Perspektivteam ohne Erfolgserlebnis in Sandweier

Oberliga Baden-Württemberg:

TV Sandweier - HSG Konstanz II 31:27 (18:14)

 

Das Perspektivteam der HSG Konstanz verpasste in Sandweier die Chance, im Abstiegskampf in der Baden-Württemberg-Oberliga wichtige Punkte zu sammeln. Während der Gastgeber nach dem Schlusspfiff vor etwa 400 Zuschauern den wichtigen Sieg gebührend feierte und das Perspektivteam in der Tabelle somit überflügelt, bleibt den Gästen aus Konstanz nur die Erkenntnis, dass hier in Sandweier an diesem Tag auch Punkte zu holen gewesen wären. Dazu hätte es aber einer konzentrierteren Leistung sowohl in der Abwehr als auch im Angriff bedurft. Trainer Gabor Soos analysierte wenige Minuten nach Spielende: "Ich habe den Eindruck, das einige Spieler sich dem Ernst der Lage immer noch nicht bewusst sind, anders kann ich mir die unkonzentrierten Aktionen und die vielen Eigenfehler überhaupt nicht erklären. Wir müssen jetzt in den nächsten zwei Heimspielen ein Zeichen setzen, um wieder in die Spur zu kommen". Bis zum Spielstand von 4:4 verlief das Spiel noch völlig ausgeglichen, dann aber schlichen sich vermehrt die von Trainer Soos angesprochenen Fehler ein.

 

Während der Gastgeber aus Sandweier immer wieder Lücken in der Defensive des Perspektivteams erkannte und durch relativ leicht herausgespielte Tore meistens vorlegte, vertändelte Konstanz in der Vorwärtsbewegung häufiger den Ball und lud den Gegner regelrecht zu Tempogegenstößen ein. "Ich hatte den Eindruck, nicht alle Spieler meiner Mannschaft waren in dieser Phase hellwach. Anders kann ich mir die reihenweisen Ballverluste nicht erklären", merkte Gabor Soos in seiner weiteren Spielanalyse an. Sandweier nutzte dies konsequent aus und führte kurz vor der Halbzeit mit 18:13. Ein letzter zugesprochener Freiwurf vom an diesem Tag mit elf Treffern überragenden Felix Krüger brachte dann noch die Ergebnisverbesserung.

 

Trainer Gabor Soos sprach in der Pause die Mängel seiner Mannschaft detailiert an und forderte ein entsprechendes Auftreten in der zweiten Spielhälfte. Seine Ansprache schien Früchte zu tragen. Das Perspektivteam zeigte sich nun präsenter und minimierte die Fehler. Nach einem wunderschönen Kempatrick und zwei weiteren erfolgreichen Torabschlüssen leuchtete nach 41 Minuten nur noch ein 21:19 von der Anzeigetafel der Rheinguthalle in Sandweier. Dies veranlasste SVS-Coach Ralf Ludwig umgehend dazu eine Auszeit zu nehmen. Diese Maßnahme stoppte dann auch die Aufholjagd der Konstanzer. Angetrieben von dem erfolgreichsten Torschützen der Gastgeber Simon Bornhäußer kamen die jungen Konstanzer nie mehr näher als drei Tore an den Gastgeber heran. Auch die hektische Schlussphase des Spiels mit einigen Herausstellungen auf Seiten der Gastgeber konnte dem Spiel keine Wende mehr zugunsten der HSG Konstanz II verschaffen.

 

Somit ist das Perspektivteam nun in den nächsten zwei Wochen gefordert, in den Heimspielen beherzt und selbstbewußt aufzutreten, um diese erfolgreich zu gestalten. Am nächsten Wochenende werden schon die ehemaligen Mannschaftskameraden von HSG-Neuzugang Vincent Hummel vom TSV Deizisau in der Schänzle-Sporthalle erwartet. Dies wird sicher ein ganz heißer Tanz im Kampf um den Verbleib in der Baden-Württemberg-Oberliga.


HSG Konstanz II: Maximilian Wolf, Kristian Bozin (Tor); Luis Weber (3), Benjamin Schweda (5/1), Michael Schramm, Marvin Pafla, Marvin Storz, Jonas Löffler (1), Felix Krüger (11), Noah Meisinger, Luis Pfliehinger (5/3), Manuel Both (2), Finn Meiners, Vincent Hummel.