Head Bundesliga mit Zertifikat farbig

bl saison

Berichte

Zweiter Anzug sitzt noch nicht: Konstanz unterliegt nach Sechs-Tore-Führung Schweizer Topteam

Zweiter Anzug sitzt noch nicht: Konstanz unterliegt nach Sechs-Tore-Führung Schweizer Topteam

Marius Oßwald erzielte ein spektakuläres Tor zum zwischenzeitlichen 23:26 gegen St. Gallen.

 

Testspiel:

HSG Konstanz – TSV St. Otmar St. Gallen 26:29 (15:14)

 

„Wenn man so viele Fehler macht und wenn der Trainer so wechselt, kann man nicht gewinnen“, gab Cheftrainer Daniel Eblen nach der Partie gegen den Schweizer Topklub TSV St. Otmar St. Gallen selbstkritisch zu Protokoll, obwohl das Ergebnis nicht im Vordergrund stand und noch einmal viel ausprobiert werden sollte. Nach starken ersten 20 Minuten und einer komfortablen 12:6-Führung wurde so von einem guten Gegner deutlich aufgezeigt, dass der zweite Anzug der HSG noch nicht sitzt. Aufgrund einer viel zu hohen Fehlerquote in Abwehr und Angriff gab Konstanz den Vorsprung aus der Hand und musste sich nach einer 15:14-Pausenführung dem Schweizer Pokalfinalist und Meisterschaftshalbfinalist noch mit 26:29 geschlagen geben.

 

Danach sah es zu Beginn überhaupt nicht aus. Die Deckung stand gut, Torwart Konstantin Poltrum zeigte sich von Anfang an auf dem Posten und im Angriff lief der Ball gekonnt und mit hohem Tempo durch die Reihen des gastgebenden Zweitligisten. Mit gutem Zug zum Tor legte Konstanz von der ersten Minute an vor, zog sofort zum 4:1 davon, als Konstantin Poltrum sich einen frechen Heber bei einem Siebenmeter herunterfischte, und die nominell stärkste Aufstellung der HSG Konstanz nach dem 4:4-Ausgleich den Eidgenossen wenig Luft zum Atmen ließ. Paul Kaletsch, Matthias Stocker und Mathias Riedel zogen das Tempo nun noch einmal an und sorgten für einen Zwischenspurt zur Sechs-Tore-Führung (12:6, 20.). Auch, weil Gregor Thomann mit einem sehenswerten Zaubertor nach einem verunglückten Anspiel aus schier unmöglicher Position von Rechtsaußen die sich wegen gesperrter Tribüne rund um das Spielfeld tummelnden Zuschauer in Staunen versetzte. Die HSG Konstanz dominierte bis hierhin klar das Geschehen und hinterließ erneut einen bärenstarken Eindruck.

 

Anschließend wechselte Daniel Eblen komplett durch und gab jedem der 18 aufgebotenen Spieler seine Chance und Einsatzzeit. 13 der 15 Feldspieler trugen sich schließlich in die Torschützenliste ein, dennoch zeigte ein Gegner der Klasse von St. Gallen dem zweiten Anzug der HSG Konstanz seine Grenzen auf. Die ganz junge Konstanzer Garde hatte jetzt ihre Probleme, sich auf das hohe Tempo und variantenreiche Spiel der Gäste einzustellen, sodass der Vorsprung schon bis zum Seitenwechsel auf ein Tor geschrumpft war (15:14).

 

Viele technische Fehler und überhastete Abspiele nutze die international erfahrene Truppe aus der Ostschweiz mit einigen Tempogegenstößen in Hälfte zwei routiniert für den baldigen Führungswechsel. Mit schönen Kombinationen und individueller Klasse, die sich immer wieder bei tollen Toren aus dem Rückraum und sehenswerten Einzelleistungen offenbarte, ging der aktuelle Europapokalteilnehmer dazu bald das erste Mal selbst mit drei Treffern in Front (21:18). Die HSG-Talente fingen sich allmählich wieder etwas, doch in der sonst so sattelfesten HSG-Defensive fand Konstanz nach wie vor viel zu wenig Zugriff auf die Gegenspieler, dazu kamen, so Eblen, „viel zu viele ganz frei vergebene Torchancen, nicht genutzte Siebenmeter, mehrere Bälle, die wir schnell im Gegenstoß nach vorne bringen wollen und sie dem Gegner in die Hände werfen.“ Alexander Lauber setzte nach zwischenzeitlichem Vier-Tore-Rückstand schließlich den Schlusspunkt zum 26:29-Endstand, nachdem Tim Jud mit schöner Körpertäuschung und Marius Oßwald mit einem spektakulären Treffer die HSG auf Tuchfühlung gehalten hatten.

 

Wäre es um Punkte gegangen, hätte der A-Lizenzinhaber nicht so viel gewechselt und so viele Formationen getestet, sagte er nach Schlusspfiff, doch er wollte noch einmal den gesamten großen Kader unter Wettkampfbedingungen in Augenschein nehmen. Eblen: „Heute hatten wir 18 Mann mit dabei, diesen Kader müssen und werden wir nun verkleinern.“ Schon am Donnerstag beim nächsten Testspiel um 20 Uhr beim Drittligisten SG Köndringen-Teningen wird die HSG Konstanz mit einem kleineren Aufgebot antreten. „Wir haben nicht mehr so viel Zeit, deshalb bin ich froh, dass wir die ersten acht bis zehn Mann gut zusammenhaben. Daraus sollen dann bald 14, vielleicht auch 16 werden, doch diese Integration benötigt noch etwas Geduld.“

 

Erfreulich war neben dem guten Eindruck der ersten zwanzig Minuten, dass bis auf den fehlenden Simon Flockerzie alle Spieler zum Einsatz kommen konnten, auch die zuletzt leicht angeschlagenen Matthias Stocker, Michael Oehler und der verletzte Felix Gäßler. „Es war wichtig und schön, heute nach dem guten Trainingslager auch wieder spielen zu können“, sagte der 22-jährige Rückraum-Shooter vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, an der auch Chris Berchtenbreiter zuletzt auf Torjagd fing und bilanzierte: „Wir haben den Gegner heute durch viele Fehler immer wieder stark gemacht, St. Gallen hat das gut ausgenutzt. Solche Erfahrungen macht man in der Vorbereitung auch einmal, obwohl uns das alle ärgert.“ Im Training und in Teningen gelte es, sich nun von einer anderen Seite zu zeigen, erklärte der gebürtige Lahrer. „Ich freue mich auf das Spiel, für Chris und mich ist es immer etwas Besonderes, dorthin zurückzukommen.“ Dabei wird mit Felix Zipf wieder ein Leistungsträger der Breisgauer zum Einsatz kommen, der zuletzt schmerzlich vermisst wurde.

 

HSG Konstanz – TSV St. Otmar St. Gallen 26:29 (15:14)

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Konstantin Poltrum, Patrick Glatt (Tor); Fabian Schlaich (3), Benjamin Schweda (2/1), Marius Oßwald (1), Mathias Riedel (2), Matthias Stocker (2), Michael Oehler, Paul Kaletsch (4/2), Felix Krüger (2), Alexander Lauber (2), Fabian Maier-Hasselmann (1), Tim Jud (2), Felix Gäßler, Sebastian Bösing (3), Chris Berchtenbreiter (1), Gregor Thomann (1).

 

// Zur großen Bildergalerie //

 

Der komplette Testspiel-Fahrplan im Überblick (Änderungen und Ergänzungen sind jederzeit kurzfristig möglich):

 

Alle Heimspiele sind markiert und finden in der Schänzle-Sporthalle statt.

  • Donnerstag, 11. August, 20 Uhr: SG Köndringen-Teningen – HSG Konstanz (Ludwig-Jahn-Halle)
  • Mittwoch, 17. August, 19.15 Uhr: HSG Konstanz – Fortitudo Gossau
  • Donnerstag, 18. August, 19.15 Uhr: HSG Konstanz – Pfadi Winterthur
  • Dienstag, 23. August, 20 Uhr: HSG Konstanz – HC Hard
  • Mittwoch, 24. August, 19 Uhr: HSG Konstanz – HBW Balingen-Weilstetten II
  • Samstag/Sonntag, 27./28. August: DHB-Pokal in Aue
  • Samstag, 3. September, 20 Uhr, Saisonstart 2. Bundesliga: HSG Konstanz – TuS N-Lübbecke

 

HSG Konstanz trotz hohen Sieges in Teningen nicht ...
Vor Test gegen St. Gallen: Eblen lobt nach gutem T...

Ähnliche Beiträge

Rothaus

a2r:media

Alexander Heitz

CineStar

Doser

Kempa

Randegger

Schwarz Aussenwerbung

Südstern - Bölle

 

sponsoren aesculap

Böhm Sport Konstanz

club aktiv

Ingun

Playlifesports/Tipico

Spar- und Bauverein Konstanz eG

Stadtwerke Konstanz

Volksbank Konstanz

     

Facebook Twitter Instagram YouTube

Jugendzertifikat 2020

Jugendzertifikat 2018

2HBL

HBL Kampagne
HBL Kampagne

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Durch Benutzen der Seite stimmen Sie unserer Cookie-Politik und Datenschutzerklärung zu.