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Vor Gipfeltreffen: HSG Konstanz sichert sich mit Sieg gegen Pfullingen Aufstiegs-Matchball

Vor Gipfeltreffen: HSG Konstanz sichert sich mit Sieg gegen Pfullingen Aufstiegs-Matchball

Der Dominator obenauf, Micha Thiemann nach verworfenem Siebenmeter im Duell mit Konstantin Poltrum mit gesenktem Haupt.

 

Handball 3. Liga:

HSG Konstanz – VfL Pfullingen 26:19 (14:11)

HSG-Torhüter Konstantin Poltrum mit 25 Paraden.

Mit einem Sieg in Leutershausen ist Konstanz vorzeitig Meister.

 

Es war die Show des Konstantin Poltrum. 25 Paraden, darunter drei gehaltene Siebenmeter, und fast zehn Minuten ohne Gegentor zu Beginn der zweiten Halbzeit stehen in den Statistiken des HSG-Torhüters. Zusammen mit einer im Vergleich zur Vorwoche bei der Niederlage in Zweibrücken deutlich verbesserten Abwehr war er kaum zu bezwingen. Kein Wunder, dass er nach dem souveränen 26:19 (14:11)-Sieg der HSG Konstanz gegen den VfL Pfullingen der umjubelte Held war.

 

Doch auch schon während der Partie wurde er mit stehenden Ovationen gefeiert. Nicht einmal 33 Minuten waren gespielt, als die mehr als 1300 Zuschauer in der stimmungsvollen „Schänzle-Hölle“ sich nach dem zweiten abgewehrten Siebenmeter und in der Phase, als Poltrum zwischen der 29. und 38. Minute nicht ein einziges Mal hinter sich greifen musste und mit einem sagenhaften Reflex nach dem anderen zum echten Hexer avanciert war, erhoben hatten. Als er kurz darauf erneut einen freien Wurf mit einem sensationellen Reflex abgewehrt hatte, stand die Halle schon wieder – und hatte lautstarke „Konsti, Konsti“-Sprechchöre angestimmt.

 

„Klar bin ich zufrieden“, sagte der 22-Jährige nach dem deutlichen Heimsieg seiner Mannschaft mit einem Dauergrinsen im Gesicht. „Du denkst bei den freien Würfen gar nicht nach, das sind Automatismen, und du spielst dich dann schon in einen Rausch“, gab er zu, während er die Sprechchöre, die ihm galten, nur am Rande mitbekommen hatte. „Trotzdem spornt diese super Unterstützung an. Man kann sich davon tragen lassen, darf aber dadurch auch nicht den Fokus verlieren.“ Sein Gegenüber, VfL-Torwart Simon Tölke, habe ihn nach der Partie gefragt, ob die Stimmung immer „so geil in Konstanz sei“. „Darauf habe ich im gesagt: ja, ich habe es noch nicht anders erlebt.“

 

Es war von Beginn an zu spüren: Konstanz möchte in die 2. Bundesliga und die ganze Stadt steht hinter ihrer HSG. Kurz vor dem Anpfiff drängten sich an den Kassen immer noch zahlreiche Zuschauer, während in der vollen Halle schon längst das Aufstiegs-Fieber und – auch dank zahlreicher Fans aus Pfullingen – großartige Gänsehaut-Stimmung herrschte. „Wenn man da in die Halle einläuft, kribbelt es schon gewaltig – der Wahnsinn“, sagte auch HSG-Cheftrainer Daniel Eblen.

 

Angetrieben von ihren laustarken Fans legte Konstanz ohne ihren bei der EM-Qualifikation weilenden Junioren-Nationaltorhüter Stefan Hanemann nach ein paar nervösen Anfangsminuten konzentriert und fest entschlossen vor. Über 6:3 (10.), 10:5 (17.) und 13:7 (23.) hatte die HSG sich schnell einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. Aufgrund einer Schwächephase und etwas überhasteter Abschlüsse vor der Halbzeit und weil auch VfL-Schlussmann Simon Tölke mit tollen Paraden auf sich aufmerksam machte, war Pfullingen beim 14:11-Pausenstand allerdings wieder auf Tuchfühlung zu den Gastgebern.

 

Es folgte die Show des Konstantin Poltrum, fast zehn torlose Minuten für die spielstarken Gäste und ein Zwischenspurt der Konstanzer zum 19:11. Als Konstanz auf 23:14 erhöht hatte, waren die Schwaben eigentlich geschlagen, sie gaben sich aber noch längst nicht geschlagen. Mit einem 5:0-Lauf, weil die HSG nun reihenweise klarste Einwurfmöglichkeiten ausließ und zunächst Probleme mit der Manndeckung für Mathias Riedel und den 14-fachen Torschützen Paul Kaletsch hatte, verkürzten die Gäste auf 19:23. Am letztlich sicheren 26:19-Heimsieg, bei dem Lukas Beck nach seinem Zaubertor von dieser Position vor Wochenfrist in der zweiten Mannschaft zwischenzeitlich auf der linken Außenbahn zum Einsatz kam, änderte dies jedoch nichts mehr.

 

„Wir hatten uns für die Deckung einiges vorgenommen, denn letzte Woche war das einfach zu wenig“, konstatierte Daniel Eblen. „Zusammen mit einer besseren Abwehr hat Konsti wieder überragend gehalten.“ Dennoch hatte er auch erkannt, dass seine Mannschaft im Angriff „nicht besonders effektiv war. Umso wichtiger war die stabile Defensive. Die Duelle in der Abwehr haben wir gewonnen, vorne können wir noch mehr, hier haben wir von allen Positionen zu viele Großchancen liegen gelassen.“

 

Mit dem deutlichen Heimsieg gegen Pfullingen hat die HSG Konstanz ihren Vorsprung auf Verfolger Leutershausen, dessen Nachholpartie beim Tabellendritten TV Hochdorf am 20. April ausgetragen wird, wieder auf fünf Punkte ausgebaut. Damit ergibt sich – trotz des Nachholspiels – eine hervorragende Ausgangsposition für den aktuellen Drittliga-Spitzenreiter. Mit einem Sieg am 16. April beim Tabellenzweiten mit der Unterstützung von an die 150 mitreisenden HSG-Fans ist die HSG Konstanz bei dann fünf Punkten Vorsprung nach 28 von 30 Saisonspielen – egal wie die verlegte Partie in Hochdorf endet – Süddeutscher Meister und Aufsteiger in die 2. Bundesliga.

 

Die Vorfreude auf den Matchball ist deshalb nicht nur beim HSG-Coach schon riesengroß. Eblen: „Es ist alles angerichtet für ein tolles Spitzenspiel. Alles was bisher war, spielt in diesem Match keine Rolle. Es geht nur um 60 Minuten Handball. Das wird ein riesen Ding und es ist alles drin.“ Er warnt jedoch vor der SG Leutershausen, die im Jahr 2016 bei zehn Siegen lediglich zwei Unentschieden aufzuweisen hat. „Die SGL hat gerade einen richtigen Lauf, das wissen wir. Vielleicht können wir ihnen dennoch ein Schnippchen schlagen.“ Konstantin Poltrum sieht es genauso: „Für solche Duelle spielt man Handball, es kann doch nichts Schöneres geben. Die Anspannung und Freude sind da. Was der Gegner macht, ist uns egal, wir besinnen uns auf unsere eigenen Stärken. Leutershausen hat jetzt allerdings den Druck, unbedingt gewinnen zu müssen.“

 

HSG Konstanz – VfL Pfullingen 26:19 (14:11)

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Maximilian Wolf (Tor); Fabian Schlaich (1), Marius Oßwald, Mathias Riedel (4), Kai Mittendorf, Simon Flockerzie, Matthias Stocker (2), Michael Oehler, Lukas Beck, Paul Kaletsch (14/8), Alexander Lauber (4), Fabian Maier-Hasselmann, Tim Jud (1).

Zuschauer: 1300.

 

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