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Top-Torschütze der HSG Konstanz setzt mit Vertragsverlängerung Zeichen

Top-Torschütze der HSG Konstanz setzt mit Vertragsverlängerung Zeichen

Alles beginnt mit einem Putenschnitzel mit Nudeln und genau einer Banane. Jedes Mal. Dieses Erfolgsrezept gibt anscheinend viel Kraft. Richtig viel Kraft. Torschützenkönig in der Südbadenliga, mit jeweils über 200 Treffern zweimal fast Torschützenkönig in der Oberliga Baden-Württemberg, in der vergangenen Saison 2013/14 mit 110 Toren in 29 Einsätzen Top-Torschütze in seiner ersten Drittliga-Saison beim Tabellenvierten HSG Konstanz. Und in der aktuellen Spielzeit mit 59 erfolgreichen Abschlüssen in bislang 15 Spielen schon wieder zweitbester Feldtorschütze hinter Linksaußen Fabian Schlaich im Team der Konstanzer. Zweifellos ist der 26-jährige Mathias Riedel das, was man einen Rückraum-Shooter nennt.

 

Umso glücklicher ist Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz, dass Mathias Riedel auch über die aktuelle Saison hinaus das gelb-blaue Trikot der HSG Konstanz tragen wird: „Wir sind sehr froh, dass wir mit einem Leistungsträger frühzeitig den Vertrag um zwei Jahre verlängern konnten. Er hat sich sehr schnell zu einem sehr guten Drittliga-Spieler und Leistungsträger in unserem Team entwickelt. Gerade auch, als er durch den verletzungsbedingten Ausfall von Mannschaftskapitän Matthias Faißt besonders gefordert war, hat er gezeigt, zu was er imstande ist.“

 

Dazu gehören auch seine unwiderstehlichen Durchbrüche durch die gegnerische Abwehr in zahlreichen Eins-gegen-eins-Situationen. „Er hat sich in der Abwehr verbessert und übernimmt im Angriff immer mehr Verantwortung – und trifft zudem immer besser. Wir werden deshalb auf ihn setzen und ihm viel Verantwortung übertragen“, erklärt Andre Melchert.

 

Mathias Riedel ist froh über das ihm entgegengebrachte Vertrauen: „Mittlerweile bin ich mit meiner Freundin nach Konstanz gezogen. Ich muss sagen, es gefällt mir hier einfach sehr gut. Die HSG ist ein sympathischer Verein, die eine sympathische Mannschaft hat. Ich fühle mich in diesem Team so wohl, dass ich es mir schwer vorstellen kann, zu wechseln.“

 

Gefreut habe er sich zwar schon darüber, dass er letzte Saison als Konstanzer Top-Torschütze zu einem tollen vierten Platz am Saisonende beitragen konnte, „aber das ist mir nicht so wichtig“, meint Mathias Riedel. „Viel wichtiger ist mir das Vertrauen meiner Mitspieler, die sich darauf verlassen können müssen, dass ich treffe, wenn es darauf ankommt, dass ich in den entscheidenden Situationen hochsteigen und das Ding reinschweißen kann.“ Gerade in dieser Hinsicht möchte er sich weiter verbessern. Nicht nur hier wird deutlich, wie ehrgeizig und zielstrebig aber auch selbstkritisch der leidenschaftliche Poker-Spieler ist.

 

Nicht wie gewohnt sei es bei ihm persönlich gelaufen, die Power habe irgendwie gefehlt, auch wenn es immer besser lief. Richtig zufrieden war er mit seinen persönlichen Leistungen in der letzten Saison nicht immer. „Ich wollte konstanter werden und musste lernen, mir nicht mehr so viele Gedanken zu machen“, sagt er. Gedanken, die ihn manches Mal vor allem in den Heimspielen etwas hemmten. Während es auswärts regelmäßig prächtig für das Rückraum-Ass lief, litt sein Spiel vor den eigenen Fans hin und wieder an selbst auferlegtem Druck. „Vielleicht denke ich in der Fremde weniger nach oder bin „gelöster“. Gerade zu Hause vor den eigenen Fans möchte man es unbedingt in jeder Aktion, mit aller Macht, besonders gut machen“, so der BWL-Student.

 

Leader und Torschütze vom Dienst – und dennoch nicht ganz zufrieden. Spätestens jetzt wird klar, dass Mathias Riedel großen Ehrgeiz hat. Gerade dies dürfte das sein, was sich jeder Trainer wünscht. Immer besser werden, nie satt und selbstzufrieden sein. Mathias Riedel lebt es vor. Inzwischen hat er sich fünf Kilo Muskelmasse in Konstanz antrainiert und bringt mittlerweile 98 Kilogramm auf die Waage. Dazu hat er sich auch mental enorm weiterentwickelt und besticht nun nicht nur durch wahnsinnige Torgefahr aus allen Positionen, sondern ist auch einer derjenigen, die das mit einem Durchschnittsalter von unter 23 Jahren sehr junge HSG-Team in schwierigen Situationen anführen. Mathias Riedel beschreibt es so: „Ich musste reifer werden, Erfahrungen auf diesem Niveau sammeln, mir einfach ein Herz nehmen und einfach immer richtig draufgehen. Dann kann ich auch zeigen, was ich kann.“

 

Bei Mathias Riedel ist jedoch manches ein bisschen anders. So ungewöhnlich wie sein Speiseritual vor Spielen ist, so ungewöhnlich ist auch sein Spitzname. Bei der HSG wird Mathias Helmut Eugen Riedel, so sein voller Name, nur „Helle“ gerufen. Bei drei Spielern im Kader, die Mathias heißen, war der Spitzname „Matze“ längst vergeben. Aus seinem Zweitnamen hat sich dann schnell ein neuer Spitzname ergeben, der schon für das ein oder andere Lächeln in seinem Bekanntenkreis gesorgt hat.

 

Lachen muss der 1,97 Meter große gebürtige Freiburger auch, wenn er auf sein Ritual vor Spielen angesprochen wird. Dennoch schwört er seit Jahren vor jedem Spiel auf das bewährte Gericht: „Es war so, dass mein bester Kumpel und ich einmal in irgendeiner Zeitschrift gelesen haben, dass Pute mit Nudeln und anschließend eine Banane die optimale Mahlzeit bzw. der optimale Energielieferant vor einem Spiel ist. Als wir es zum ersten Mal ausprobiert haben, sorgten wir für insgesamt 22 der 26 Tore unseres Teams – somit wurde es zu einem festen Ritual.“ Des Weiteren setzt er – und auch das dürfte nicht alltäglich sein – zusätzlich auf Baked Beans als eines seiner absoluten Leibgerichte, am liebsten mit Mais und Reis. Vor fünf Jahren habe er sie zum ersten Mal probiert, „dann habe ich sie gleich zu meinem Speiseplan hinzugefügt. Es ist sehr einfach und schnell gemacht, liefert ausreichend Eiweiß und es passt zu allem anderen.“

 

Kraft und Energie, die er in die Verwirklichung hoher Ziele stecken möchte. „Ich stehe voll hinter den Zielen des Vereins“, sagt Mathias Riedel und meint damit vor allem die langfristigen Planungen der HSG Konstanz. In der aktuellen Saison möchte er in der Rückrunde höchstens vier Spiele verlieren, „aber ein konkreter Tabellenplatz in dieser dicht beieinander liegenden Liga ist nicht vorhersehbar. Es ist aber schon bemerkenswert, wie abgeklärt wir uns mit einem Durchschnittsalter von unter 23 Jahren immer wieder präsentiert haben, auch wenn wir manchmal die Fehler des Gegners noch zu wenig ausgenutzt haben.“

 

Schon jetzt ist bei ihm trotz kräftezehrender Drittliga-Hinrunde und einer kurzen Spielpause über Weihnachten die Vorfreude auf das erste Spiel im neuen Jahr riesengroß – den Bundesliga-Superball am 10. Januar. „Der Superball ist eine geile Sache. Nach der Pause werden wir gestärkt die Rückrunde anpacken und freuen uns alle unwahrscheinlich auf die imposante Kulisse. Das erlebt man nicht so oft“, erläutert er, „da ist sicher etwas Druck für uns dabei, aber das pusht so sehr, dass du ihn spätestens mit dem Anpfiff komplett nicht mehr spürst.“ Und schließlich kann ja auch gar nichts schief gehen, mit einem Putenschnitzel und genau einer Banane im Magen. Eben wie immer: Kraft und Energie für viele Tore. Gerade in den entscheidenden Situationen am Ende eines langen, intensiven Spiels, das auf Messers Schneide steht. Hochsteigen, einnetzen und zusammen mit seinem Team den Erfolg feiern. Dann ist auch Mathias Riedel für einen Moment vollkommen zufrieden und der große Hunger auf Tore sowie Putenfleisch, Nudeln und eine Banane kurz gestillt.

 

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