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Zwei Auswärtsspiele innerhalb von 47 Stunden: An ungewöhnlichem Doppelspieltag drei Tage unterwegs

Fabian-Schlaich-und-Paul-Kaletsch-HSG-Konstanz-Aue Zusammenhalt wird wichtig sein: Fabian Schlaich und Paul Kaletsch stimmen sich auf die dreitägige Reise auf der Suche nach den ersten Auswärtspunkten ein.

2. Handball-Bundesliga:

DJK Rimpar Wölfe – HSG Konstanz

(Donnerstag, 20 Uhr, s.Oliver Arena Würzburg)

TuS N-Lübbecke – HSG Konstanz

(Samstag, 19 Uhr, Merkur-Arena)

 

Eine ähnliche Herausforderung in dieser Art und Weise ist selbst für die HSG Konstanz neu. Zwar ist sie mit über 19 000 Reisekilometern pro Saison als Deutschlands „Reisemeister“ einiges gewohnt, der anstehende Doppelspieltag ist aber auch für die Konstanzer aus dem äußersten Süden der Bundesrepublik völliges Neuland. Am Donnerstag, 20 Uhr, müssen sie in Würzburg bei den Rimpar Wölfen antreten, nur 47 Stunden später beim Ex-Erstligisten TuS  N-Lübbecke.

 

Das heißt für den HSG-Tross: Drei Tage unterwegs, keine Zwischenstation mehr daheim. Stattdessen Aufbruch am Donnerstagmittag, Spiel in Würzburg, Hotelübernachtung, Weiterfahrt nach Lübbecke, dort am Freitag das Abschlusstraining und am Samstag Spiel in Ostwestfalen. Danach geht es zurück an den Bodensee. Geplante Ankunft am Sonntag: Im Morgengrauen gegen sechs Uhr. „Rumheulen macht doch keinen Sinn“, nimmt es Daniel Eblen jedoch pragmatisch hin. „Natürlich ist das keine einfache Situation, aber wir beschweren uns nicht. Wir nehmen es, wie es kommt.“ Die Vorverlegung der Partie in Würzburg, die eigentlich erst für Mitte November geplant war, bringt für die Konstanzer neben großem Reisestress und der Doppelbelastung aber noch einen anderen Nachteil mit sich: Anders als an den bisherigen Doppelspieltagen mit einem Heim- und einem Auswärtsspiel, als die 2. Bundesliga noch 20 Teams zählte, ist der Gegner am Samstag ausgeruht, denn Lübbecke spielt erst dann nach der Länderspielpause wieder gegen die HSG Konstanz.

 

Doch statt mit dem für den Aufsteiger sehr ungünstigen Spielplan zu hadern, stand die Aufarbeitung der eigenen Unzulänglichkeiten im Spiel gegen Emsdetten im Fokus. Ein Tiefschlag, der mit dem entscheidenden Gegentor durch einen Siebenmeter nach Ablauf der Spielzeit nachwirkte. Doch selbst angesichts vieler leichter technischer Fehler und einer nicht besonders guten ersten Halbzeit nimmt der HSG-Coach seine Spieler in Schutz. „Wenn man über Einstellung spricht, wird ja schnell der Vorwurf laut, man hätte nicht gewollt“, erklärt er. Dem sei bei seinem Team allerdings mitnichten so. Vielmehr habe in den wichtigen Situationen im Angriff die hundertprozentige Genauigkeit gefehlt. Doch nun wird nach vorne gesehen.

 

Das spielfreie Wochenende nutze Konstanz zur Regeneration, davor wurde zu Beginn der letzten Woche die Intensität im Training allerdings noch einmal erhöht. Die bearbeitete Baustelle lag hier auch im Pass- und Angriffsspiel unter Druck „Die freien Tage waren wichtig“, meint der 44-Jährige. „Jetzt hoffen wir, dass sich Regeneration und Training an den Schwachstellen bezahlt machen.“ Zunächst steht das Spiel bei den toll in die Saison gestarteten Rimpar Wölfen oben auf der Agenda, die nach zwei Niederlagen vor der Pause vom zweiten auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht sind. Ein weiterer Beleg dafür, wie eng es in der 2. Bundesliga zugeht – auch für die Gelb-Blauen. Im Moment stehen sie auf dem Relegationsrang, das rettende Ufer ist jedoch nur einen Zähler entfernt.

 

Sollten weitere in Bayern hinzukommen, dürfte bei den Buchmachern mit einer lukrativen Quote einiges mit Sportwetten zu gewinnen sein. Denn mit lediglich 205 Gegentoren in neun Begegnungen stellt Rimpar die beste Defensive der Liga. Der seit Jahren kompakte 6:0-Abwehrriegel  kann inzwischen mit dem aus Düsseldorf neu gekommenen Trainer Ceven Klatt auch recht offensiv agieren, hat aber vor allem in Torwart Max Brustmann (36) einen der erfahrensten und besten Rückhalte im Team. Über 36 Prozent der Würfe auf sein Tor pariert das DJK-Urgestein – Bestwert der Liga unter den viel spielenden Keepern. Dazu stehen Ausnahmekönner wie Ex-Nationalspieler Benjamin Herth, Benedikt Brielmeier, Patrick Schmidt und Benedikt Kaufmann im Aufgebot. „Mit der sehr, sehr guten Abwehr und auch in der Offensive bekannten Namen werden wir alle Hände voll zu tun haben“, prognostiziert Eblen einen schweren Gang nach Würzburg.

 

Direkt danach spielt das Thema Regeneration die größte Rolle, auch wenn sich diese durch die Busfahrten nicht wie gewünscht durchführen lässt. In Lübbecke, mit knapp 700 Kilometern Entfernung zu Konstanz eine der weitesten Auswärtsreisen der HSG, wird am Freitag immerhin regulär trainiert. Tags darauf wartet „eine hohe Qualität“, so Eblen, beim Ex-Erstligisten, der bislang unter seinen Möglichkeiten blieb. Ausgerechnet bis auf die letzten Wochen. Mit zuletzt zwei Erfolgen in Serie scheint der mit zahlreichen Nationalspielern diverser Nationen gespickte TuS angekommen in der neuen Spielzeit und zu alter Stärke zurück gefunden zu haben. Spielgestaltung, Dynamik und Wurfkraft aus dem Rückraum haben den Konstanzer Übungsleiter dabei besonders beeindruckt. „Sie sind in jeglicher Hinsicht sehr ausgeglichen“, weiß er. Will sich die mit einem Durchschnittsalter von erst 22,8 Jahren wohl jüngste Mannschaft des Bundesliga-Unterhauses behaupten und womöglich gar zum ersten Punkt in der Fremde kommen, „müssen wir zusehen, besser ins Spiel und eine gute Abwehr gestellt zu bekommen. In der Aggressivität und Kommunikation erwarte ich mir mehr.“ Mehr als gegen Emsdetten, mit viel Bewegung im Angriff.“ Wieder wird dabei die Balance zwischen Geduld und Zug zum Tor die Schwierigkeit sein. Mit etwas Zählbarem im Gepäck wären dann auch sämtliche Reisestrapazen schnell vergessen. Positiv betrachtet bietet sich innerhalb von nur 47 Stunden gleich zweimal die Chance auf die ersten Zähler in fremder Halle.

 

Die beiden Spiele werden im kostenlosen Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream übertragen.

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