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Nach Sechs-Tore-Rückstand: U23 dreht hitziges Derby und stellt auf 14:0 Punkte

Jubel-HSG-Konstanz-U23-Derbysieg Derbysieger, Derbysieger, hey, hey! Die U23 feiert nach irrer Aufholjagd.

Oberliga Baden-Württemberg:

HSG Konstanz U23 – TuS Steißlingen 31:28 (12:13)

 

Wenn die Emotionen hochkochen, wenn es richtig zur Sache geht und es keinen mehr auf den Sitzen hält, dann ist Derby. Der erste Vergleich zwischen der U23 und dem TuS Steißlingen bot alles, was solch ein Lokalduell ausmacht. Eine volle Halle, gute Stimmung und „viel Feuer“, so HSG-Trainer Matthias Stocker nach einem hitzigen Schlagabtausch. Und: Eine nicht mehr für möglich gehaltene Wende. Nach einem Sechs-Tore-Rückstand drehte Konstanz die Partie in den letzten zwölf Minuten zum 31:28 (12:13)-Derbysieg und baute mit 14:0 Punkten die Tabellenführung weiter aus.

 

18:24 lag die Drittliga-Reserve gegen bärenstarke Gäste aus dem Hegau zurück, die im zehnfachen Torschützen Maurice Wildöer und Torhüter Leon Sieck ihre überragenden Kräfte hatten. Zwölf Minuten vor Schluss. Keiner rechnete mehr mit den HSG-Talenten. Bis Unglaubliches geschah. Ein Kempa-Versuch der Gäste landete im Aus – und die HSG legte nun erst richtig los. „Wir sind einfach noch einmal All in gegangen“, erklärte Stocker. Fünf Treffer in Folge legten seine Schützlinge nun nach – und alles war wieder offen, als Jerome Portmann das 23:24 besorgt und die Halle zum Kochen gebracht hatte. Sechs Minuten vor Schluss traf dann Joel Mauch zum ersten Ausgleich seit dem 13:13 kurz nach der Pause. Wieder Mauch war es, der dann die irre Aufholjagd mit der Führung zum 27:26 (57.) krönte. Wie im Rausch erhöhte Konstanz mit gnadenlosem Tempo auf 29:26 und konnte kurz darauf einen nicht mehr für möglich gehaltenen 31:28-Derbysieg feiern.

 

Neben der Unbekümmertheit und großartigem Kampfgeist hatte Stocker mit dem Schachzug, Maurice Wildöer in Manndeckung zu nehmen, durchschlagenden Erfolg. Zudem wusste die Drittliga-Reserve selbst den Platz, der sich durch die Manndeckung für Samuel Löffler ergeben hatte, nun – im Gegensatz zur ersten Halbzeit, als man sich allzu oft in Einzelaktionen verstrickt hatte – besser zu nutzen. Jerome Portmann und Patrick Volz bildeten die gefährliche Flügelzange, die nun eiskalt zuschlug. Stocker dazu: „Wir hatten am Ende ein paar Körner mehr und  konnten in den letzten 15 Minuten nochmal richtig auf das Tempo drücken. Kommen wir aber nicht in diesen Lauf, verlieren wir. Steißlingen war echt gut.“

 

Denn lange war der TuS obenauf. Führte 7:4 (14.), 18:14 (39.) und schließlich mit 24:18. Der Start war den Gastgebern mächtig missglückt. Für Stocker „eindeutig den Nerven geschuldet. Die Jungs waren in der neuen Situation sehr nervös.“ Und vielleicht auch etwas überrascht von der Galligkeit und Entschlossenheit der Steißlinger, die ungewohnte Schwächen auf Konstanzer Seite mit einfachen Fehlern und Fehlwürfen gnadenlos bestraften. Weil auch die sonst so sattelfeste Deckung nicht ihre gewohnte Stabilität ausstrahlte, konnte sich der TuS phasenweise deutliche Vorteile erarbeiten. Zwar kam die junge Stocker-Equipe immer wieder ran – aber nur kurzzeitig. Stocker: „Gegen Leon Sieck haben wir viel zu viel verworfen. Was der die ersten 40 Minuten gehalten hat, war schone eine Hausnummer.“

 

Und der 30-Jährige weiter: „Wir erzielen in 45 Minuten nur 16 Treffer – fast genauso viel wie in den letzten 15.“ Dann atmete er tief aus und zuckte mit den Acheln: „Puh, was dann passiert ist, ist schwer zu erklären. Wir haben vier, fünf gute Aktionen in Serie, kommen plötzlich vorne wie hinten in das Spiel und werden immer mutiger.“ Mit dem Ausgleich sei das Momentum vom fast schon sicheren Sieger auf die Seite seiner Mannschaft übergesprungen. Als die Konstanzer darauf allerdings einen Gegenstoß ausließen, hätte die Partie abermals kippen können. Doch es kam anders. Weil Konstanz nochmals zulegen konnte, die Emotionen trugen und sich das Talentteam wieder von der Seite zeigen konnte, die zuvor sechs Siege in sechs Spielen ermöglicht hatte.

 

Freudestrahlend, aber völlig am Ende lobte Matthias Stoker seine Spieler für ein außergewöhnliches Comeback: „Wenn du vor toller, voller Halle schon wie der Verlierer aussiehst und das Spiel dann so drehen kannst, ist das überragend. Es lief nicht, wir sind in deutlichem Rückstand und die Jungs kommen mit tollem Kampf und einer tollen Mannschaftsleistung zurück. Ich bin sehr stolz.“ Stolz auch darauf, wie sein Team den drohenden Wegfall des kompletten Innenblocks kompensierte, Kai Mittendorf sich angeschlagen ebenso in den Dienst der Mannschaft stellte wie Rückkehrer Manuel Both, der den Ausfall von Luca Merz auffing. Einmalig, so der HSG-Coach. Vor allem aber darauf, wie sein blutjunges Team in einer schier aussichtslosen Situation an und sogar über das eigene Limit ging und dafür belohnt wurde.

 

HSG Konstanz U23: Lukas Herrmann, Moritz Ebert (Tor); Joel Mauch (5/1), Kai Mittendorf, Jerome Portmann (6), Marius Oßwald (1), Hendrik Dahm, Pascal Mack (1), Patrick Volz (8/3), Samuel Löffler (3), Lars Michelberger, Simon Storz (3/3), Manuel Both (1), Jonas Hadlich (4).

Zuschauer: 550.

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