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Vertrauen zahlt sich aus: HSG nimmt vor Superball auch Hürde Haßloch

Vertrauen zahlt sich aus: HSG nimmt vor Superball auch Hürde Haßloch

Intensive Partie: Hier wird Alexander Lauber festgemacht, davor war er zweimal erfolgreicher Torschütze.

 

Handball 3. Liga:

TSG Haßloch – HSG Konstanz 24:27 (12:13)

HSG übersteht kritische Phase und feiert souveränen Erfolg.

Konstanz geht mit 13 Spielen ohne Niederlage in Gipfeltreffen bei Superball.

 

Die HSG Konstanz ist bereit für das Saison-Highlight Superball und das Duell mit Verfolger SG Nußloch am Samstag. Letztlich souverän übersprang der Drittliga-Spitzenreiter auch die Hürde Haßloch und ist damit seit 13 Spielen und dem 3. Oktober ungeschlagen. Mittlerweile beträgt der Vorsprung auf den Zweiten bei 31:5 Zählern acht Punkte.

 

„Wir spielen gut, das ist das Ergebnis harter Arbeit und großen Selbstvertrauens“, war Co-Trainer Andre Melchert nach erneut großem Kampf- und Einsatzwillen seiner jungen Mannschaft sehr zufrieden. Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut und die Bedingungen in der engen und kleinen, aber fast vollbesetzten Haßlocher Halle nicht einfach. Mathias Riedel, bester Konstanzer Feldtorschütze, Vorlagengeber und Abwehrstütze – krank im Bett. HSG-Cheftrainer Daniel Eblen – ebenfalls angeschlagen in Konstanz geblieben. Und Simon Flockerzie musste krank und geschwächt schwer auf die Zähne beißen. Dazu ein Gegner, der mit seinem leidenschaftlichen Anhang ganz dicht am Spielfeldrand unbedingt den Tabellenführer bezwingen wollte und zu Hause bislang 11:5 Punkte erringen konnte: der Gegenwind blies dem Tabellenführer schon vor Anpfiff der Partie ordentlich entgegen.

 

Umso beeindruckender war die Antwort der HSG Konstanz: 6:1 – und erst sieben Minuten waren gespielt. TSG-Torwart Daniel Schlingmann war stinksauer auf seine Vorderleute, nachdem er einen Gegenstoß nach dem anderen über sich ergehen lassen musste. Sein Coach Admir Kalabic hatte ebenfalls genug gesehen und zog mit einer Auszeit die Notbremse. „Es war toll, wie gut und konzentriert wir in die Partie gefunden haben, das war schon wichtig für den weiteren Verlauf“, erklärte Eblens Vertreter Andre Melchert. „Danach wurde der Gegner allerdings immer besser und wir fangen uns wiederum einige doofe Gegenstöße ein.“

 

Damit waren die sich nun häufenden Fehler im Spiel seiner Akteure angesprochen, die Haßloch zum schnellen 6:7 (14.) und 12:13-Halbzeitstand nutzen konnte, obwohl Matthias Stocker wieder einmal einen Geniestreich einstreute. Einen Einwurf weit in der eigenen Hälfte setzte er gedankenschnell zum 11:9 in das leere Tor der Gastgeber.

 

Dennoch machte sich nun das Fehlen von Mathias Riedel bemerkbar und Konstanz hatte eine ganz kritische Phase zu überstehen. Mit drei Treffern in Folge war Haßloch erstmals mit drei Toren in Front gegangen (18:15, 40.) und führte auch nach 44 Minuten noch mit 19:17. Die sonst so sattelfeste 6:0-Deckung der Gäste wollte nun nicht mehr funktionieren und bekam überhaupt keinen Zugriff mehr auf die sich langsam warmlaufende TSG-Offensive. Andre Melchert blieb aber ebenso erstaunlich ruhig wie seine Spieler und nahm keine Korrekturen am System vor. Seine Begründung: „In solchen Situationen muss eben ein anderer Verantwortung übernehmen und sich jeder auf seinen Mitspieler verlassen und ihm vertrauen. Ich habe dem Team hier ebenso vertraut.“

 

Dieses Vertrauen und die Ruhe auf der Bank sollten sich bald auszahlen. Nach der dritten Zeitstrafe und der einhergehenden Disqualifikation für den Haßlocher Elvijs Borodovskis war sie urplötzlich wieder zurück, die gewohnte Stabilität und Sicherheit im Konstanzer Deckungsverbund. Mit unglaublicher Intensität wurde nun jeder Ansatz eines Angriffs sofort unterbunden oder entscheidend gestört, sodass Torhüter Konstantin Poltrum wieder zur Höchstform auflaufen konnte. Gleich reihenweise entschärfte er teilweise mit spektakulären Doppelparaden auch die Nachwürfe der Rheinland-Pfälzer und forcierte mit millimetergenauen Anspielen auch noch gleich das gefürchtete Konstanzer Tempospiel, das Haßloch schon im Hinspiel bei der 24:38-Niederlage das Genick gebrochen hatte. So war es jetzt auch an diesem Abend. Michael Oehler hatte mit dem 26:21 nach 56 Minuten die Vorentscheidung besorgt und einen letztlich souveränen 27:24-Auswärtssieg sichergestellt.

 

„Diese schnellen Gegentore demotivieren einen Gegner irgendwann, deshalb war genau das auch heute der Schlüssel zum Erfolg“, so HSG-Schlussmann Konstantin Poltrum. „Wir kämpfen einfach immer bis zum Schluss und lassen uns auch nicht in einer schweren Situation aus der Bahn werfen.“ Melchert sah sich nach dem Spiel bestätigt und lobte: „Kompliment an das Team. Keiner ist nervös geworden und zusammen haben wir die 6:0-Abwehr wieder in den Griff bekommen.“

 

Jetzt dürfen sich alle Akteure endlich auf den Superball am Samstag freuen, denn bislang galt, wie Mannschaftskapitän Fabian Schlaich betont, alle Konzentration nur Teningen und Haßloch. „Aber nun freuen wir uns alle auf dieses Event, eine richtig volle Halle und den unfassbar geilen Handball-Kracher, der dort gegen Nußloch gespielt wird“, sagte der siebenmal erfolgreiche Linksaußen vor der erhofften Revanche im Drittliga-Gipfeltreffen für die deutliche 20:28-Schlappe im Hinspiel.

 

TSG Haßloch – HSG Konstanz 24:27 (12:13)

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Stefan Hanemann (Tor); Fabian Schlaich (7), Marius Oßwald, Kai Mittendorf (2), Simon Flockerzie (4), Matthias Stocker (1), Michael Oehler (2), Paul Kaletsch (5), Alexander Lauber (2), Fabian Maier-Hasselmann (2), Tim Jud (2).

Zuschauer: 550.

 

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