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U23 luchst Willstätt nach Krimi ersten Punkt der Saison ab

Lars-Michelberger-HSG-Konstanz-U23-Willstaet_20201025-172317_1 Nicht zu halten: Lars Michelberger und Co. belohnten sich nach toller Aufholjagd mit einem Punkt.

3. Liga:

HSG Konstanz U23 – TV Willstätt 29:29 (10:13)

 

Das mit Spannung erwartete Südbaden-Derby zwischen der U23 der HSG Konstanz und dem bislang verlustpunktfreien TV Willstätt hielt, was es versprach. Nach einem rassigen, umkämpften Duell konterte Willstätt vor erneut über 300 lautstarken Fans den 29:28-Führungstreffer der HSG mit der Schlusssirene noch zum 29:29 (10:13)-Endstand. Für die Gäste war es der erste Punktverlust der Saison, für den blutjungen Zweitliga-Nachwuchs ein Punkt „der Moral und des Talentes“, strahlte Jessica Bregazzi.

 

Die hatte nach den dramatischen Ereignissen der Schlussphase erst einmal mit ihrem Herzen zu kämpfen. Die 25-Jährige nahm sich ein paar Augenblicke, um wieder herunterzukommen. Ihre Schützlinge hatten die wieder über 300 frenetisch mitgehenden Zuschauer zuvor durch ein extremes Wechselbad der Gefühle geschickt. Als nach knapp 50 Minuten der Franzose Régis Matzinger zum 24:20 für den Ex-Erstligisten aus der Ortenau traf, schien die Frage beantwortet, ob sich der schnelle, spielerische oder der kraftvolle, routinierte Spielstil durchsetzt. Willstätt nutzte jeden kleinen Fehler der Gastgeber aus und hatte mit Josip Kvesic lange Zeit einen Rückhalt zwischen den Pfosten, der den Konstanzern mächtig Probleme bereitete. Neben zwei Siebenmetern entschärfte er auch viele klare Einwurfmöglichkeiten. Zu Beginn war es so vor allem einer leidenschaftlichen Deckungsarbeit und einem stark aufgelegten Moritz Ebert im Tor zu verdanken, dass sich die HSG nach einer 6:2-Führung mit einem 10:13-Rückstand in die Pause retten konnte.

 

Danach nahm das Spiel aber erst so richtig Fahrt auf, nachdem Konstanz früh einen großen Schock zu verdauen hatte. Kai Mittendorf sah in einer fairen Partie nach einem Kontakt mit dem einlaufenden Außenspieler die direkte Rote Karte. „Eine sehr, sehr harte Entscheidung“, fand Bregazzi, denn fortan fehlte ihr der Abwehrchef und einer der ganz wenigen erfahrenen Spieler. Doch sie konnte ein Ass aus dem Ärmel zaubern: Manuel Both, gebürtiger Konstanzer, der schon in der 2. Bundesliga für die HSG aufgelaufen war, ist auf Abruf wieder zurück und übernahm Verantwortung in der Deckung und im Angriff.

 

Richtig spannend wurde es, als die HSG nach einer Auszeit zehn Minuten vor Schluss zur Attacke blies. Vier Tore hinten, scheinbar schon geschlagen. Doch dann kamen Both, Patrick Volz per Steal und Gegenstoß – und vor allem Lars Michelberger. Der zwei Meter große Shooter wurde nun zum, so die HSG-Trainerin, „extrem wichtigen Mann.“ Zweimal hintereinander krachte seine Fackel oben in die lange Ecke: 26:27. Zwei Minuten vor Schluss war es schließlich geschafft: Volz auf und davon zum 28:28 und die Schänzle-Hölle tobte. Erst recht, als sich die Zweitliga-Reserve den Ball eroberte und nach einer Auszeit Joel Mauch neun Sekunden vor Schluss Gelb-Blau jubeln ließ. In höchstem Tempo ging es zurück, doch der TVW hatte die passende Antwort in allerletzter Sekunde über die schnelle Mitte parat. „So langsam komme ich etwas runter“, atmete Bregazzi wie ihre Spieler nach dem Krimi durch. Wie schon eine Woche zuvor, doch dieses Mal wurde es immerhin ein hochverdienter Punkt. Ein „gewonnenener Punkt“, wie sie feststellte. „Über die letzte Szene ärgert man sich im ersten Moment. Aber die Jungs haben sich ein Herz gefasst und ihre Stärken im Eins-gegen-Eins und im Tempo genutzt. Das macht Laune.“ Wie den Fans, die minutenlang Standing Ovations spendeten und sich an einem erfrischenden Auftritt erfreut hatten. „Das war heute einer der Unterschiede, die Unterstützung von der Tribüne hat es mental noch einmal rausgerissen“, bedankte sich die B-Lizenzinhaberin bei den eigenen Anhängern für den stimmungsvollen Abend.

 

HSG Konstanz U23: Sven Gemeinhardt, Moritz Ebert (alle Tor); Joel Mauch (3), Kai Mittendorf, Benjamin Schweda (5/2), Hendrik Dahm, Lars Michelberger (6), Pascal Mack, Patrick Volz (8/3), Balthes Reiff, Jerome Portmann (1), Florian Wangler, Luca Merz (1), Felix Fehrenbach (1), Manuel Both (4).

Zuschauer: 300.

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