Felix-Krueger-HSG-Konstanz-Bern Harter Kampf im Testspiel gegen Bern. Hier wird Felix Krüger gestoppt.

Testspiel:

HSG Konstanz – BSV Bern 26:27 (14:13)

 

Völlig unterschiedliche Phasen, zwei Rote Karten für Bern und zwei Verletzte auf Konstanzer Seite: Im Testspiel zwischen Zweitligist HSG Konstanz und dem BSV Bern ging es hoch her. Am Ende gewannen die Eidgenossen trotz 21:16-Führung der HSG knapp mit 27:26 (13:14). Der nächste Test findet am Freitag, 19.30 Uhr, erneut in der Egelsee-Sporthalle Kreuzlingen gegen den 21-fachen Schweizer Meister GC Amicita Zürich statt.

 

Das aufgrund von Renovierungsarbeiten in der heimischen Schänzle-Sporthalle in Kreuzlingen ausgetragene Duell mit dem aktuellen Europapokalstarter Bern, der in der letzten Saison im Halbfinale der Schweizer Meisterschaft stand, hatte dabei gut für die in mehreren Formationen auflaufende HSG Konstanz begonnen. Mit 2:0 und 3:1 legten die Konstanzer in der Nachbarstadt los, die Eidgenossen konterten nach dem 5:5 mit einem 4:0-Lauf zum 9:5. Was schon die größte Baustelle der HSG aufdeckte: Nach vielen Blockwechseln kam immer wieder mächtig Sand in das Getriebe und konnte das Niveau nicht gehalten werden. Cheftrainer Daniel Eblen dazu: „In ein paar Formationen waren richtig gute Sachen dabei, in anderen genau das Gegenteil.“

 

Die Phase Ende der ersten Halbzeit gehörte wieder seiner Mannschaft, die nun ihrerseits binnen weniger Minuten zum 11:11 ausglich, gar mit 14:12 in Front ging und zur Pause mit 14:13 führte. Konstanz probierte weiter viel aus, unterschiedliche Abwehrformationen und unterschiedlichste Aufstellungen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs starteten die Gelb-Blauen dann richtig durch. Ein paar Zeigerumdrehungen nach dem Seitenwechsel stand es schon 20:15. Mit Ballgewinnen in der Deckung und schnellem Konterspiel setzten sie sich ab.

 

„Wir haben aber noch nicht die Konstanz in der Mannschaft“, zeigte Eblen auf, „genauso wie im Zeitablauf.“ 21:16 und 24:20 führte Konstanz – bis erneut die Aufstellung getauscht wurde und sich Bern besser auf die neue Spielweise der HSG eingestellt hatte. Zudem wurde nun deutlich, dass der Schweizer Topclub sich nicht die Blöße einer Niederlage geben wollte. In der letzten Viertelstunde wurde es deutlich ruppiger und Bern kassierte innerhalb von nur vier Minuten zwei Rote Karten. Für Matthias Hild hatte die zuvor gegangene harte Aktion böse Konsequenzen, Fabian Wiederstein war schon zuvor ausgeschieden. Beide konnten in der letzten Viertelstunde nicht mehr mitwirken. Die genauen Diagnosen stehen noch aus, ebenso wie die Ausfallzeit. Auf Fynn Beckmann hatten die Konstanzer ohnehin verzichten müssen, er sollte nach einem Muskelfaserriss jedoch beim DHB-Pokalspiel in Aue wieder einsetzbar sein.

 

Konstanz wirkte in der Schlussphase völlig von der Rolle, vergab viele klare Chancen und kassierte nach dem eigenen 24:20 bald das 24:25. Danach drehte der deutsche Zweitligist die Partie noch einmal zum 26:25, unterlag aber letztlich dennoch knapp mit 26:27 und hinterließ trotz eines über weite Strecken ordentlichen Auftritts einen nicht zufriedenen Coach. „Es war zwar schon besser, aber“, so Eblen, „wir bekommen körperlich etwas ab und ziehen uns zurück. Dabei muss uns bewusst sein, dass in der 2. Bundesliga noch ganz anderes auf uns warten wird. Dass wir da zurückstecken, kann nicht sein.“ Bereits jetzt müsse man auf diesem Level mithalten, fordert der 44-Jährige. Am Freitag, 19.30 Uhr, kommt dazu der 21-fache Schweizer Meister GC Amicitia Zürich mit einigen ehemaligen Spielern der 1. und 2. Bundesliga in Deutschland in die Egelsee-Sporthalle Kreuzlingen.

 

„Jeder hat gesehen, wo er steht“, machte Eblen aufgrund des Leistungsgefälles deutlich. „Es gab viel Licht, aber manche laufen auch noch ihrer Form der letzten Saison etwas hinterher.“ Dennoch sei es dem gebürtigen Konstanzer lieber, „die Jungs gehen auf das Tor, als passiv auf 13 Metern hin und her zu spielen.“ Nur so könne man zueinander finden – alleine die Entscheidungen waren oft die falschen. Die Spielweise der Schweizer am Ende kritisierte er ausdrücklich nicht, vielmehr nahm er seine eigene Mannschaft in die Pflicht. „Wir müssen uns“, meinte Eblen, „eben anpassen. Es gilt, nicht nur einzustecken, sondern selbst aktiv den Körperkontakt zu suchen. Das gehört zum Handball dazu, nicht nur handballerisch gefällig zu spielen.“ Zudem möchte er gegen Zürich auch gewinnen, denn vergebene entscheidende Abschlüssse sind „Mist, nicht schade.“

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Michael Haßferter, Simon Tölke (Tor); Michel Stotz (4), Fabian Schlaich, Áron Czakó, Matthias Hild, Tom Wolf (4), Fabian Wiederstein (1), Paul Kaletsch (6/2), Felix Krüger (2), Fabian Maier-Hasselmann (1), Joschua Braun (2), Tim Keupp (2), Tim Jud (1), Samuel Wendel (3).

 

 

Sommerfahrplan der HSG Konstanz:

HSG Konstanz – VfL Pfullingen 37:27 (18:12)

HBW Balingen-Weilstetten – HSG Konstanz 33:26 (14:13)

HSG Konstanz – HC Kriens-Luzern 25:26 (15:15)

3. Platz beim Riva-Cup: TuSEM Essen (15:17), Pfullingen (20:13) und Oppenweiler/Backnang (15:18)

HSG Konstanz – BSV Bern 26:27 (14:13)

9. August, 19.30 Uhr, Egelsee-Sporthalle Kreuzlingen: Testspiel gegen GC Amicitia Zürich

14. August, 20.15 Uhr, Uni-Sporthalle Konstanz: Testspiel gegen SV Salamander Kornwestheim

17. August, 17.30 Uhr: 1. Runde DHB-Pokal in Aue gegen EHV Aue (mögliche 2. Runde am 18. August, 15 Uhr, gegen Ludwigshafen oder Leutershausen)

24. August, 19.30 Uhr: Saisonstart 2. Handball-Bundesliga in Hüttenberg

30. August, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz: Erstes Heimspiel 2. Bundesliga gegen SG BBM Bietigheim

 

Kurzfristige Änderungen möglich. Bitte aktuelle Hinweise auf www.hsgkonstanz.de beachten.