechts und hinten nach vorne). Danke für die tolle Zeit!

 

Mit einem spektakulären 33:24 (17:14)-Sieg im letzten Saisonspiel gegen die beste Rückrundenmannschaft der 3. Liga Süd, den SV Salamander Kornwestheim, krönte die HSG Konstanz eine überaus gelungene Spielzeit. Mit 20:10 Punkten stellt die HSG die zweitbeste Rückrundenmannschaft, mit 24:6 Punkten die drittbeste Heimmannschaft und lediglich 749 Gegentoren, mithin nicht einmal 25 pro Spiel, die beste Abwehr der Liga. Dazu kann Konstanz auf sieben Siege in den letzten neun Partien zurückblicken, die zum Ende der Saison 2014/15 Tabellenplatz vier bedeuten. Mit Platz vier und 37 Punkten sowie plus 59 Toren erreichte das Team von HSG-Cheftrainer Daniel Eblen zudem das beste Ergebnis in der 2010 für die bisherigen Regionalligen eingeführten 3. Liga – und auch die Qualifikation für den DHB-Pokal 2015/16. Aber auch die Konstanzer Fans setzten wieder einmal eine absolute Bestmarke: mit deutlich über 800 Fans im Schnitt bei jedem Heimspiel wurde die HSG mit großem Abstand erneut Zuschauerkrösus der 3. Liga Süd.

 

All das war kurz nach Abpfiff zunächst einmal überhaupt nicht mehr wichtig. Da standen sieben gestandene Männer auf dem Spielfeld und hatten mit ihren Gefühlen zu kämpfen. Immer wieder mussten Kapitän << Matthias Faißt, >> << Sebastian Groh, >> << Marc Hafner, >> << Stefan Bruderhofer, Christoph Babik, Simon Oesterle >> und << Maximilian Folchert >> tief durchatmen und schlucken. Am Ende aber kam keiner mehr gegen die sie übermannenden Gefühle an. Tränen kullerten, die Stimme versagte. Bewegende Augenblicke, die keinen Spieler der HSG Konstanz kalt ließen. Die Mitspieler der scheidenden langjährigen, verdienten Spieler ließen ihren Emotionen ebenso freien Lauf wie die über 1.000 Zuschauer in der ihrem Namen wieder einmal wie so oft alle Ehre machenden „Schänzle-Hölle“.

 

HSG-Präsident Otto Eblen verabschiedete jeden einzelnen Spieler mit bewegenden Worten, immer wieder unterbrochen von minutenlangen stehenden Ovationen und Sprechchören. Es fiel dem Präsidenten sichtlich schwer, seine über lange Zeit begleiteten Schützlinge zu verabschieden. Immer wieder musste auch er seine Worte unterbrechen. Auch bei ihm kullerten die Tränen nur so über seine Wangen.

 

Es waren ganz besondere, ehrliche, pure Momente, die allen Beteiligten immer in Erinnerung bleiben werden. Die Bühne für die zwar wehmütige, aufgrund des Abschieds von sieben starken Persönlichkeiten auch etwas traurige, aber am Ende doch positive Partystimmung bei der Saisonabschlussfeier hatte sich das junge HSG-Team zuvor selbst bereitet. Mit einer beeindruckenden Vorstellung, die in dieser Form alle überraschte und von den Sitzen riss.

 

Zum 3:2 legte zunächst Kornwestheim vor, dann brannte die HSG Konstanz noch einmal ein Handball-Feuerwerk ab. Nach dem Ausgleichstreffer zum 3:3 sollte der SVK kein einziges Mal mehr in Führung gehen, denn Konstanz beeindruckte gegen die bis zu diesem Zeitpunkt zweitbeste Offensivreihe der Liga um die beiden fünfmal erfolgreichen Christian Wahl und Peter Jungwirth, lag beim 8:5 durch einen Tempogenstoß von Fabian Schlaich erstmals mit drei Treffern in Front und lieferte sich in der Folge einen sehenswerten, weil richtig spektakulären Schlagabtausch mit tollen Toren mit den Gästen.

 

17:14 verkündeten die Anzeigetafeln zur Halbzeitpause. Doch das Beste aus Konstanzer Sicht sollte noch kommen. Kornwestheim gelangen in den folgenden 30 Minuten nur noch zehn Tore. Nur muss man sagen, weil die HSG Konstanz ihrerseits in Durchgang zwei noch einmal 16 Treffer draufsetzte und damit einen deutlichen Erfolg im letzten Heimspiel feiern durfte.Sieben wurden noch einmal ganz besonders gefeiert: Christoph Babik, Simon Oesterle, Marc Hafner, Stefan Bruderhofer, Maximilian Folchert, Sebastian Groh, Matthias Faißt (von links)

Hätten sich die Konstanzer ihr Drehbuch für den letzten Akt vor den tränenreichen Abschied selbst schreiben können, es hätte wohl genauso ausgesehen. Maximilian Folchert vernagelte noch einmal seinen Kasten, brachte die Halle schon wie so oft zum Kochen, Sebastian Groh zeigte in unnachahmlicher Art und mit sechs Toren, dass gegen ihn am Kreis einfach kein Kraut gewachsen ist, während Stefan Bruderhofer mit sieben Toren als bester Torschütze der Partie glänzte. Marc Hafner konnte sich ebenfalls in die Torschützenliste eintragen, wie auch der viermal erfolgreiche Simon Oesterle, der die Halle förmlich explodieren ließ, als er sich vor dem SVK-Torhüter aufbaute, im richtigen Moment absprang und sich den Pass des Gästeschlussmanns angelte. Sekunden später zappelte der Ball im Kornwestheimer Tor und die „Schänzle-Hölle“ stand Kopf. Die HSG Konstanz spielte wie im Rausch, ließ zwischen der 36. und 46. Minute kein einziges Gegentor zu und hatte den Kantersieg nach sechs Toren in Folge von 20:16 auf 26:16 längst in der Tasche.

 

Die Halle stand schon minutenlang, als Matthias Faißt in der 59. Spielminute die Hände Richtung tobendem Publikum reckte, den über 1.000 Fans zuwinkte und sich langsam vom Spielfeld begab. Gänsehautfeeling pur. Jedem Mitspieler lag er nun minutenlang in den Armen, umrahmt vom Schlusspfiff beim Stand von 33:24, ohrenbetäubendem Lärm und unvergesslichen Sympathiebekundungen der HSG-Fans.

 

Bis auf Christoph Babik, der bei einem Gegenstoß am SVK-Schlussmann scheiterte, konnten sich alle scheidenden Feldspieler noch einmal in die Torschützenliste eintragen. Die HSG Konstanz hatte sich gerade das Drehbuch zum erhofften Abschied geschrieben, das man sich nicht einmal erträumt hatte. Abschiede tun immer weh. Und solche von so tollen Sportlern und Menschen umso mehr. Aber wenn schon ein Abschied, dann mit solch einem Drehbuch.

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Maximilian Folchert (Tor); Fabian Schlaich (5/2), Benjamin Schweda (1), Sebastian Groh (6), Marc Hafner (1/1), Kai Mittendorf (1), Simon Flockerzie, Michael Oehler (5), Matthias Faißt (3), Christoph Babik, Felix Krüger, Simon Oesterle (4), Stefan Bruderhofer (7).

Zuschauer: 1.000

 

Die Stimmen zum letzten Saisonspiel und letzten HSG-Spiel für sieben langjährige HSG-Akteure:

 

Daniel Eblen, Cheftrainer der HSG Konstanz:

 

„Mit so einem Spiel habe ich nicht gerechnet. Wir haben konstant gut gespielt, keine langen Hänger gehabt und das Tempo immer hoch gehalten, sodass es zu unseren Gunsten gekippt ist und relativ früh entschieden war. Man hat bei uns gemerkt: da ist der Ernst, aber kein Druck da. Völlig befreit hat Michael Oehler wieder eine tolle erste Halbzeit gespielt und Brudi hat noch einmal gezeigt, was er kann. Es war eine tolle Saison mit guter Entwicklung der jungen Spieler, aber ich bin gerade sehr traurig. Wir haben lange sehr gut mit tollen Leuten zusammengearbeitet. Zum Glück sind sie nicht aus der Welt und wir hoffen, sie weiter an uns binden zu können.“

 

<< Matthias Faißt, geht seit 2007 für die HSG auf Punkt- und Torjagd: >>

 

<< Siehe hier die Stimmen der Vereinsführung und Mitspieler zu seinem Karriereende sowie das große Südkurier-Interview >>

 

 

<< Marc Hafner, seit 2009 bei der HSG Konstanz: >>

 

„Dieser Moment geht mir sehr nahe. Es ist gerade nicht einfach, die Gefühle zu ordnen, nachdem Handball bislang immer eine so eine wichtige Rolle in meinem Leben eingenommen hat. Ich kann es mir gerade noch nicht ohne vorstellen und habe keine Ahnung, was Handball ersetzen kann. Die tolle Mannschaft wird mir fehlen, es war ein toller Abschluss. Ich gehe der HSG nicht verloren und bin da, wenn ich gebraucht werde. Ich glaube, heute hätte kein Team gegen uns gewonnen, denn wir wollten unbedingt dieses positive Ende. Jetzt kommt Zeit, um über alles Erlebte nachdenken zu können und für Dinge, die ich bislang noch nie machen konnte, weil alles dem Handball untergeordnet war und ich für den Handball gelebt habe – wie einen längeren Urlaub in den USA.“

 

<< Stefan Bruderhofer, seit 2010 Teil der HSG Konstanz: >>

 

„So ein Spiel… Besser hätte der Abschluss nicht sein können, auch wenn Abschiede immer wehtun. Ich hätte nicht gedacht, dass alles so emotional wird. Wir haben heute noch einmal als ein Team zusammen alles gegeben und die geile Atmosphäre in der Halle aufgesaugt. Geil, einfach geil, wie jeder Einzelne minutenlang gefeiert wurde. Da konnte keiner seine Tränen zurückhalten. Wir haben hier eine geile Mannschaft und ich habe mich gefreut, in den letzten Spielen noch einmal richtig Gas geben zu können. Man soll ja auf dem Höhepunkt aufhören. Jetzt kommen ein Kreta-Urlaub und mein erster Sommer ohne Vorbereitung. Bestimmt schickt mich meine Freundin schon nach zwei Wochen raus und sagt: geh‘ ins Fitnessstudio!“

 

<< Sebastian Groh, seit 2011 im HSG-Trikot: >>

 

„Dieser Tag gehört zu den allerschwersten in meinem Leben. Ich war so neben der Spur, dass ich alle meine Sportsachen zu Hause vergessen habe. Sajra musste mir alles mitbringen, sonst hätte ich gar nicht spielen können. Es war klar, dass mir schon beim Warmlaufen die ersten Tränen kommen. Toll, dass ich noch einmal gut spielen und zeigen konnte, dass ich doch noch nicht so alt bin. Meine Familie und Sajra mussten lange auf mich verzichten. Jetzt komme ich sozusagen heim.“

 

<< Simon Oesterle, spielt seit 2012 für die HSG Konstanz: >>

 

„Es war ein tolles Gefühl, noch einmal vier Tore – und solche Tore – zu erzielen. Die Stimmung war bombastisch. Da fällt der Abschied umso schwerer.“

 

<< Maximilian Folchert, hütet seit 2013 das HSG-Tor: >>

 

„Das war heute richtig gut. Ich war zwar etwas müde und habe mich komisch gefühlt, da haben auch meine Rituale vor dem Spiel nicht so funktioniert, aber es war ein geiler Abschied mit einem super Spiel. Alle waren total heiß und motiviert – und die vielen Spieler, die einen Abschied vor sich hatten, waren sowieso adrenalingeladen durch und durch. Was dann auf den Rängen abging: ganz große Klasse, Wahnsinn, das sucht seinesgleichen und macht super Spaß, einfach Gänsehaut pur. Zusammen mit Familien und Freunden war das ein gelungener Abend, wie wir ihn uns erhofft haben. Schade ist, dass ich kein Spiel mehr zusammen mit Paul bestreiten konnte, das hätte ich sehr gerne noch einmal gemacht, denn wir verstehen uns auf und neben dem Spielfeld super. Nach einem Urlaub in Australien zum Ausspannen freue ich mich erst einmal auf die Sommerpause.“

 

<< Christoph Babik, HSG-Urgestein, spielt seit 1994 für die HSG: >>

 

„Es hat mich riesig gefreut, heute ein letztes Mal zu spielen. Umso schöner war der Abschluss. Es war ein großes Gefühlschaos, denn es ist ein geiles Gefühl, wenn über 1.000 Leute nur für dich aufstehen und klatschen. Da muss man schon schlucken und bekommt Gänsehaut. Die Geborgenheit in der Mannschaft wird mir sicher fehlen, aber wenn sich eine Türe schließt, wird sich eine andere öffnen. Ich hatte eine wunderbare Zeit mit den Jungs und habe viel mit ihnen erlebt. Wir Handball-Rentner haben schon eine Liste mit Dingen, die wir alle ausprobieren möchten. Diese Liste wird von Tag zu Tag länger… Familie, Freunde und Freundin haben den hohen Aufwand immer mitgetragen und sind bislang zu kurz gekommen. Ich freue mich auf das, was jetzt kommt.“

 

DANKE! Toller Saisonabschluss mit 33:24 gegen Kornwestheim und Platz 4

Sprachlos...einfach sprachlos...Über 1.000 Zuschauer beim stimmungsvollen Saisonabschluss...!!!Dafür können wir nicht die richtigen Worte finden, nur das:DANKE!!! Es war geil, emotional und tränenreich...Danke liebe Fans für Eure phänomenale Unterstützung in dieser Saison, danke einfach für alles und an alle Helfer und Unterstützer!Heute habt Ihr den scheidenden HSG-Spielern Matthias Faißt, Sebastian Groh, Marc Hafner, Stefan Bruderhofer, Christoph Babik, Maximilian Folchert und Simon Oesterle noch einmal ein riesengroßes Geschenk bereitet, das immer bleiben wird!!! Ihr seid einfach spitze!!! Ihr habt noch einmal gezeigt, warum die "Schänzle-Hölle" einmalig und die mit Abstand stimmungsvollste Halle der Liga ist!!!Und die Mannschaft hat eindrucksvoll gezeigt, warum sie eine ganz fantastische Saison auf einem hervorragenden 4. Platz beendet hat: Die beste Rückrundenmannschaft (bisher 23:5 Punkte) hatte nicht den Hauch einer Chance gegen die zweitbeste Rückrundenmannschaft: die HSG Konstanz!Mit 33:24 (17:14) wurde auch ein starker SV Salamander Kornwestheim in die Schranken gewiesen!!!Und danke Matze, Sebi, Marc, Brudi, Chris, Max und Ösi! Ihr werdet immer ein Teil der HSG sein! Danke, dass wir Euch ein Stück auf Eurem Weg begleiten durften!Die Aufstellung und Torschützen der HSG Konstanz:Maximilian Wolf, Maximilian Folchert (Tor); Fabian Schlaich (5/2), Benjamin Schweda (1), Sebastian Groh (6), Marc Hafner (1/1), Kai Mittendorf (1), Simon Flockerzie, Michael Oehler (5), Matthias Faißt (3), Christoph Babik, Felix Krüger, Simon Oesterle (4), Stefan Bruderhofer (7).Zuschauer: 1.000

Posted by HSG Konstanz on Samstag, 9. Mai 2015

 

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