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Überragendes Comeback: Mathias Riedel überglücklich nach „total wichtigem Sieg“ gegen Dessau

Überragendes Comeback: Mathias Riedel überglücklich nach „total wichtigem Sieg“ gegen Dessau

Drei Spiele musste Rückraum-Shooter Mathias Riedel (28) nach einem Muskelfaserriss zuletzt pausieren. Gegen Dessau feierte der Konstanzer Co-Kapitän nicht nur ein überragendes Comeback mit acht Treffern als bester Torschütze der Partie, sondern war wieder in Abwehr und Angriff einer der Dreh- und Angelpunkte im HSG-Spiel und trug großen Anteil am deutlichen 34:24 (16:14)-Erfolg gegen den Mitaufsteiger aus Sachsen-Anhalt. Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas spricht er über den höchsten Saisonsieg, seine Gesundheit und die Bedeutung des Erfolges.

 

Mathias, Hand aufs Herz: Wie wichtig war der Sieg gegen Dessau nach drei Niederlagen zuvor?

 

Total wichtig. Nicht nur, weil es ein Tabellennachbar war. Für uns war wichtig, dass wir wieder einmal eine richtig geile Abwehr gestellt haben, sodass wir auch wieder im Angriff unsere Stärken zeigen konnten.

 

Da sind Dir sicher ein paar Steine vom Herzen gefallen, als der Sieg feststand. Zehn Tore Differenz muss man in dieser Situation erst einmal hinbekommen.

 

Zehn Tore sind schon ein Brett, das muss man schon sagen, das hat mich schon gefreut. Auch für die anderen Spieler, die alle gut gespielt haben. Felix Krüger hat gut geworfen, Michael Oehler hat wie immer in der Abwehr super gespielt, aber ist auch im Angriff gut durchgegangen. Es war total wichtig, dass wir den hohen Vorsprung verwalten konnten, denn zu Saisonbeginn gab es in solchen Situationen doch ein wenig Nervenflattern und wir wurden manchmal noch nervös. Das war gegen Dessau überhaupt nicht zu sehen, stattdessen haben wir den Vorsprung immer weiter ausgebaut.

 

Du persönlich hast Dich nach Deiner Verletzungspause aufgrund eines Muskelfaserrisses wieder richtig gut gefühlt? Acht Tore und eine bärenstarke Vorstellung legen das nahe…

 

Trainieren konnte ich zwar nicht voll, aber im Spiel konnte ich wieder richtig gut belasten und dem Bein wieder gut vertrauen. Ich habe einfach den Kopf ausgeschaltet – wie immer (lacht), und habe dann auch keine Beschwerden gehabt.

 

Dann lass das Spiel mal kurz Revue passieren. Was war der Schlüssel zum deutlichen Erfolg?

 

In meinen Augen war es unser Rückzugsverhalten. Dessau hat anfangs super Tempo gespielt und wir wussten, dass sie sehr viele Tore über die erste und zweite Welle machen. Wir haben uns daher extrem schnell zurückgezogen, was ich gegen Essen am Ende ein wenig vermisst habe, und hatten dadurch auch wieder wesentlich mehr Stabilität in der Deckung. Wenn man dort mehr Sicherheit hat, kann man auch im Angriff etwas mehr Risiko gehen, weil man weiß, dass man sich die Bälle in der Abwehr wieder holt. Dazu hat Konstantin das Tor in der zweiten Halbzeit wieder vernagelt und es Dessau zusammen mit der guten Abwehr richtig schwer gemacht. Irgendwann hatte Dessau keine Mittel mehr, während wir im Angriff oft in Überzahl spielen konnten. Das haben wir super durchgezogen. Wunderbar, so könnte es immer laufen.

 

Dieses Mal haben auch die Umstellungen des Gegners vom 5:1, auf 6:0 und 3:2:1 keinerlei Bruch in Eurem Spiel bedeutet. Warum, was war gegen Dessau anders?

 

Weil wir schon genügend Gegner hatten, die genau das versucht haben. Daran haben wir gearbeitet und können nun leichter damit umgehen. Wir haben zwei superstarke Kreisläufer mit Chris Berchtenbreiter und Simon Flockerzie, die toll miteinander harmonieren und die wir immer wieder am Kreis gefunden haben. Gerade Chris hat ein bomben Spiel gemacht.

 

Die Atmosphäre vor erneut mehr als 1200 Fans mit Unterstützung der Fussballer der SpVgg F.A.L. war wieder phänomenal.  

 

Die Jungs von F.A.L. sind geile Typen und die Stimmung war unglaublich, wie immer bei uns in der Schänzle-Hölle. Das hat alle mitgerissen, auf der Tribüne und auf dem Spielfeld. Das war schon schön. Ich habe es selten gesehen, dass man die letzten fünf Minuten Standing Ovations bekommt. Das haben wir uns aber auch verdient. (lacht)

 

Schläft es sich jetzt wieder ruhiger mit 16:16 Punkten und Platz neun?

 

Der Tabellenplatz interessiert mich im Moment überhaupt nicht. Für uns zählen nur die Punkte für den Klassenerhalt. Ich bin einfach stolz auf die Mannschaft, dass wir schon 16 Punkte geholt haben. Davon habe ich nicht einmal zu träumen gewagt. Deshalb fühlen sich die zwei Punkte wieder gut an, das ist unser Ding, das wollten wir und jetzt konzentrieren wir uns auf Leutershausen.

 

Fragen: Andreas Joas

 

 

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