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„Wäre mit der größte Coup meiner Trainerkarriere“: HSG möchte in Wilhelmshaven überraschen

„Wäre mit der größte Coup meiner Trainerkarriere“: HSG möchte in Wilhelmshaven überraschen

Durchsetzungsstärke aus dem Rückraum ist gefragt: Felix Gäßler strebt mit der HSG Konstanz "einen Coup" an der Nordsee an.

 

2. Handball-Bundesliga:

Wilhelmshavener HV – HSG Konstanz

(Samstag, 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena)

 

Der Spielplan der 2. Handball-Bundesliga hat es für die HSG Konstanz im Herbst in sich. Zuerst mussten 1800 Kilometer für das Auswärtsspiel in Lübeck an die Ostsee bewältigt werden, nun stehen dem Team von Trainer Daniel Eblen 1660 Kilometer nach Wilhelmshaven an die Nordsee und schließlich sogar 2000 Kilometer nach Rostock erneut an die Ostsee bevor – und das alles hintereinander. Eblen zuckt angesichts des harten Auswärtsspiel-Programms nur mit den Schultern: „Da müssen wir durch. Dann haben wir die weitesten Fahrten immerhin hinter uns und müssen sie nicht mitten im Winter überstehen.“ Beim Wilhelmshavener HV wartet am Samstag um 19.30 Uhr nach einer langen Anreise die bislang wohl größte Überraschungsmannschaft der Saison – allerdings im negativen Sinne.

 

Als Aufsteiger landete das Team aus der 75000 Einwohner zählenden Nordseestadt in der Vorsaison nach einer bärenstarken Spielzeit als bester Neuling auf einem beachtlichen sechsten Tabellenplatz – und schaffte damit als einziger Aufsteiger den Klassenerhalt. Trotz weitgehender Kontinuität im erfahrenen Kader der Niedersachsen, mit 27,3 Jahren der mit dem höchsten Durchschnittsalter der Liga und im Schnitt fast vier Jahre älter als der der HSG, startete der Wilhelmshavener HV in seine insgesamt achte Zweitliga-Spielzeit mit sechs Niederlagen in Folge. Die niederschmetternde Zwischenbilanz: 0:12 Punkte und der letzte Platz. Für Daniel Eblen ein nicht zu erklärender Einbruch: „Man kann nur wieder sehen, wie stark diese zweite Liga ist. Wenn hier nur ein kleines Rädchen nicht mehr greift, kann es sein, dass der ganze Apparat nicht mehr funktioniert. Dann kommt man in eine Negativspirale und findet sich ganz schnell ganz unten.“

 

Welches Rädchen beim ehemaligen Erstligisten – immerhin sechs Jahre lang wurde in Wilhelmshaven bis 2008 Erstliga-Handball geboten – nicht mehr richtig greifen wollte, vermag niemand zu sagen. Selbst in der Stadt mit dem ersten deutschen Kriegshafen und dem mittlerweile mit Abstand größten Standort der Bundeswehr war man ratlos. Bis auf die beiden Routiniers Ivo Warnecke und Oliver Köhrmann gab es keine Abgänge. Dazu verletzte sich Janik Köhler vor Saisonbeginn, womit neben Köhrmann der zweite Mittelmann ausfiel. Kurzerhand reaktivierte man darauf den mittlerweile 40-jährigen deutschen Ex-Nationalspieler Oliver Köhrmann wieder, den älteren Bruder des jungen Trainers Christian Köhrmann. Prompt folgte kurz darauf das langersehnte erste Erfolgserlebnis am letzten Wochenende mit einem 23:21-Sieg in Ferndorf.

 

Der HSG-Coach ist sich daher sicher: „Mit dem Potenzial, über das der WHV verfügt, werden die nicht mehr lange dort unten stehen. Ich denke sogar, dass sie am Saisonende wieder im oberen Tabellendrittel sein werden.“ Dabei verweist er auf eben jenen reaktivierten Ex-Erstligaspieler Köhrmann als auch auf Torwart Adam Weiner, 41-jähriger ehemaliger polnischer Nationaltorwart, EHF-Pokalsieger und Vize-Weltmeister 2007 mit Polen in Deutschland. „Das ist also schon ehemalige nationale und internationale Spitze“, warnt Eblen angesichts des brandgefährlichen, wurfgewaltigen und zugleich beweglichen Rückraums des kommenden Gegners. Mit René Drechsler (262 Tore) steht ein von den Managern und Trainern der 2. Handball-Bundesliga zum Spieler der Saison 2015/2016 gewählter Shooter ebenfalls wie Tobias Schwolow (266 Tore) beim WHV unter Vertrag. Der viertbeste und drittbeste Torjäger der vergangenen Saison bilden im rechten und linken Rückraum ein Duo, das in Liga zwei seinesgleichen sucht und sogar noch durch den slowakischen Nationalspieler Lukáš Kalafút ergänzt wird, während auf Linksaußen Junioren-Nationalspieler Lukas Mertens wirbelt.

 

„Tolle Spieler“, sagt Eblen beeindruckt, „aber man kann sich nicht mehr wie in der 3. Liga auf einzelne Spieler konzentrieren, da muss man andere Lösungen finden, weil Wilhelmshaven auch die Variante an den Kreis und über Außen sehr gut beherrscht.“ Wichtig ist ihm vor allem ein im Vergleich zum Spiel gegen Saarlouis wieder deutlich verbessertes Zusammenspiel in der Abwehr. Der Gegner Wilhelmshaven setzt in der Deckung ebenso auf Stabilität im Innenblock, steht kompakt, ist aber auch auf Ballgewinne aus. Dank unterschiedlicher Strategien ist das Spiel der Norddeutschen jedoch schwer ausrechenbar, weshalb Daniel Eblen vor dem Duell des ältesten Teams der Liga gegen eines der jüngsten feststellt: „Eine gute Mannschaft mit sehr durchdachtem Kader. Wenn wir hier einen Sieg landen könnten, wäre das mit der größte Coup, den ich als HSG-Trainer feiern durfte.“

 

Wie schon gegen Bad Schwartau wird sich der HSG-Tross bereits am Freitagmittag auf den weiten Weg an die Nordsee machen, in Göttingen Quartier beziehen und am Samstagmittag nach der Videoanalyse sowie ein wenig Bewegung im Fitnessbereich und Schwimmbad des Hotels zur Nordfrost-Arena starten. Simon Flockerzie wird dabei weiter definitiv fehlen, dazu steht hinter der Mitfahrt und dem Einsatz von Paul Kaletsch noch ein größeres, hinter dem von Kapitän Fabian Schlaich ein kleineres Fragezeichen. Um die Köpfe nach der Pleite gegen Saarlouis etwas freizubekommen, hat der Konstanzer Übungsleiter die Trainingsschwerpunkte Anfang der Woche etwas vom taktischen in den athletischen Bereich verschoben. „Die Stimmung war gut“, erzählt er, „es gibt auch keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Wir sind optimistisch, weil wir alle wissen, dass wir es besser können.“

 

Live dabei können Sie immer über den neuen, umfangreichen Liveticker zum Spiel sein. Dazu werden wir auf www.facebook.com/hsgkonstanz wie gewohnt aktuell berichten und Live-Videos zeigen.

 

Ab 19.05 Uhr kann das Spiel zudem live über Radio Jade verfolgt werden. Hier geht's direkt zum Webplayer.

 

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