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„Sehr ärgerlich“: U23 verliert Krimi in Erlangen

Benjamin-Schweda-HSG-Konstanz-U23 Kapitän Benjamin Schweda und Co. (hier gegen Oftersheim) konnten sich in Erlangen nicht belohnen.

3. Liga:

HC Erlangen II – HSG Konstanz U23 28:27 (14:18)

 

Hauchdünn ist die U23 der HSG Konstanz am nächsten Punktgewinn bei der Erstliga-Reserve des HC Erlangen vorbei geschrammt. Nach einer Fünf-Tore-Führung konnte die HSG im letzten Angriff des Spiels sich nicht mehr mit einem Punkt belohnen und musste mit einer 27:28 (18:14)-Niederlage die Heimreise antreten. Am Samstag, 20 Uhr, kommt nun der Ex-Erstligist TV Willstätt zum Südbaden-Duell in die Schänzle-Sporthalle.

 

Gekämpft hat sie, noch einmal alles versucht. Am Ende fehlten ein Tor und etwas Glück im letzten Angriff. Die Zweitliga-Reserve der HSG Konstanz durchlebte in Erlangen ein Wechselbad der Gefühle. Von einem Traumstart mit einer 6:3-Führung durch Kai Mittendorf nach sechs Minuten, über das 18:13 kurz vor der Pause bis hin zur vermeintlichen Entscheidung gegen sich. Dreieinhalb Minuten vor Schluss traf Julian Mangen für die Mittelfranken zum 28:25. Doch in Überzahl gab sich die junge Mannschaft vom Bodensee immer noch nicht geschlagen. Joel Mauch vom Siebenmeterpunkt und Felix Fehrenbach stellten zwei Minuten vor Schluss auf 28:27. Konstanz hatte so noch zweimal die Chance zum Remis. Doch beim allerletzten Pass an den Kreis und von dort auf Außen fehlten letztlich ein paar Zentimeter. Letztlich „sehr, sehr ärgerlich“, konstatierte Trainerin Jessica Bregazzi.

 

Denn: „Wir kommen extrem gut rein, nutzen, was wir besprochen haben und setzen unsere Stärken um.“ Vor allem defensiv stand Konstanz im Verbund mit Torwart Moritz Ebert sehr gut und machte es dem talentierten Gegner so richtig schwer. Vor allem das gefürchtete Erlanger Tempospiel fand durch sehr konzentriertes Angriffsspiel und wenige Fehler der HSG so gut wie nicht statt. Schnell und mit viel Struktur trug sie ihre Angriffe vor. Jedoch wurden die Gelb-Blauen schon vor der Halbzeit etwas unsicherer und verloren nach dem Seitenwechsel teilweise Ruhe und Übersicht. Erlangen stand hingegen plötzlich deutlich kompakter in der Defensive und konnte durch erzwungene technische Fehler nun das Tempo gehen, das dem HCE lange gefehlt hatte. „Uns hat zudem der Zugriff in der Abwehr gefehlt“, monierte Bregazzi. 23:21 führte ihre Mannschaft nach 44 Minuten, wenig später das letzte Mal mit 25:24. Erlangen setzte sich in der Folge ab – richtig spannend wurde es durch die gute Moral der HSG aber dennoch noch einmal.

 

Gereicht hat es letztlich aber nicht mehr. Bregazzi: „Die erste und zweite Welle von Erlangen ist tödlich.“ Schließlich war die Enttäuschung über die knapp verpasste Belohnung für eine gute Vorstellung groß. „Einen Punkt hätten wir uns aufgrund unserer Leistung verdient, es war mehr drin“, fand die 25-Jährige, konnte sich jedoch auch über die erneut bewiesene Drittliga-Tauglichkeit ihrer blutjungen Truppe freuen: „Wer hätte vor fünf Wochen gedacht, dass wir in Erlangen etwas reißen? Die Jungs haben einiges draufgelegt und gezeigt, dass sie mithalten können.“ Ob dies allerdings auch gegen den mit drei Siegen in drei Spielen gestarteten Tabellenzweiten TV Willstätt im mit Spannung erwarteten Südbaden-Duell am Samstag, 20 Uhr, in der Schänzle-Sporthalle gelingt, wird sich zeigen müssen.

 

HSG Konstanz U23: Lukas Herrmann, Moritz Ebert (1) (alle Tor); Joel Mauch (5/4), Kai Mittendorf (1), Benjamin Schweda (5), Hendrik Dahm, Lars Michelberger (3), Pascal Mack (4), Patrick Volz (5), Jerome Portmann (2), Florian Wangler, Luca Merz, Felix Fehrenbach (1), Rohat Sahin.

Zuschauer: 100.

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