Luca-Mastrocola-HSG-Konstanz-A-Jugend-Guenzburg-2 Fehlte in Stuttgart: Linkshänder Luca Mastrocola.

A-Jugend-Bundesliga:

TV Bittenfeld – HSG Konstanz 32:27 (15:13)

 

Bis zur 42. Minute konnte die mit nur neun Feldspielern angereiste A-Jugend der HSG Konstanz im ersten Saisonspiel beim ambitionierten Erstliga-Nachwuchs des TVB Stuttgart die Partie offen gestalten (19:21). Eine echte Siegchance bot sich bei der 27:31 (13:15)-Niederlage allerdings nie. Das erste Heimspiel findet nun am Sonntag um 14 Uhr in der Schänzle-Sporthalle gegen Balingen statt.

 

Etwas ernüchtert und mit dem Fazit, dass „wir weit weg von dem sind, was wir können“ kehrte Thomas Zilm mit den HSG-Talenten von der Dienstreise in die Landeshautstadt zurück. „Bittenfeld hat verdient gewonnen“, meinte der HSG-Coach, der mit dem verletzungsbedingten Fehlen von Luca Mastrocola einen herben Ausfall zu beklagen hatte. Nur neun Feldspieler standen Konstanz zur Verfügung. Die Mannschaft der Hausherren, die in der Vorbereitung einige große Namen des deutschen Nachwuchshandballs bei großen Turnieren geschlagen hatte, gab so von Beginn an den Ton an, auch wenn Konstanz nach sechs Minuten durch Jakob Löffler zur 3:2-Führung kam. Florian Wanglers Siebenmeter – eines seiner elf Tore an diesem Tag – zum 6:5 war jedoch die letzte für die Gelb-Blauen.

 

Die Gastgeber waren vor allem physisch deutlich überlegen, überzeugten zudem spielerisch und „waren viel weiter im Mannschaftsspiel als wir“, hielt Zilm fest. „Man sieht, dass uns die Spiele auf höchstem Niveau in der Vorbereitung gefehlt haben.“ Kämpferisch allerdings wusste auch seine junge Truppe zu überzeugen und biss sich in die Partie. Doch der HSG fehlten die schnellen Gegenstöße oder Angriffe über die zweite Welle. Im Positionsangriff tat sich Konstanz gegen einen massiven 6:0-Abwehrriegel sehr schwer. Zilm: „Gegen solche Gegner müssen wir in unser Laufspiel kommen.“

 

Bittenfeld ließ dies jedoch nicht zu, sodass sich der Zweitliga-Nachwuchs nur nach Kräften wehren und das Spiel lange offen gestalten konnte. Und das, obwohl der Schweizer Jugend-Nationalspieler Leandro Lioi bereits kurz nach der Halbzeit mit einer Roten Karte vom Feld geschickt wurde. Keine zwei Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als dieser bei einem Siebenmeter den Torwart in den Augen der Schiedsrichter ohne Bewegung des Schlussmannes am Kopf getroffen hatte. Dennoch hielt die HSG mit und den Anschluss bis zum 19:21 (42.). Mit einem 3:0-Lauf zum 24:19 war die Partie aber schon eine Viertelstunde vor dem Ende entschieden, so souverän und abgeklärt präsentierte sich der TVB an diesem Tag.

 

Mit körperlich starken Rückraumspielern zog Bittenfeld weiter seine Kreise, selbst als Konstanz das Spiel für einige Umstellungen und neue Möglichkeiten im Spiel nutzte. „Damit wir diese Dinge dann gegen Teams, die wir schlagen müssen, umsetzen können", erklärte Zilm die Maßnahmen. „Wir müssen jetzt schnell wettkampffähig werden. Der Wille ist da, aber es fehlt noch an der Abstimmung und Umsetzung.“ Was im Training schon sehr gut aussehe, müsse auch im Wettkampf abgerufen werden, fordert der B-Lizenzinhaber, dessen Mannschaft vor dieser Bundesliga-Spielzeit nicht durch die Qualifikationsrunden hatte gehen müssen. Drauflegen müssen seine Schützlinge, so der Konstanzer Übungsleiter. „Wir sind noch nicht eingespielt und müssen jetzt das Beste daraus machen. Es gilt, unser Leistungsvermögen abzurufen. Das haben wir noch nicht.“ Zum ersten Heimspiel am Sonntag um 14 Uhr in der Schänzle-Sporthalle empfängt man Balingen.

 

HSG Konstanz: Tim Bammel, Benedek Kovács (beide Tor); Constantin Eich (2), Benedikt Hafner (5), Nico Koch (1), Jens Koester (2), Leandro Lioi (3), Jakob Löffler (1), Rohat Sahin, Jan Stotten (2), Florian Wangler (11/5).