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Drama, Baby, Drama! A-Jugend sichert Platz für Bundesliga-Qualifikationsendrunde

Drama, Baby, Drama! A-Jugend sichert Platz für Bundesliga-Qualifikationsendrunde

Nur zu Beginn etwas sekeptisch, dann ob der bemerkenswerten Reaktion ihrer Spieler beeindruckt: Die HSG-Trainer Thomas Zilm und Christian Korb (rechts).

 

Drama, Baby, Drama! Mehr Spannung geht kaum. Erneut ist die A-Jugend der HSG Konstanz im harten Ausscheidungsrennen um die wenigen Bundesliga-Plätze dem vorzeitigen Aus noch einmal von der Schippe gesprungen. Nach der Enttäuschung im ersten Match mit einer 12:15-Niederlage gegen Oftersheim/Schwetzingen folgten in zwei Alles-oder-nichts-Duellen gegen den HSC 2000 Coburg (26:18) und den VfL Günzburg (27:20) jedoch eindrucksvolle Reaktionen mit sehenswertem Tempohandball – und damit nach Platz drei beim Heimturnier die Qualifikation für die bundesweite Qualifikationsendrunde.

 

Es waren gerade einmal 40 Minuten gespielt, als die HSG trotz Heimvorteils schon wieder mit dem Rücken zur Wand und unter enormem Druck stand. Runde drei des Bundesliga-Qualifikationsmarathons hatte dabei am Samstagmorgen gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen katastrophal begonnen. Die Kurpfälzer waren die körperlich wohl stärkste Mannschaft im sechs Mannschaften umfassenden Teilnehmerfeld, verfügen über einen sehr guten Kreisläufer und eine extrem zupackende Defensivreihe – die HSG Konstanz war beeindruckt. Knapp elf quälend lange Minuten blieben Gastgeber in eigener Halle ohne Torerfolg – bei einer Spielzeit von jeweils zweimal 20 Minuten.

 

Dann folgte endlich die Erlösung: 1:5. Nur weil die Abwehr der Konstanzer ebenfalls mit viel Einsatz und einem gut aufgelegten Torhüter Kristian Bozin dahinter dagegen hielt, war die nervös und verunsichert wirkende HSG überhaupt noch im Spiel. Bis hierhin war wirklich alles gegen Konstanz gelaufen. Fehlwurf reihte sich an Fehlwurf, dazu gesellte sich bei Pfosten- und Lattentreffern auch noch Pech.

 

HSG-Trainer Christian Korb hatte vor dem Turnier seiner Mannschaft bereits Moral, Wille und Ehrgeiz attestiert – und damit vollkommen Recht. Zur Pause kämpfte sich die HSG bereits auf 4:7 heran, danach bliesen die ganz Jungen im Kader nach ihrer Einwechslung unbekümmert zur ganz großen Aufholjagd. Der 9:12-Rückstand war bald zum 12:12 egalisiert – mit Treffern, die Bände sprechen. Ein Gegenstoß von Jerome Portmann, der nach einem Hechtsprung zum freien Ball vom Boden eingeleitet wurde, ein wuchtiger Treffer aus dem Rückraum von Neuzugang Joel Mauch sowie eine wahre Energieleistung und blitzschneller Reaktion von Kreisläufer Pascal Mack nach einem vom Pfosten abprallenden Ball.

 

In der Endphase stellte Oftersheim/Schwetzingen jedoch seine ganz Cleverness und Routine unter Beweis und behielt die Nerven. Verdient und mit dem Glück des Tüchtigen holten sich die Nordbadener nach einem scheinbar schon parierten Siebenmeter, der sich dennoch hinter Louis Wall zum 12:14 ins Konstanzer Tor senkte, einem Pfostentreffer der HSG und einigen vergebenen Chancen einen wichtigen 15:12-Erfolg. Nach dem direkt anschließenden souveränen 21:9 (11:3)-Sieg gegen Coburg bedeutete dies die Finalteilnahme für Oftersheim.

 

Konstanz war nun gegen Coburg enorm unter Druck. Das Finale und damit die Chance auf das direkte Bundesliga-Ticket, welches sich am Ende Frisch Auf Göppingen nach einem Last-Second-Sieg mit 20:19 gegen Oftersheim sicherte, war längst außer Reichweite. Für beide Teams hieß die Devise verlieren verboten, denn nur der Tabellenzweite der Vorrundengruppe sollte die Chance auf einen Platz bei der letzten Qualifikationsrunde durch einen Sieg im kleinen Finale erhalten.

 

Was folgte war eine Reaktion par excellence – von den zusätzlich durch HSG-Mentaltrainer Tarek Amin unterstützten Einheimischen. HSG-Coach Thomas Zilm meinte schmunzelnd: „Anscheinend lieben wir diese Big-Point-Spiele und brauchen diesen Druck. Mittlerweile verfügen wir auch über den Vorteil der Erfahrung in solchen Situationen. Mich hat es begeistert, wie jeder die Verantwortung für den Pass, das Tor und die jeweilige Situation übernommen hat.“ Nach 0:2-Rückstand drehte Konstanz mit den begeisterten Zuschauern richtig Freude breitendem Tempohandball mächtig auf. Der mit Rückenbeschwerden nur sporadisch einsetzbare Konstanzer Top-Torschütze der vergangenen Bundesliga Saison, Philipp Kunde, schraubte zusammen mit Carl Gottesmann das Ergebnis schon bald auf 9:3 nach oben.

 

Eine Schwächephase vor der Pause kostete zwar einen deutlicheren Pausenvorsprung (10:8), allerdings wurde Coburg in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs regelrecht überrollt. Schon beim 16:9 konnten die Konstanzer Übungsleiter Christian Korb und Thomas Zilm durchatmen. Selbst eine offene Deckung stellte Konstanz vor keine großen Probleme mehr. Nach dem 26:18-Sieg war das Spiel um Platz drei erreicht. Ein weiteres Duell um alles oder nichts.

 

Der Gegner: Günzburg, nach dem vorzeitigen Ausscheiden am Vormittag von Coburg und Haunstetten das letzte verbliebene bayerische Team überhaupt. Wie in allen Spielen auch gegen Günzburg körperlich unterlegen, spielte die HSG jetzt allerdings von Beginn an ihre Stärken konsequent aus. Mit viel Druck in der Abwehr und schnellem, technisch hochstehendem und sehr ansehnlichem Tempohandball leuchtete bereits nach wenigen Minuten ein beruhigendes 6:2-Polster von den Anzeigetafeln. Günzburg glich dennoch zum 7:7 aus, lag nach den ersten 20 Minuten jedoch wieder mit 10:13 zurück.

 

Die zweite Halbzeit wurde dann zur Konstanz-Show. Günzburg schwanden mehr und mehr die Kräfte, während die HSG wie entfesselt mit ihrer gefährlichen Flügelzange Portmann/Kunde sowie gutem Spiel über den Kreis zum 27:20-Endstand enteilte. Unter großem Applaus der stehenden Zuschauer konnten sich die Gastgeber somit neben Oftersheim/Schwetzingen über den letzten Platz für die bundesweite Qualifikationsendrunde am 11./12. Juni ausgelassen freuen. Der Traum von der fünften Bundesliga-Teilnahme im sechsten Jahr der Jugend-Bundesliga lebt damit weiter. Für Günzburg, Coburg und Haunstetten endete er in Konstanz.

 

„Das Minimalziel ist erreicht“, konstatierte Thomas Zilm, „wir wollten unbedingt dabei bleiben, nachdem wir im ersten Spiel die Punkte nicht hätten abgeben müssen. Alleine in der ersten Halbzeit haben wir hier sicher acht, neun klarste Chancen ausgelassen.“ Wie seine Mannschaft unter Druck gegen Coburg und Günzburg ihr schnelles Spiel aufzog, nötigte dem ehemaligen Konstanzer Zweitliga-Torschützenkönig indes großen Respekt ab: „Unser Tempo und der Druck auf den Gegner in der Abwehr waren richtig gut. Man sieht, dass wir über viel Potenzial verfügen und mit der ersten und zweiten Welle mit unser Technik und Schnelligkeit, dazu Spielfluss und -witz sehr gefährlich sein können.“

 

Mitte Juni lautet die harte Formel dann zwei aus sieben. Nur zwei von sieben Mannschaften aus der ganzen Bundesrepublik werden im letzten Qualifikationsturnier noch den Weg in die Eliteklasse finden. Vier Wochen können die Trainer nun noch an ihrem neu formierten Team basteln. „Wir werden die Neuzugänge weiter integrieren und unser neues System, die neue Philosophie weiter verinnerlichen und verfeinern“, schloss Zilm seine Ausführungen. Mit viel Zuversicht, nach dem bemerkenswerten Comeback seiner sehr jungen Mannschaft, wie er noch hinzufügte.

 

Ergebnisse im Überblick:

 

Gruppe 1:

HSG Konstanz – Oftersheim 12:15 (4:7)

Oftersheim – Coburg 21:9 (11:3)

Coburg – HSG Konstanz 18:26 (8:10)

Tabelle:

  1. Oftersheim 4:0 Punkte, 36:21 Tore
  2. HSG Konstanz 2:2 Punkte, 38:33 Tore
  3. Coburg 0:4 Punkte, 27:47 Tore

 

Gruppe 2:

Haunstetten – Günzburg 17:18

Günzburg – Göppingen 12:14

Haunstetten – Göppingen 19:20

Tabelle:

  1. Göppingen 4:0 Punkte, 34:31 Tore
  2. Günzburg 2:2 Punkte, 30:31 Tore
  3. Haunstetten 0:4 Punkte, 36:38 Tore

 

Finale:

Oftersheim – Göppingen 19:20

Göppingen in Bundesliga; Oftersheim bundesweite Endrunde

 

Spiel um Platz drei:

HSG Konstanz – Günzburg 27:20 (13:10)

HSG Konstanz bundesweite Endrunde; Günzburg ebenso wie die Gruppenletzten Coburg und Haunstetten ausgeschieden

 

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