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Unwiderstehliche HSG sichert sich am fünftletzten Spieltag die Meisterschaft – Aufstiegsspiele im Mai

HSG-Konstanz-Meister-2019 Vierter Drittliga-Meistertitel für die HSG Konstanz! Gefeiert zusammen mit den Fans, eine tolle Einheit.

3. Liga:

HSG Konstanz – Rhein-Neckar Löwen II 29:24 (13:12)

 

Vor über 1400 Fans in unglaublicher Hexenkessel-Atmosphäre in der „Schänzle-Hölle“ hat die HSG Konstanz ihr Drittliga-Meisterschaftsstück mit nun 44:8 Punkten bereits am fünftletzten Spieltag vollbracht. Mit einem unwiderstehlichen 6:0-Schlusspurt konnte der Tabellendritte Rhein-Neckar Löwen II im Topspiel mit 29:24 (13:12) bezwungen werden. Damit ist die HSG für die Aufstiegsspiele zur 2. Handball-Bundesliga im Mai gesetzt.

 

Auf der Auswechselbank hüpften sie schon minutenlang, als erst Joschua Braun mit einem herrlichen Kempa-Trick auf Zuspiel von Paul Kaletsch den 29:23-Schlusspunkt aus Konstanzer Sicht unter ein hochintensives und hochklassiges Handballspiel gesetzt hatte. Auf der Gegenseite versuchten es die Rhein-Neckar Löwen II ebenfalls mit dieser Variante, scheiterten aber am toll aufgelegten Maximilian Wolf. Wenig später brachen endgültig alle Dämme. Die Konstanzer tanzten bereits auf dem Spielfeld wild umher, dann stürmten die Auswechselspieler das Parkett und ließen ihrer Freude freien Lauf. Fabian Schlaich schlug im ersten Moment, von seinen Gefühlen übermannt, die Hände über dem Kopf zusammen, wurde aber sofort von einigen Mannschaftskameraden eingefangen und ging in der Jubeltraube unter. Plötzlich waren die Spieler kurz in der Kabine verschwunden, um danach in den Meister-Shirts mit den Fans die emotionalen Feierlichkeiten zu beginnen.

 

Ein wenig schwang dabei bei aller Freude immer die Erkenntnis mit, dass mit der vierten Drittliga-Meisterschaft nach 2000, 2001 und 2016 nicht wie zuletzt der Gang in die „stärkste zweite Liga der Welt“ verbunden ist. Am 11. und 18. Mai, mit Rückspiel in eigener Halle, wird die HSG Konstanz sich im Duell mit Ostmeister ThSV Eisenach um einen Platz duellieren. Über die genauen Regularien und Einzelheiten zur Relegation wird die HSG in den kommenden Tagen informieren.

 

Zunächst durfte eine tolle Saison und der besondere Moment kurz genossen werden. An einem Abend, der für die HSG alles, wirklich alles, für ein perfektes Drehbuch dabei hatte. Angefangen von einem Wackelstart, vielleicht der Nervosität und dem ersten Matchball nach dem 27:26-Sieg der HG Saarlouis am Vortag gegen Verfolger Dansenberg geschuldet, den gefährliche Junglöwen erst zur 5:4-Führung, nach 16 Minuten sogar zum 10:7-Vorsprung eiskalt ausnutzten. „Das war ein sehr anspruchsvolles Spiel für uns“, gab HSG-Cheftrainer Daniel Eben zu Protokoll. „Die Löwen haben einen riesigen Druck aus dem Rückraum entwickelt.“ Allen voran der 17-jährige 2,03-Meter-Hüne Philipp Ahouansou.

 

Doch die unstillbare Gier auf diesen Meistertitel war in den Augen von Paul Kaletsch, Fabian Wiederstein und Co. nicht zu übersehen. Mit einem 4:0-Lauf stellte Konstanz nach 9:12-Rückstand zur Pause auf 13:12. Kaletsch erzielte als Top-Torjäger der 3. Liga Süd an diesem magischen Abend seinen 202. Treffer, Wiederstein sein 102. Saisontor. Nach der Pause spielten die Gastgeber weiter druckvoll, mussten aber gegen starke Junglöwen nach 45 Minuten wieder bei null beginnen (20:20). Als Luca Braun sieben Minuten vor Schluss erneut den 23:23-Ausgleich markierte, deutete sich für die HSG, kurz vor dem Ziel, ein Fotofinish an. Doch darauf hatten die Gelb-Blauen keine Lust. Der Erstliga-Nachwuchs aus Mannheim blieb jetzt sechs Minuten ohne Torerfolg und Konstanz startete mit einem unwiderstehlichen 6:0-Lauf. Mit ungeheurer Wucht, Willen und Geschwindigkeit überrollte die HSG ihren Gegner nun wie im Rausch und wurde dabei von einer ohrenbetäubend lauten Kulisse und Standing Ovations getragen.

 

Torwart Maximilian Wolf war dabei mit spektakulären Paraden ein wesentlicher Faktor und ersetzte den nach einem Kopftreffer verletzt ausgeschiedenen Simon Tölke bravourös. Tölke hatte den Ball direkt auf das Auge bekommen und musste sofort in das Krankenaus zu Augenspezialisten gebracht werden. Am Abend konnte er jedoch schon wieder zu den Feierlichkeiten dazustoßen, muss aber in den nächsten Tagen regelmäßig zur Beobachtung in die Klinik.

 

Daniel Eblen strahlte mit seinen Spielern anschließend um die Wette. „Max hat toll gehalten“, lobte er seinen Schlussmann. „Und wir haben Antworten auf die Abwehrumstellungen des Gegners gefunden.“ Schließlich war es vor allem Erleichterung, die sich Bahn beim 44-Jährigen brach. „Wir haben ja alle gehofft, diesen Tag irgendwann zu erreichen. Am Ende haben wir mit der großartigen Stimmung nochmal alles rausgeholt, das war entscheidend.“

 

Nach einer kurzen Nacht hatte sich die Mannschaft am Sonntagmittag bereits wieder im Garten der Familie Eblen beim HSG-Coach zusammengefunden. „Wir genießen die Sonne und die gemeinsame Zeit“, berichtete Eblen zufrieden. Glücklich, überwältigt und gelöst. Viel Zeit zum Entspannen bleibt seiner Mannschaft allerdings nicht. In den kommenden Wochen steht die Vorbereitung für die Alles-oder-nichts-Duelle um den Aufstieg in die 2. Bundesliga bevor. Mit Ex-Erstligist bekommt es die HSG im Kräftemessen zweier letztjähriger Zweitligisten mit einem echten Brocken zu tun. Am Sonntagmittag zählten jedoch nur das strahlende Frühlingswetter und das Genießen des verdienten Lohns für eine bis dato bärenstarke Saison. Etappe eins von zwei ist nun erreicht.

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Simon Tölke (Tor); Michel Stotz, Fabian Schlaich (1), Matthias Hild, Tom Wolf (2), Fabian Wiederstein (4), Paul Kaletsch (10/3), Felix Krüger (4), Joschua Braun (3), Tim Jud (1), Tim Keupp, Samuel Wendel (4), Patrick Volz, Samuel Löffler.

 

Zuschauer: 1400 in der Schänzle-Sporthalle Konstanz.

 

Schiedsrichter: Stefan Czommer und Cristian Marin.

 

 

 

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