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A-Jugend qualifiziert sich zum zweiten Mal für die Jugend-Bundesliga

A-Jugend qualifiziert sich zum zweiten Mal für die Jugend-Bundesliga

Nach einer unglücklichen 31:32-Niederlage im Spiel um das Heimrecht gegen den TuS Schutterwald musste das Konstanzer Team am vergangenen Sonntag die lange Auswärtsfahrt nach Gräfeling, einem Münchener Vorort, zum dortigen Qualifikationsturnier für die Jugend-Bundesliga auf sich nehmen.

 

Nach drei Siegen in drei Spielen gegen den SV Salamander Kornwestheim, den TSV Gilching und den Gastgeber HSG Würm-Mitte mit einem die Überlegenheit ausdrückenden Gesamt-Torverhältnis von 94:58 konnte die HSG Konstanz den ersten Platz im Endklassement belegen. Durch den Turniersieg konnte sich die Konstanzer A-Jugend nach der Saison 2011/2012 zum zweiten Mal für die höchste Liga in dieser Altersklasse qualifizieren.

 

Hinsichtlich der angestrebten Qualifikation wollten Trainer, Mannschaft und Betreuer nichts dem Zufall überlassen und beschlossen daher, schon am Vortag zum Spielort zu reisen und eine Jugendherberge am Münchner Stadtrand zu buchen. Ausgeruht und total fokussiert konnte Trainer Christian Korb mit den überaus talentierten Spielern des letzten Jahres und den Neuzugängen Niklas Holzmann und Stephan Lermer (beide TV St. Georgen), Alexander Benzinger und Rückkehrer Daniel Diesendorf (beide TuS Steißlingen) sowie Moritz Rösch (HSC Radolfzell) auf 14 Spieler bauen, die sich bereits seit drei Wochen intensiv gemeinsam vorbereitet haben.

 

In der Auftaktpartie wartete zunächst Kornwestheim als erster Prüfstein:

 

HSG Konstanz – SV Salamander Kornwestheim  35:18 (17:8)

 

In Bestbesetzung konnte Konstanz gegen den SV Salamander Kornwestheim in das Turnier starten, lediglich Maurice Wildöer und Noah Kehl wurden verletzungs- bzw. krankheitsbedingt vom Trainer geschont.

 

Dafür war Adam Soos nach seinem DHB-Sichtungslehrgang wieder mit an Bord und sollte die Geschicke des Teams von der Mittelposition leiten, Moritz Rösch spielte in der Anfangsformation auf der Königsposition Halblinks. Nach einem nervösen 0:2-Fehlstart stabilisierte sich das Team in der Folge sehr schnell und ab dem 3:3 legte die Konstanzer Sieben erstmals einen Gang zu und zog auf 6:3 davon. Auch die erste Auszeit Kornwestheims konnte Konstanz nicht beirren, denn wenig später konnte die HSG weiter auf 9:4 davonziehen. Aus einer wie immer starken Deckung um Manuel Both und einem gut aufgelegten Torhüter Leon Sieck wurden viele Bälle abgefangen und über die erste Welle mit Maxi Schropp, Alexander Benzinger und Niklas Holzmann über die Außenpositionen vollendet. Der Halbzeitstand von 17:8 sorgte für Beruhigung bei allen Beteiligten, sodass in Hälfte zwei wieder die Neuzugänge integriert werden konnten. Auch dies funktionierte bereits hervorragend: Die zweite Hälfte entschieden die Konstanzer mit 18:10 ebenfalls für sich, sodass zum Auftakt ein ungefährdeter 35:18-Sieg zu Buche stand.

 

HSG Konstanz: Leon Sieck, Matti Hengst (Tor); Christoph Martin (3), Niklas Holzmann (1), Noah Kehl, Adam Soos (7), Maximilian Schropp (7), Mike Klökler, Daniel Diesendorf (2), Alexander Benzinger (4), Manuel Both (2), Stephan Lermer (2), Moritz Rösch (4), Maurice Wildöer (1).

 

Nachdem zwischenzeitlich die HSG Würm-Mitte den SV Salamander Kornwestheim auch deutlich geschlagen hatte, deutete sich an, dass im letzten Spiel gegen den Gastgeber ein echtes Endspiel um den Einzug in die Bundeliga anstehen würde. Wieder einmal sollte sich alles in einem einzigen Spiel entscheiden.

 

Zuvor musste jedoch die Aufgabe gegen den zweiten bayerischen Vertreter TSV Gilching gelöst werden:

 

HSG Konstanz – TSV Gilching  26:11 (14:5)

 

Neben den anvisierten zwei Punkten standen zwei weitere Ziele auf dem Programm: Alle mitgereisten Spieler sollten Spielpraxis sammeln, da die Mannschaft sich in neuer Formation unter Wettkampfbedingungen weiter finden sollte. Zudem sollten im Hinblick auf das erhoffte Endspiel die Kräfte maximal geschont werden. Nur mit einer breiten Bank an Auswechselspielern konnte die hohe Belastung für den Einzelnen möglichst gering gehalten werden. Somit trat die HSG Konstanz im zweiten Spiel mit Matti Hengst im Tor, Mike Klökler, Dennis Sugg, Daniel Diesendorf, Niklas Holzmann, Stephan Lermer und Alexander Benzinger in völlig neuer Formation an. Auch wenn der TSV Gilching, Landesliga-Meister der Spielzeit 2012/2013, alles versuchte, so wurde über die Stationen 1:3, 3:8 und 5:14 schon zur Halbzeit deutlich, dass der gesamte Kader der HSG nicht nur in der Quantität sondern auch in der Qualität enorm verstärkt werden konnte. Insgesamt neun Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein und die Mischung aus Neuzugängen, etablierten Kräften und jungen Nachrückern mit viel Potenzial führte auch in der zweiten Halbzeit zu einem deutlichen 12:6 und somit einem 26:11-Endresultat. Die gesetzten Ziele wurden dabei ebenfalls erreicht: alle Spieler konnten bereits Spielpraxis sammeln und die Kräfte konnten bestmöglich geschont werden.

 

HSG Konstanz: Leon Sieck, Matti Hengst (Tor); Christoph Martin, Niklas Holzmann (6), Adam Soos (1), Maximilian Schropp, Mike Klökler (2), Daniel Diesendorf (1), Alexander Benzinger (3), Manuel Both, Stephan Lermer (4), Moritz Rösch (1), Dennis Sugg (5), Simon Ullmann (3).

 

Anschließend begann eine - wie immer bei Turnieren dieser Art - nervenzehrende Wartephase, die nochmals für einen kleinen Spaziergang genutzt wurde. Letzte Checks für Noah Kehl (Infekt) und Maurice Wildöer (Knöchelverletzung) in Sachen Spielfähigkeit wurden beratschlagt. Alle anderen Spieler stärkten sich mit Bananen, Calcium und reichlich Flüssigkeit, da nun schon 100 Spielminuten absolviert waren und noch 50 weitere und alles entscheidende Minuten vor ihnen lagen. Dann war es soweit: Nach wie immer detaillierten Instruktionen und einer konzentrierten Aufwärmphase entschied sich Trainer Christian Korb alles auf eine Karte zu setzen und Noah Kehl sowie Maurice Wildöer aufzubieten und unter Volllast spielen zu lassen.

 

Vor etwa 200 begeisterten, lautstark trommelnden und vom Hallensprecher angeheizten Würm-Fans liefen die beiden Mannschaften zum Endspiel um die direkte Qualifikation ein:

 

HSG Würm-Mitte - HSG Konstanz  29:33 (16:15)

 

Was am Ende nach einem klaren Auswärtssieg aussieht, war an Dramatik und Spannung kaum zu überbieten. Die Begegnung war ein echter Handball-Krimi, getreu dem Konstanzer Motto: Adrenalin pur – wir leben unser Spiel.

 

In diesem Alles-oder-Nichts-Spiel fand die HSG Konstanz hervorragend in die Partie und ging trotz der heißen Auswärts-Atmosphäre mit 2:0 in Führung. Die Spieler auf und neben dem Feld sowie die Ergänzungsspieler auf der Tribüne strahlten einen unbändigen Willen aus.

 

Kurz darauf hatten die Gastgeber ihre anfängliche Nervosität allerdings abgelegt und glichen beim 3:3 erstmals aus. Es folgten einige ausgeglichene Minuten, in denen sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Über die Spielstände 4:4 und die frenetisch gefeierte erste Führung der Gastgeber beim 5:4 ging es in eine erste Stärkephase der Konstanzer Mannschaft.

 

Bis zur 7:10 Führung legten sie einen 6:2-Zwischenspurt auf das Parkett und der Gästetrainer sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Mit einer neuen Abwehrformation und einer Manndeckung gegen den Spielgestalter und Vollstrecker auf Würmer Seite, Tizian Maier, häuften sich die Ballgewinne und die eingespielte zweite Welle über Christoph Martin, Maurice Wildöer und Manuel Both war ein um das andere Mal erfolgreich. Auch Torhüter Leon Sieck lief nun zur Höchstform auf und wuchs über sich hinaus. Egal ob von den Außenpositionen, frei vom Kreis oder gegen allein vor ihm auftauchende Tempoangreifer: die Gegenspieler verzweifelten am Konstanzer Keeper.

 

Eine weitere Auszeit des Heimteams zeigte anschließend jedoch ihre Wirkung und Konstanz gab in der Folge durch unvorbereitete sowie nicht konsequent und konzentriert genug vorgetragene Spielzüge und Abschlüsse den Vorsprung aus der Hand. Über eine starke erste Welle verstand es der Gegner beim Stand von 11:11 wieder auszugleichen. Leon Sieck hielt Konstanz mit seinen Paraden aber weiter im Spiel und sorgte dafür, dass der Halbzeitrückstand beim 16:15 nicht größer ausfiel. Die Entscheidung sollte in der zweiten Halbzeit fallen.

 

Die Gäste vom Bodensee kamen dabei denkbar schlecht aus der Pause, Würm konnte direkt das 17:15 erzielen und somit erstmals eine 2-Tore-Führung herauswerfen. Das Publikum erhöhte den Druck zusätzlich und Konstanz konnte in dieser Phase nicht dagegen halten. Würm zog über Tore aus dem Rückraum durch den starken Yannick Engelmann (insgesamt 11/3 Tore) und die erste Welle auf 21:17 davon, Konstanz vergab auch in dieser Phase wieder mehrere gute Einschussmöglichkeiten. Kurzzeitig blickte die HSG nun sehr tief in den Abgrund von zwei weiteren strapaziösen Qualifikationsturnieren mit vielen hundert Reisekilometern und ungewissem Ausgang. Sollte nun der komplette Einbruch des Teams vom Bodensee folgen? Von wegen…

 

Zwei Dinge traten nun immer deutlicher zu Tage: Würm spielte mit der ersten Sieben durch, die Qualität der Bank war geringer und die ersten Sieben begannen langsam aber stetig physisch abzubauen. Die Konstanzer zeigten nun nicht zum ersten Mal ihre physische und vor allem mentale Stärke. Hexenkessel auswärts, vier Tore Rückstand, 15 Minuten zum großen Ziel…doch jetzt drehten sie richtig auf! Weiterhin angeführt von einem nun komplett entfesselten Leon Sieck und ihren Leitwölfen Manuel Both (6), Adam Soos (6/1) und Maurice Wildöer (11/1) gingen Sie nach dem 21:17-Rückstand mit 24:26 in Führung, ein 9:3-Lauf.

 

Der Trainer der Heimmannschaft setzte nun alles auf eine Karte und  versuchte mit einer doppelten Manndeckung gegen Adam Soos und Maurice Wildöer den Konstanzer Lauf zu stoppen. Schon zu diesem Zeitpunkt hätte Konstanz wie schon gegen Schutterwald für eine Vorentscheidung sorgen können, doch wieder ließ man beste Einschussmöglichkeiten aus. Würm blieb damit über 25:26, 25:27, 26:27, 26:28, 27:28, 27:29, 28:29 in unmittelbarer Schlagdistanz. Alles hing an dem einen Tor Vorsprung. Noch etwa fünf Minuten waren zu absolvieren.

 

Als letzte Maßnahme versuchte es der Gastgeber mit einer dreifachen Manndeckung gegen den kompletten Rückraum Soos, Martin/Rösch und Wildöer, da schlug die Stunde von Niklas Holzmann, dem Neuzugang vom TV St. Georgen. Er nutzte die entstandenen freien Räume und versenke zweimal nervenstark den Ball von der Außenposition im Netz zum vorentscheidenden 28:31. Nur noch eine Minute zu spielen, drei Tore Vorsprung. Die jungen Talente der HSG Konstanz ließen nun nichts mehr anbrennen und spielten die verbliebene Zeit souverän herunter.

 

Der Jubel danach war emotionsgeladen, auch reichlich Tränen flossen bei einigen Spielern. Die Anspannung und der Ehrgeiz der Spieler war enorm, die physische und psychische Belastung an diesem langen und kräftezehrenden Turniertag gewaltig. Belohnt hat sich die erfolgreiche Mannschaft für die durchstandenen Strapazen nun selbst: Die HSG Konstanz wird in der Saison 2013/2014 wieder in der A-Jugend-Bundesliga antreten dürfen.

 

HSG Konstanz: Leon Sieck, Matti Hengst (Tor); Christoph Martin (3), Niklas Holzmann (2), Noah Kehl (1), Adam Soos (6/1), Maximilian Schropp (2), Daniel Diesendorf, Alexander Benzinger, Manuel Both (6), Stephan Lermer, Moritz Rösch (3), Maurice Wildöer (11/1).

 

 

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