Benjamin-Schweda-HSG-Konstanz-U23-Derby Nach seinem Comeback Leistungsträger und Kapitän der U23: Benjamin Schweda.

Oberliga Baden-Württemberg:

TV Bittenfeld II – HSG Konstanz U23 22:29 (13:14)

 

Die U23 der HSG Konstanz beendete die Saison in der Oberliga als Aufsteiger und jüngstes Team der Liga wie sie sie begonnen hatte: Mit einer Siegesserie. Der 29:22 (14:13)-Erfolg bei der Erstliga-Reserve des TVB Stuttgart war der vierte hintereinander und der zehnte im Jahr 2019 – bei nur zwei Niederlagen. Mit 37:19 Punkten sicherte sich die HSG-Talentschmiede als bester Aufsteiger sogar Platz drei, direkt hinter den beiden Aufstiegsrängen zur 3. Liga.

 

Dabei machte sich auch im letzten Auftritt vor der Pause wie schon so oft in dieser Spielzeit die mannschaftliche Geschlossenheit einerseits und die Breite des Kaders auf der anderen Seite bezahlt. Denn während der Gastgeber mit nur acht Feldspielern und zwei Keepern auskommen musste, konnte die HSG-Reserve trotz der Verletzungen von Kapitän Benjamin Schweda, Joel Mauch, Jerome Portmann, Jonas Löffler, Felix Fehrenbach und Moritz Ebert, der kurzfristig nach dem Aufwärmen passen musste, sowie einem angeschlagenen Samuel Löffler einen fast vollen Kader aufbieten. Darin sollte schließlich auch der Schlüssel zum insgesamt 18. Erfolg in dieser Spielzeit liegen. Konstanz konnte damit nicht nur das Tempo über die gesamte Spielzeit unglaublich hoch halten, auch die vielen jungen Spieler mit bislang eher weniger Einsatzzeiten nutzten die Chance eindrucksvoll und wollten sich zeigen. Vor allem Lars Michelberger und Luca Merz im Rückraum nutzten die defensive Abwehr der Württemberger zu fünf und vier Toren.

 

Manuel Both besorgte so schnell die 5:2-Führung (9.), allerdings kam Stuttgart fünf Minuten vor der Pause das erste und einzige Mal zur Führung (11:10). Nach einer knappen 14:13-Halbzeitführung war die Umstellung auf eine 6:0-Abwehr schließlich, neben den größeren Kraftreserven und der ungebrochen hohen Motivation der jungen Nachwuchsspieler, die einfach nicht locker lassen wollten, die siegbringende Entscheidung und der endgültige Knackpunkt. Den Hausherren, die versuchten das Tempo etwas zu verschleppen, hatten nicht die Durchschlagskraft im Rückraum, sodass Manuel Both und Kai Mittendorf im Innenblock und im Verbund mit Torwart Lukas Herrmann mehr und mehr zur unüberwindbaren Hürde wurden. Oft war der TVB nahe am Zeitspiel und musste einen von Minute zu Minute größeren Rückstand hinnehmen. Insbesondere in den letzten zehn Minuten, nach dem letzten Aufbäumen zum 20:23. Nach dem Treffer von Luca Merz zum 29:21 kurz vor Schluss stand die vermeintlich zweite Garde der HSG gegen stehend k.o. wirkende Bittenfelder als eindeutiger Sieger fest.

 

Völlig verdient, wie Kapitän Benjamin Schweda konstatierte. „Das war noch einmal ein super Spiel“, meinte der aufgrund von Schulterproblemen geschonte Spielmacher. „Wir haben verdient gewonnen und waren eigentlich die komplette Spielzeit überlegen.“ Ein Sonderlob bekamen die ganz jungen Spieler, die sich noch einmal ordentlich hineingehängt und so auch Platz drei gesichert hatten. „Beim Gegner war aber die Luft raus“, gab er zu. „Das soll unsere Leistung allerdings nicht schmälern. Die Jungs haben noch einmal gezeigt, was sie können.“ Sein Team durfte so mit einem sensationellen dritten Platz in die Pause gehen. Damit habe man nicht rechnen können, meint Schweda. „Aber“, ergänzt er, „es ist Ausdruck des großen Einsatzes in jedem Training und jedem Spiel. Wir sind als Team und individuell im Verlauf der Saison alle besser geworden und haben große Schritte gemacht. Eine überragende Saison.“ Bis auf Meister Blaustein konnte gegen jeden Gegner mindestens einmal gewonnen werden.

 

HSG Konstanz U23: Moritz Ebert, Sven Gemeinhardt, Lukas Herrmann (Tor); Kai Mittendorf (1), Carl Gottesmann, Pascal Mack, Samuel Löffler (4), Manuel Both (2), Luca Merz (4), Alexander Lauber (2), Simon Storz, Patrick Volz (7/1), Lars Michelberger (5), Jonas Hadlich (4).