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A-Jugend entzaubert ungeschlagenen Tabellenführer

Nico-Koch-A-Jugend-HSG-Konstanz-Bittenfeld Nico Koch und die A-Jugend meldeten sich eindrucksvoll zurück.

A-Jugend-Bundesliga:

HSG Konstanz – TV Bittenfeld 32:28 (13:15)

 

Die Reaktion auf den katastrophalen Auftritt in Oftersheim ist eindrucksvoll geglückt: Die A-Jugend der HSG Konstanz bezwang den bislang ungeschlagenen Bundesliga-Tabellenführer TV Bittenfeld mit 32:28 (13:15), zog damit nach Pluspunkten gleich und gewann zugleich den direkten Vergleich, der im nun wieder komplett offenen Rennen um das Viertelfinale des DHB-Pokals möglicherweise noch entscheidende Bedeutung bekommen könnte.

 

Zu rechnen war damit nicht unbedingt. Konstanz wirkte nach dem letzten Duell angezählt, der Erstliga-Nachwuchs des TVB Stuttgart im bisherigen Saisonverlauf äußerst souverän. Und in Konstanz wieder körperlich deutlich überlegen. Dennoch waren es die Konstanzer, die in einem sehenswerten Spiel von Beginn an ihre Art des Handballs durchsetzen und mit einer kompakten Defensive, Benedek Kovacs als gutem Rückhalt im Tor und viel Tempo nach vorne überzeugten – und überraschten. Nicht nur die Zuschauer, vor allem auch die Gäste. Knapp 14 Minuten waren gespielt, als der groß aufspielende Constantin Eich sich durchsetzte und zum 8:3 traf.

 

Bittenfeld tat sich indes sehr schwer, gegen die kompakte Deckung der HSG klare Chancen zu erspielen und benötigte lange Angriffe. Danach nahm der Spitzenreiter jedoch langsam Fahrt auf und erhöhte die Taktzahl. Konstanz ließ nun mit kleinem Kader spürbar nach und stand unter großem Druck des wurfstarken, robusten TVB, der die Partie zur Pause bereits gedreht und mit zwei Toren in Front gegangen war. Angesichts des Kräfteverschleißes und weniger Wechseloptionen auf Seiten der Gelb-Blauen drohte ihnen die Partie nun vollends zu entgleiten.

 

„Wir haben unsere gute Stellung eingebüßt und in Sachen Power nachgelassen. Wir drohten Kopf und Luft zu verlieren“, konstatierte Trainer Christian Korb. Doch statt des erwarteten Einbruchs kam Reaktion Nummer zwei. War die Auferstehung nach der Pleite in Oftersheim bereits bemerkenswert, zeigten die Konstanzer nun noch einmal eine so nicht für mögliche gehaltene, bärenstarke Reaktion. Entscheidend war dabei unter anderem die Ruhe an der Außenlinie. Es wurde auf hektische Gegenmaßnahmen verzichtet und den eigenen Spielern vertraut. Die befreiten sich von Minute zu Minute besser. Schließlich ging der zweite Durchgang mit sechs Toren Differenz an die Gastgeber.

 

Obwohl Stuttgart mit 18:15 vorlegte (36.) und erst Florian Wangler zum 19:19-Ausgleich erfolgreich war. Damit war der Startschuss für eine furiose Schlussphase seiner Farben erfolgt, während Stuttgart immer mehr unter dem Druck der drohenden ersten Niederlage und der HSG zu leiden schien. Wangler und Nico Koch konnten schließlich mit Anbruch der letzten zehn Minuten erstmals in der zweiten Hälfte auf zwei Tore erhöhen (26:24). „Wir haben den direkten Vergleich genau im Auge gehabt und geklärt, wie wir reagieren und vorgehen“, so Korb. In den letzten Minuten wurde so ruhig und bedacht aufgebaut, um nach der Drei-Tore-Niederlage im Hinspiel nun zusätzlich den unter Umständen noch entscheidenden direkten Vergleich zu gewinnen. Über 28:25 und 31:27 setzte Nico Koch fünf Sekunden vor Abpfiff den Schlusspunkt zum 32:28, wobei schon ein 31:28-Sieg aufgrund der weniger kassierten Gegentreffer in eigener Halle gereicht hätte. Korb: „Nur 28 Gegentore gegen Stuttgart sind wirklich gut und eine echte Hausnummer. Am Ende waren wir geduldig, ruhig und haben das Ergebnis clever verwaltet. Dieses Auftreten der Jungs war echt gut.“

 

HSG Konstanz: Benedek Kovacs, Tim Bammel (Tor); Hannes Berger, Nico Koch (4), Florian Wangler (5/3), Jan Stotten (3), Jens Koester, Leandro Lioi (7), Rohat Sahin (4), Constantin Eich (8), Louis Schroff (1).

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