Jerome-Portmann-U23-HSG-Konstanz-St.-Georgen

Den guten Lauf fortsetzen möchte Jerome Portmann mit der U23 der HSG Konstanz.

 

Südbadenliga:

HSG Konstanz II – TB Kenzingen

(Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Auf einer kleinen Erfolgswelle reitet die U23-Mannschaft der HSG Konstanz im neuen Jahr. Drei von vier Begegnungen konnten erfolgreich gestaltet werden, die letzten beiden sogar bei vor der HSG platzierten Südbadenliga-Topteams. „Das war so nicht zu erwarten“, sagt dann auch Trainer Matthias Stocker zu den Siegen in Helmlingen und Sinzheim. Am Samstag, 20 Uhr, möchte die Zweitliga-Reserve nun in eigener Halle gegen Kenzingen nachlegen.

 

Doch die erfahrene Truppe aus dem Breisgau ist schwer ausrechenbar, konnte Muggensturm/Kuppenheim (24:23) und Spitzenreiter Hofweier (29:21) in die Knie zwingen, musste aber zuletzt just nach dem Coup gegen Oberliga-Absteiger Hofweier vier Niederlagen in Folge hinnehmen. Auch das Hinspiel ist Stocker Warnung genug, als seine Equipe zwar schlussendlich mit 27:23 triumphierte, dabei aber lange um den Erfolg bangen musste. „Das war ein kompliziertes Spiel“, warnt Stocker. „Aber wenn man nun die Ergebnisse von Kenzingen in eigener Halle betrachtet, war unser Sieg durchaus wertvoll und nicht selbstverständlich.“

 

Langsam, still und leise hat sich seine junge Mannschaft wieder an die Topränge herangeschoben, rangiert zwar im Moment „nur“ auf Platz sechs, weist dabei aber auch nur vier Zähler Rückstand auf den Spitzenplatz und deren drei auf den Relegationsrang auf. „Es ist alles sehr eng“, weiß der HSG-Coach und erklärt: „Deshalb waren die beiden Siege in Helmlingen und Sinzheim auch so wichtig, um den Anschluss zu halten. Hätten wir verloren, wäre es gelaufen gewesen.“ Denn abrücken möchte der B-Lizenzinhaber vom Saisonziel „unter die ersten Fünf“ auf keinen Fall. Stocker: „Mit den zwei Siegen können wir dieses Ziel weiter im Auge behalten.“

 

Doch dazu muss die Konstanzer U23 nun auch ihre Hausaufgabe gegen Kenzingen erledigen, will sie weiter auf Schlagdistanz zur Spitze bleiben. Für den Ex-Zweitligaspieler stellt Kenzingen „eine unglaublich erfahrene Mannschaft“, gegen die seine U23 vor dem eigenen Publikum bestehen möchte. Konnte er zuletzt noch auf Spieler wie Michael Oehler, Fabian Maier-Haselmann und Maximilian Wolf aus dem Zweitliga-Team zurückgreifen, so muss nun künftig ohne Verstärkung von oben ausgekommen werden. Dafür stehen, da bis Saisonende keine Spielplanüberscheidungen mehr vorliegen, die Talente aus der Bundesliga-A-Jugend regelmäßig zur Verfügung. „Wir müssen jedes Spiel aufs Neue kämpfen und an unser Optimum kommen“, hebt Stocker hervor. „Gelingt uns das, können wir jeden Gegner der Liga schlagen, gelingt es uns nicht, können wir aber genauso gegen jeden verlieren.“

 

Damit dies gegen Kenzingen nicht passiert, fordert der 30-Jährige höchste Konzentration von Beginn an, denn in Sinzheim ging die Anfangsphase etwas in die Hose und man konnte erst in letzter Sekunde den Rückstand aufholen und selbst den entscheidenden Siegtreffer mit der Schlusssirene landen. Vor allem die „haarsträubenden Fehler“ müssten dringen abgestellt werden, so der Trainer. „Ich weiß nicht, wie wir es trotzdem noch geschafft haben – das war schon kurios. Wir hatten dieses Mal das Glück auf unserer Seite – das war aber auch schon anders.“ Gegen Kenzingen soll nun wieder etwas mehr Souveränität und Dominanz von Beginn an unter Beweis gestellt werden – um sämtlichen anderen Faktoren, die nicht in der eigenen Hand liegen, keine Relevanz zukommen zu lassen.