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„Zwei Punkte lagen kurz mal auf dem Tablett“: HSG vergibt gegen Hamm sieben freie Chancen

Paul-Kaletsch-HSG-Konstanz-Hamm

Großer Kampf, gute Partie und mit sechs Treffern bester Torschütze der Partie: Torjäger Paul Kaletsch.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – ASV Hamm-Westfalen 21:24 (10:11)

 

Der Start in die neue Saison ist der HSG Konstanz nicht geglückt. Trotz gerade in der ersten Halbzeit guter Leistung musste sich die Eblen-Equipe dem ASV Hamm-Westfalen mit 21:24 (10:11) geschlagen geben. „Wenn man sieben ganz freie Chancen nicht nutzt, hat man keine Chance“, sagte HSG-Cheftrainer Daniel Eblen nach der wie schon im letzten Spieljahr hart umkämpften Partie.

 

Den besseren Start hatten dennoch die Gastgeber. Felix Klingler besorgte bei seinem Debüt im HSG-Trikot mit seinem ersten Wurf gleich einmal das 1:0 und mit seinem zweiten das 3:1 nach viereinhalb Minuten. Während Konstanz somit über die rechte Seite große Gefahr ausstrahlte, wurde auf der linken Kapitän und Leistungsträger Fabian Schlaich gegen die mit vollem Aufgebot angereisten Westfalen schmerzlich vermisst. Während Konstanz einige klarste Einwurfmöglichkeiten ausließ, zeigte sich Hamm bei der Verwertung von Großchancen deutlich effektiver, obwohl Konstantin Poltrum mit 16 Paraden und 40 Prozent Abwehrquote einen Sahnetag erwischt hatte.

 

Das Problem für Konstanz: Felix Storbeck im ASV-Tor stand dem in nichts nach und kam bei zwölf Paraden auf knapp 39 abgewehrte Würfe. „Was wir uns strategisch vorgenommen haben, ist fast alles aufgegangen“, zeigte sich Daniel Eblen gar nicht unzufrieden mit der Leistung seiner sehr jungen Mannschaft. „Wir wollten das Ergebnis niedrig halten, dass nicht viel Tore fallen – aber dennoch Tempo gehen.“ Nach dem 3:6 nahm Konstanz auch wieder Fahrt auf und stellte schnell wieder den 6:7-Anschluss her (18.).

 

Der Auftakt in einen spannenden Kampf um jeden Millimeter, in dem sich keine Mannschaft einen Vorteil verschaffen konnte. Julius Heil war es, der mit einem echten Geschoss unter die Latte aus dem Rückraum kurz nach der Pause den Ausgleich zum 11:11 besorgte. Auf die 13:16-Führung der Gäste (44.) ließ die HSG Konstanz eine beeindruckende Aufholjagd folgen, die im 18:17 mündete, als Felix Krüger und Felix Klingler innerhalb von 15 Sekunden das Spiel gedreht und die Halle zum Toben gebracht hatten. „Am Ende hat uns die Coolness gefehlt“, meinte Daniel Eblen. „Aber vor allem in der Abwehr war das ein gutes Spiel. Mit dem Ergebnis sind wir nicht zufrieden, doch ich habe zum Auftakt schon ganz andere Spiele erlebt.“

 

Sein Gegenüber, der neue ASV-Trainer Kay Rothenspieler, war erleichtert: „Wir sind froh, gewonnen zu haben, das war ein schweres Spiel. Wir wussten, dass Konstanz zu Hause sehr kampfstrak ist und haben gut gespielt. Beim 18:17 für die HSG hatten wir eine schwere Phase zu überstehen, Kompliment wie wir hier zurückgekommen sind.“ Denn statt nach dem 19:18 das 20:18 folgen zu lassen, scheiterten die Gelb-Blauen zweimal frei im Tempogegenstoß, während sich Hamm nun gnadenlos effektiv im Bestrafen der Konstanzer Fehler im Angriff zeigte und mit einigen Gegenstößen die Begegnung erneut drehen konnten. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende ließ Mathias Riedel noch einmal Spannung und Hoffnung für die HSG aufkommen, doch das hohe Risiko in den letzten Minuten nutzte der ASV Hamm zur endgültigen Entscheidung – 21:24.

 

„Dieses Spiel muss man nicht verlieren, es wäre mehr drin gewesen“, ärgerte sich Paul Kaltesch, der mit sechs Treffern beste Torschütze der Partie. „Die zwei Punkte lagen kurz mal auf dem Tablett, als wir in Führung gehen. Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, haben uns die Chancen gut herausgespielt, vor allem in der ersten Halbzeit. Da hat nur die Verwertung gefehlt.“ So habe sich seine Mannschaft nicht noch mehr Sicherheit und einen Vorsprung erarbeiten können meinte der Torjäger, der die Abwehr und Torhüter Konstantin Poltrum lobte. „In der zweiten Halbzeit hat das Tempo gefehlt“, fuhr er fort. „Irgendwie kam ein leichter Bruch in unser Spiel, wo wir sehr viel Kraft und Arbeit für unsere Tore benötigt haben. Insgesamt waren wir nicht effizient genug.“

 

Am Samstag, 19 Uhr, tritt die HSG Konstanz nun beim Aufsteiger HC Rhein Vikings in Düsseldorf an und hat wie im vergangenen Jahr, als der Auftakt gegen Meister TuS N-Lübbecke knapp verloren ging, das Ziel, den darauf folgenden Auswärtssieg, damals in Hüttenberg, zu wiederholen. Vor allem der Kampfgeist macht Paul Kaletsch Hoffnung, denn die HSG hat sich „nicht umwerfen lassen von den vergeben Chancen“, so der 25-Jährige. „Jetzt ist es unser Ziel, es wie im letzten Jahr zu machen – warum nicht wieder? Es haben Kleinigkeiten gefehlt, jetzt wollen wir zeigen, dass wir letztes Jahr schon in der zweiten Liga waren. Dass das bei den Vikings schwer wird, ist jedem klar. Wir werden Vollgas geben.“

 

HSG Konstanz – ASV Hamm-Westfalen 21:24 (10:11)

 

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum (16 Paraden/davon ein Siebenmeter), Stefan Hanemann (Tor); Benjamin Schweda (1), Mathias Riedel (2), Tom Wolf (3), Paul Kaletsch (6), Felix Krüger (2), Fabian Maier-Hasselmann, Felix Gäßler, Tim Jud, Samuel Wendel, Chris Berchtenbreiter (1), Maximilian Schwarz, Sebastian Bösing, Felix Klingler (5/1), Julius Heil (1).

Trainer: Daniel Eblen

 

ASV Hamm-Westfalen: Storbeck (12 Paraden/davon zwei Siebenmeter), Lorger (1 Parade) (Tor); Blohme (1), Huesmann, Brosch (3), Fuchs (1), Fridgeirsson (3), Schwabe (1), Krieg (5), Gudat (2), Voss-Fels, Papadopoulos (2/2), Zintel (1), Possehl, Neuhold (5).

Trainer: Kay Rothenspieler

 

Zuschauer: 700 in der Schänzle-Sporthalle Konstanz.

 

Schiedsrichter: Jan und Manuel Lier (Korntal-Münchingen und St.Gallen).

 

Zeitstrafen: 2 – 2 Minuten (Berchtenbreiter – Fuchs).

 

Siebenmeter: 2/1 – 3/2 (Poltrum  hält gegen Papadopoulos – Storbeck hält gegen Kaletsch und Klingler).

 

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