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Irres Finish in Teningen: U23 dreht Partie in letzter Sekunde

Jubel-HSG-Konstanz-U23-Sieg

Mit einem verrückten, dramatischen Auswärtssieg wieder zurück in der Erfolgsspur: Die U23 der HSG Konstanz, das jüngste Team der Südbadenliga.

 

Südbadenliga:

SG Köndringen/Teningen II – HSG Konstanz II 31:32 (14:19)

 

Mit fünf Toren geführt, 30 Sekunden vor Ende in Rückstand und am Ende ein irres Finish zum wichtigen 32:31 (19:14)-Sieg: Die U23 der HSG Konstanz hat ihre Durststrecke nach vier Niederlagen zuvor mit einer emotionalen Achterbahnfahrt beendet und ist zurück in der Erfolgsspur.

 

Das Duell der beiden einzigen Reserven in der Südbadenliga bot dabei alles, was ein gutes Handballspiel ausmacht. „Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten, hochattraktiv“, sagte HSG-Cheftrainer Matthias Stocker, „mit viel Tempo und wenigen technischen Fehlern.“ Und Nervenkitzel bis zum Ende. Dafür war die SG Köndringen/Teningen auch mit einer bärenstarken Formation gegen den Rivalen vom Bodensee aufgelaufen. Vier Spieler, die am Tag zuvor in der 3. Liga siegreich waren, darunter auch der in dieser Saison mit Abstand erfolgreichste SG-Werfer Jonathan Fischer, aktuell sechstbester Torschütze in der 3. Liga. Und natürlich Christian Hefter, dem Drittliga-Rekordtorjäger.

 

Doch nach der Schlusssirene rannten nur die durch weiter große Verletzungssorgen mit lediglich neun Feldspielern angetretenen Gäste wie wild durch die Halle. Der Jubel der Konstanzer kannte nach einem irren Finish keine Grenzen. Fast das ganze Spiel hatten die in blau spielenden HSG-Talente geführt, teilweise mit fünf Toren, doch nach der letzten Auszeit traf die SG zum 31:30, 30 Sekunden vor dem Ende. Zehn Sekunden vor Schluss folgte die Antwort der Zweitliga-Reserve: Jonas Löffler zum 31:31, aber Köndringen-Teningen mit Ballbesitz und dem vermeintlich letzten Angriff. Doch Joschua Braun gelang der Steal, Philipp Kunde war schon gestartet und markierte mit dem schnellen Gegenstoß den Siegtreffer mit der Schlusssirene. Dann brachen alle Dämme bei der HSG Konstanz.

 

„Die Freude war extrem“, strahlte Stocker. „Es gibt nichts Schöneres, als in letzter Sekunde zu gewinnen.“ Er muss es schließlich wissen, sein direktes Freiwurftor nach Ablauf der Spielzeit zum Sieg gegen Leutershausen ist unvergessen. So fügte der 29-Jährige überglücklich hinzu: „Das war sehr befreiend und sehr wichtig. Man hat schon gemerkt, dass von den Jungs eine gewisse Last abgefallen ist.“ Dabei hätte es gar nicht zu diesem dramatischen Schlusspunkt kommen müssen, denn seine Mannschaft präsentierte sich im Vergleich zu den letzten Wochen in allen Mannschaftsteilen deutlich verbessert. Vor allem Torwart Lukas Herrmann wurde für seine „sehr gute Leistung“ von seinem Trainer gelobt, die nicht nur wichtig, sondern auch entscheidend war.

 

Samuel Löffler markierte so die 6:3-Führung nach etwas mehr als acht Minuten, bis Köndringen-Teningen zum 8:8 durch eben jenen Jonathan Fischer kam, der wahlweise am Kreis oder auch im linken Rückraum die größte Herausforderung für Konstanz darstellte und am Ende auf acht Treffer kam. Die HSG setzte sich mit einer guten Abwehrarbeit und viel Tempo im Umschaltspiel über Philipp Kunde bald wieder auf 15:10 (22.) ab, bis die Breisgauer mit einem 3:0-Lauf nach der Anfangsphase erstmals wieder zum Ausgleich kamen (26:26). „Wir hatten in der ersten Halbzeit eine gute Abschlussquote“, konnte Stocker zufrieden über die größte Problemstelle in der Vorwoche berichten. Im zweiten Durchgang jedoch fehlte Konstanz immer mehr die Durchschlagskraft und Effektivität im Angriff, als die Kräfte gegen die aggressive 3:2:1-Abwehr der Hausherren schwanden und sich kaum vorhandene Wechselmöglichkeiten bemerkbar machten.

 

„Aber wie Joschi und Philipp das in den letzten Sekunden geistesgegenwärtig gelöst haben war dann überragend“, meinte Stocker, der sich nach dem Erfolg gegen einen starken Gegner darüber freute, dass die Moral seines blutjungen Teams belohnt wurde.

 

SG Köndringen/Teningen II - HSG Konstanz II 31:32 (14:19)

 

HSG Konstanz: Sven Gemeinhardt, Lukas Herrmann (Tor); Luca Merz (1), Marius Oßwald (3), Philipp Kunde (8/1), Pascal Mack (3), Samuel Löffler (7), Jonas Löffler (5), Manuel Wangler, Joschua Braun (5/1), Carl Gottesmann.

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