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Drama mit brutalem Ende: 25 Sekunden fehlen zur direkten Bundesliga-Qualifikation – am Sonntag nächste Chance

Drama mit brutalem Ende: 25 Sekunden fehlen zur direkten Bundesliga-Qualifikation – am Sonntag nächste Chance

Die A-Jugend der HSG Konstanz in der Saison 2015/16:

Hintere Reihe stehend von links: Samuel Löffler, Carl Gottesmann, Noah Meisinger, Jonas Löffler, Dennis Sugg, Trainer Christian Korb

Vordere Reihe stehend von links: Kristian Bozin, Louis Wall, Simon Jegler

Sitzend von hinten auf linker Bank: Pascal Mack, Oliver Apel, Patrick Volz, Jerome Portmann

Sitzend von hinten auf rechter Bank: Manuel Wangler, Eric Vonathen, Philipp Kunde

Auf dem Bild fehlen: Co-Trainer Fabian Schlaich, Betreuer Frank Mack, Tom Sailer, Philipp Schnetzer, Maximilian Glimm, Jan Geistler

 

Brutal, brutaler, Bundesliga-Qualifikation: Bitterer konnte das Verfehlen der direkten Qualifikation für die A-Jugend der HSG Konstanz in eigener Halle nicht sein. Nach drei tollen Spielen und drei Siegen – so schien es bis 25 Sekunden vor dem Ende des Endspiels gegen Heilbronn/Horkheim – war die Bundesliga-Qualifikation gleich im ersten Anlauf zum Greifen nahe. Doch es kam anders. Nach tollen Leistungen und zwei Siegen gegen Günzburg (17:14) und Ismaning (21:9) sowie einer extrem bitteren 16:17-Niederlage nach ständiger Führung bis zum letzten Treffer der Heilbronner Sekunden vor dem Ende muss die HSG Konstanz am kommenden Sonntag in der zweiten Qualifikationsrunde nachsitzen. Dort soll als Gründungsmitglied die vierte Teilnahme an der dann fünf Jahre bestehenden deutschen Eliteklasse mit den besten 48 Nachwuchsteams Deutschlands sichergestellt werden.

 

Zunächst hatte sich die gastgebende HSG Konstanz im ersten Turnierspiel gegen den VfL Günzburg nach kurzen Startschwierigkeiten (4:3) schon zur Pause ein beruhigendes Vier-Tore-Polster-zugelegt (9:5). Konstanz spielte die Partie nun souverän herunter, baute den Vorsprung auf 14:9 aus, musste dann aber plötzlich doch noch einmal um den Erfolg bangen, als Günzburg mit drei Toren in Folge auf 14:12 herankam. „Die Günzburger sind einfach ein handballverrückter Haufen, der sich nie abschütteln lässt und immer vollen Einsatz zeigt“, erklärte HSG-Trainer Christian Korb die im Gefühl des sicheren Sieges aufkommende Schwächeperiode seines Teams. Die währte allerdings nur kurz, denn die HSG legte, als sie gefordert wurde, sofort wieder zwei Tore zur Vier-Tore-Führung drauf (16:12) und erkämpfte sich einen letztlich souveränen Auftaktsieg, bei dem sie nach dem 3:2 immer in Führung lag. Einen Wermutstropfen hatten die Konstanzer dennoch zu verkraften. Kristian Bozin, von Pfadi Winterthur neu gekommener Torhüter, musste nach einer bärenstarken Leistung in der ersten Halbzeit für das komplette Turnier passen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte er sich eine Zerrung in der Schulter zugezogen und konnte fortan nur noch zusehen.

 

HSG Konstanz – VfL Günzburg 17:14 (9:5)

HSG Konstanz: Kristian Bozin, Simon Jegler, Louis Wall (Tor); Jonas Löffler (4), Noah Meisinger (4), Philipp Kunde (4/2), Carl Gottesmann, Pascal Mack, Samuel Löffler, Jerome Portmann (1), Dennis Sugg (4), Manuel Wangler, Oliver Apel.

 

Als sich zwischenzeitlich der TSB Heilbronn/Horkheim nach zwei starken Auftritten und zwei deutlichen Siegen gegen Ismaning (24:18) und Günzburg (23:19) zum schärfsten Konkurrenten um den Turniersieg herauskristallisiert hatte, deutete schon jetzt alles auf ein richtiges Endspiel zwischen den beiden Favoriten Konstanz und Heilbronn hin.

 

Zuvor mussten die Gastgeber allerdings ihre Hausaufgabe gegen den TSV Ismaning erfüllen. Und das taten sie in beeindruckender Art und Weise. Schon nach wenigen Minuten hatte Konstanz für klare Verhältnisse gesorgt und lag mit 8:2 in Front, auch weil sich Simon Jegler nach dem Ausfall von Kristian Bozin ebenfalls in bestechender Form präsentierte. Zur Pause hatte die HSG allerdings im Kampf um die beste Ausgangsposition für das alles entscheidende letzte Spiel gegen Horkheim lediglich fünf Treffer gutgemacht (10:5). Da bei einem Unentschieden im direkten Duell das Torverhältnis den Ausschlag geben würde, trieb Christian Korb seine Schützlinge noch einmal an und forderte noch mehr Tore. „Wir haben für das Torverhältnis gespielt“, meinte er und war hernach vor allem von der konsequenten Deckungsarbeit seines Teams begeistert, das nun beim 16:6 wie im Rausch agierte. Ismaning konnte dem unwahrscheinlichen Druck der HSG nicht mehr standhalten. Der HSG-Coach konnte es sich sogar erlauben, komplett durchzuwechseln und seine jüngeren Spieler einzusetzen. Ohne Bruch im Spiel feierte die HSG Konstanz somit nach einer zweiten Halbzeit mit 11:4 Toren einen 21:9-Kantersieg. „Noah Meisinger hat das Spiel auf der Mitte gut geleitet, dazu hat das Timing im Rückraum gestimmt“, war Christian Korb voll des Lobes.

 

HSG Konstanz – TSV Ismaning 21:9 (10:5)

HSG Konstanz: Kristian Bozin, Simon Jegler, Louis Wall (Tor); Jonas Löffler (3), Noah Meisinger (3), Philipp Kunde (3), Carl Gottesmann (1), Pascal Mack (2), Samuel Löffler (3), Jerome Portmann (2), Dennis Sugg (3), Manuel Wangler (1), Oliver Apel.

 

Damit hatte sich die HSG den Vorteil des nun gegenüber Heilbronn um fünf Treffer besseren Torverhältnisses erarbeitet. Ein Unentschieden im letzten Spiel hätte somit gereicht, im umkämpften, hochklassigen Duell der beiden besten Mannschaften. Beide Teams sorgten zunächst mit tollen Toren aus dem Rückraum für Begeisterung bei ihren Anhängern, auch wenn die der HSG zu Beginn mehr zu jubeln hatten. Ständig lag Konstanz mit zwei Treffern vorne und konnte sich beim 6:3 erstmals etwas Luft verschaffen. Aber es blieb intensiv. Beide Abwehrreihen machten dem Gegner das Leben enorm schwer, dazu präsentierten sich beide Torhüter in Bestform. Schon jetzt zeichnete sich jedoch ab, dass die HSG in diesem Spiel sicher nicht die glücklichere Mannschaft sein würde. Neben seinem verworfenen Siebenmeter rauften sich die HSG-Fans auch angesichts der vielen unglücklichen Pfosten- und Lattentreffer die Haare. Als dann auf der Gegenseite ein Pfostentreffer der Gäste vom Rücken des HSG-Goalies Simon Jegler zum 6:7-Anschlusstreffer für die Gäste in das Tor trudelte, bahnte sich langsam Unheilvolles für die Gastgeber an, auch wenn sie zur Pause noch knapp mit 11:10 in Führung lagen.

 

Kurz nach Wiederanpfiff glich Heilbronn erstmals in der gesamten Partie aus: 11:11. Doch Konstanz legte wieder vor und der TSB zog jedes Mal wieder gleich. Es herrschte Hochspannung. Ein Drama bahnte sich an. Umso dramatischer wurde es für die HSG, als sie schon mit 15:13 und 16:14 auf dem besten Weg in die A-Jugend-Bundesliga 2015/16 war. Zunächst scheiterte Konstanz in Überzahl wieder am Pfosten und verpasste die Drei-Tore-Führung, dann glich Horkheim per Strafwurf zum 16:16 aus. Schließlich war sie zweimal da, die große Chance zur Entscheidung, doch erneut waren Latte und Pfosten im Weg zum Konstanzer Glück. Es war ein Kampf um jeden Zentimeter, den die Gäste vom Stauwehr mit ihrem 17. Treffer für sich entscheiden sollten. Die HSG setzte alles auf eine Karte und den zusätzlichen Feldspieler. Mit dem letzten Angriff scheiterte Jonas Löffler aber am TSB-Schlussmann, der den Ball zum völlig freien Phillipp Kunde abwehrte. Schluss, aus, vorbei. Die Zeit war abgelaufen, Heilbronn jubelte, Konstanz trauerte einer großen Chance nach, die nur um Sekunden und ein einziges Tor verpasst worden war.

 

HSG Konstanz – TSB Heilbronn/Horkheim 16:17 (11:10)

HSG Konstanz: Kristian Bozin, Simon Jegler, Louis Wall (Tor); Jonas Löffler (6), Noah Meisinger (3), Philipp Kunde (5/1), Carl Gottesmann (1), Pascal Mack, Samuel Löffler, Jerome Portmann (1), Dennis Sugg, Manuel Wangler, Oliver Apel.

 

„Heilbronn hat nur einmal geführt – und das leider ganz am Ende. Sie haben gut kombiniert und gut gespielt. Wir hatten sie lange gut im Griff. Für mich ist das heute deswegen auch keine Enttäuschung. Am Ende hat bei uns etwas die Kraft gefehlt, denn Heilbronn hatte im Rückraum einen Mann mehr zum Wechseln. Dazu kommen zwei verworfene Siebenmeter und zwei vergebene freie Gegenstöße“, so Christian Korb. Dennoch sah er seine Mannschaft als über weite Strecken der Partie besseres Team, das sich mit einer „super Abwehr“ und einem Simon Jegler, der mit „super Paraden und einer tollen Präsenz“ überzeugen konnte, die Sympathien der Zuschauer erspielt hatte.

 

Die kompletten Ergebnisse im Überblick:

  • HSG Konstanz - VfL Günzburg 17:14 (9:5)
  • TSB Heilbronn/Horkheim - TSV Ismaning 24:18
  • VfL Günzburg - TSB Heilbronn/Horkheim 19:23
  • TSV Ismaning - HSG Konstanz 9:21 (5:10)
  • HSG Konstanz - TSB Heilbronn/Horkheim 16:17 (11:10)
  • VfL Günzburg - TSV Ismaning 15:19

 

Die Tabelle:

  1. TSB Heilbronn/Horkheim  6:0 Punkte, 64:53 Tore
  2. HSG Konstanz  4:2 Punkte, 54:40 Tore
  3. TSV Ismaning  2:4 Punkte, 46:60 Tore
  4. VfL Günzburg  0:6 Punkte, 48:59 Tore

 

Während Heilbronn schon für die Bundesliga qualifiziert ist, haben Konstanz als Gruppenzweiter sowie Ismaning nach einem 19:15-Erfolg gegen Günzburg am Sonntag vor den Toren Stuttgarts in der Sporthalle beim Schulzentrum Fellbach-Schmiden die nächste Chance auf die Bundesliga-Qualifikation. Günzburg ist dagegen ausgeschieden und wird in der Bayernliga spielen.

 

In einer Dreier-Gruppe bekommt es die HSG Konstanz dort mit den Gruppendritten der beiden anderen ersten Bundesliga-Qualifikationsturnieren, dem Gastgeber HSC Schmiden-Oeffingen sowie dem HC Erlangen zu tun. Der Gruppenerste nach Spielen jeder gegen jeden spielt gegen den Ersten der Parallelgruppe mit HASPO Bayreuth, TSV Ismaning und dem TV Bittenfeld. Der Sieger dieses Endspiels ist direkt für die Bundesliga 2015/16 qualifiziert, während der Verlierer als Zweitplatzierter ebenso wie der Gewinner aus dem Entscheidungsspiel der beiden Gruppenzweiten als Dritter der zweiten Qualifikationsrunde eine letzte Chance auf die Bundesliga in der abschließenden, allerletzten dritten Qualifikationsrunde erhält. Die übrigen Mannschaften scheiden aus.

 

Christian Korb sieht die harte Qualifikation auch als Chance zur Weiterentwicklung seiner neuen Mannschaft: „Wir haben uns letztes Jahr sehr früh gleich im ersten Anlauf qualifiziert und hatten dann nicht diese Erlebnisse, die wir jetzt haben werden, wo wir noch einmal zusammen durch dick und dünn gehen müssen. Horkheim wusste, dass sie gegen einen starken Konkurrenten gewonnen haben und gehen davon aus, dass wir uns in der Bundesliga treffen.“

 

Auch wenn die Partien um 10.00 Uhr gegen den amtierenden Württembergischen Vizemeister Schmiden-Oeffingen, der in der ersten Runde zwei hohe Siege feierte und Gastgeber Rimpar damit aus dem Rennen warf, und um 11.30 Uhr gegen den Nachwuchs des Erstligisten Erlangen schwer werden, ist Christian Korb zuversichtlich. „Wir haben gute Chancen uns das Bundesliga-Ticket am Sonntag zu holen. Wir haben tollen, ehrgeizigen Handball gezeigt. Es haben lediglich 25 Sekunden gefehlt. Ich habe sehr viel Positives, große Fortschritte, viel Potenzial und Ehrgeiz gesehen. Auch wenn es nicht einfach wird: wir werden das schaffen.“ Nach dem Endspiel um 15.30 Uhr wollen dann die Konstanzer jubeln und nicht noch einmal nach einem Drama nur dabei zusehen müssen.

 

Der komplette Spielplan für Sonntag, 17. Mai, in der Sporthalle beim Schulzentrum Fellbach-Schmiden:

  • 10.00 Uhr: HSC Schmiden-Oeffingen - HSG Konstanz
  • 11.30 Uhr: HSG Konstanz - HC Erlangen
  • 13.00 Uhr: HC Erlangen - HSC Schmiden-Oeffingen
  • 15.30 Uhr: Entscheidungsspiel der beiden Gruppenersten
  • 17.00 Uhr: Entscheidungsspiel der beiden Gruppenzweiten

 

Der Kader der HSG Konstanz (in Klammern: Jahrgang):

Torhüter: Simon Jegler (97), Kristian Bozin (98), Louis Wall (98).

Feldspieler: Jonas Löffler (97, Rückraum), Dennis Sugg (97, Rückraum), Oliver Apel (97, RA), Samuel Löffler (98, Rückraum), Manuel Wangler (98, Rückraum), Philipp Kunde (98, LA), Pascal Mack (98, KM), Carl Gottesmann (98, KM), Jerome Portmann (98, RA), Eric Vonathen (98, LA), Tom Sailer (98, LA), Philipp Schnetzer (98, RA), Noah Meisinger (97, Rückraum).

Plus die B-Jugendlichen: Maximilian Glimm (99, Rückraum), Jan Geistler (99, Rückraum), Patrick Volz (99, LA).

 

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