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Was ein Schlusspunkt: B-Jugend schafft es beim hochklassigen IBOT-Turnier bis ins Finale

B1-Jugend-HSG-Konstanz-Turnier-ibot2019 Gruppenbild mit Sieger. Rohat Sahin im Trikot der Schweizer U17 Nationalmannschaft, umgeben von den B-Boys. Der etatmässige Kreisläufer der HSG B1 gewann mit den Eidgenossen das Finale des 22. IBOT - gegen seine eigenen Teamkollegen, die sich mit etwas Distanz über einen grossartigen zweiten Platz freuen konnten. Das IBOT ist das grösste und bestbesetzte Jugendhallenhandballturnier in Süddeutschland, in der Auflage von 2019 mit über 100 Teams aus sechs Nationen.

Alle andere als vollkommen – aber geil. Das ist die griffige Formel für die Teilnahme am grössten Turnier Süddeutschlands und überhaupt die zurück liegende Saison in der BWOL.

 

Trainer Soos´ Plan, das 22. IBOT (Internationales Biberacher Oster Turnier) generell und das Endspiel gegen die Schweizer U 17 ganz speziell zu gewinnen, war verwegen, von epischer Wucht, hätte den Nachtkönig aus «Game of Thrones» zu einer mentalen 30-Watt-Funzel degradiert und die Fussball-Kollegen Löw, Guardiola, Kovac und Zidane als taktische Dünnbrettbohrer entlarvt. Hätte ... der ganze Plan nach nicht mal drei Minuten nicht die Halbwertszeit von Butterbrotpapier gehabt: Da lag Soos´ letzter von drei Linkshändern wie ein Maikäfer rücklings auf dem Parkett der voll besetzten Halle in Biberach, mit einer Nase, die sich wie eine durchgedrehte Kompassnadel nicht entscheiden konnte, ob sie nach Norden, Süden, Osten oder Westen zeigen soll.

 

Glatter Bruch, aber lokal begrenzt und nicht im Spiel der B-Boys, die bis zur Hälfte des Matches auch nicht unter Orientierungslosigkeit litten. Aber ein weiterer personeller Nackenschlag, Sinnbild einer Saison, die nur dank Flexibilität und grosser Mentalität positiv gestaltet werden konnte. Immer das Beste draus machen, eine Saison wie das Leben.  

 

Das Endspiel gegen die Schweizer, die mehr Trainer, Betreuer und Medizinmänner dabei hatten als die B-Boys Ersatzspieler auf der Bank (okay, nicht schwer, es waren nur drei), ging dann klar verloren. Ein Sieg wäre auch mit den fehlenden fünf Jungs, von DHB bis SHV allesamt Auswahl-Cracks, schwierig geworden, aber immerhin im Bereich des Denkbaren. Zumal die Konstanzer tatsächlich einen Sieger stellten: Rohat Sahin, etatmässiger Kreisläufer bei der HSG hatte eine Berufung für die Schweizer Nati erhalten und trat gegen seine Kameraden im Trikot der Eidgenossen an.

 

Den amtierenden BWOL-Champion aus Pforzheim in dieser schmalen Besetzung im Viertelfinale ausgeschaltet zu haben, verdient völlig unbescheiden die Würdigung als Meisterwerk. Wie überhaupt die Bucket-List der geschlagenen grossen Namen - aus der BWOL-Runde standen da schon die Rhein-Neckar Löwen und Frisch Auf Göppingen - während des IBOTs um den Magdeburger SC und Balingen-Weilstetten angereichert werden konnte. Das Turnier war in jeder Hinsicht ein würdiger Schlussstrich unter eine spannende, herausfordernde Saison.

 

Für die routinierteren 2002er war die Runde eine Art Wiederholung der 18-teiligen Serie «Das Leben ist kein Ponyhof». Für den jungen Jahrgang 2003, also die Debütanten in der B-Jugend und dann gleich auch noch in der BWOL, muss die Saison anfangs wie die Vertreibung aus dem Paradies gewesen sein: Keine 36:0-Punkte wie in der Südbadenliga, keine garantierten 300 Treffer Tor-Differenz, kein Room- und Wäscheservice, keine Kuchenparade. Manche setzten Prios neu oder bekamen sie neu gesetzt, wandten sich alten Hobbys oder körperloseren Sportarten zu. Die, die dabei blieben, hat die Abkehr vom «Vollkasko-Handball» besser und reifer gemacht, sie haben gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Commitment zu zeigen.

 

Die Erweiterung des Erfahrungsschatzes – auch um Erkenntnisse, auf die man hätte verzichten können, blieb natürlich nicht auf die Spieler beschränkt. Eine davon: Der Erfolg hat viele Väter und Mütter, die auf der Tribüne sitzen. Der Misserfolg manchmal nur zwei: der eine ist Ungar, der andere hat wenig Haare und beide sitzen an der Seitenlinie auf einer harten Bank. Gehört dazu.

 

Und klar, es gab auch ziemlich fürchterliche Spiele. Leistungen aus der Abteilung «unterirdisch ist noch geschmeichelt, da muss noch ein Spezial-Tiefbau-Unternehmen her, das unter der untersten Schublade zwei, drei weitere einrichtet». Wie bei der Niederlage in Oftersheim-Schwetzingen. Geschenkt, Jungs sind Jungs, keine Robots - und gelernt haben sie allemal draus.

 

Über die Saison hinweg überwiegt das Positive ganz klar. Was davon aber immer bleiben wird, ist die Frage, was wäre mit diesem Kader ohne «Leihgaben» ans verletzungsgebeutelte Bundesliga-Team der A-Jugend möglich gewesen? Sicher mehr als Rang 7. Wie wird man die Saison mit etwas Distanz einschätzen, wäre sie eine Liebe, die man aus den Augen verloren hat und die man später auf einer Party wieder sieht, mit neuem Lover? Wird es weh tun, wie ein Griff ans Herz, wird man melancholisch werden, oder wird man erstaunt feststellen, es muss einmal gut gewesen sein, aber es war wichtiger, Neues zu erleben, sich zu eigen zu machen, bereit zu sein für Besseres? Das Bauchgefühl sagt: Die Reise ist noch nicht zu Ende. Weder für die Jungs, die in die A und in die Bundesliga wechseln (es war uns eine Ehre, Danke für viele Erinnerungen und tolle Momente). Noch für die, die bei uns bleiben und mit denen, die dazu kommen, die BWOL-Quali in Angriff nehmen. Weiter geht´s, es gibt noch so viele Geschichte(n) zu schreiben und zu erzählen...

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