Head Verein mit Zertifikat

v teams

B-Jugend News

B-Boys verpassen Platz eins, sichern sich aber Heimturnier für BWOL-Qualifikation

B1-Jugend-Turniersieg-2018-Ostfildern

Strahlend wollte man die Rhein-Rench-Halle dieses Mal verlassen, den «Fluch von Helmlingen» endlich und endgültig begraben. Stattdessen war man platt. Fixfertig. Ausgelutscht. Ausgepresst wie Zitronen. Am Ende war selbst keiner mehr fähig, eigene Metaphern für den allgemein herrschenden Zustand beizusteuern: Der hieß Erschöpfung. Trainer, Betreuer und Fans nervlich, die B-Boys auch noch physisch. Völlig, aber so was von.

 

Aufgrund der Absage von Mimmenhausen/Mühlhofen wurde der Turniermodus in ein «jeder gegen jeden» umgewandelt, insgesamt also viermal 30 Minuten teuflischer Erfolgsdruck von der ersten Sekunde an. Der Start war gut. Gegen Freiburg-Zähringen, Südbadischer Meister mit «Angst-Goalie» Olli zwischen den Pfosten, gelang ein 12:8-Erfolg. Gegen «Angstgegner» Meißenheim/Nonnenweier ein 15:13. Zwei Siege, nach zweimal viel Rückstand und zweifacher Aufholjagd. Immer auf des Messers Schneide oder tanzend auf der der Rasierklinge unterwegs, musste die erste Sieben die Spiele drehen, war es zu riskant die Youngster im Team in das haifischverseuchte, von Eisbergen und Seeminen wimmelnde eiskalte Wasser der Rhein-Rench-Halle zu werfen. Hohes Risiko, maximaler Ertrag: vier Punkte.

 

Der Preis dafür musste dann ein Stück weit im vorentscheidenden dritten Spiel des Tages gegen Helmlingen bezahlt werden. Die in Helmlingen immer nötigen 110% Leistung hatten die Jungs bis zum 4:4 in der siebten Minute locker drauf. Dann folgten acht Minuten Mysterienspiel und blaue Wunder, mit den Konstanzern in der Rolle der Zuschauer, durch Strafzeiten in permanenter Unterzahl. Die gefühlt nötigen 125%, um diese Phase unbeschadet zu überstehen, konnten aus den rot blinkenden Akkus dann wirklich nicht mehr abgerufen werden. Aus dem 4:4 war ein 5:11 geworden, mit 10:16 ging der Sieg und die direkte BWOL-Quali an das Team, das Heimrecht hatte. 

 

Spiel vier gegen Schutterwald, auch BWOL-Teilnehmer, war damit ein Do-or-die-Spiel, eine Wundertüte mit Inhalten von Heimturnier bis raus-ohne-Applaus. Ohne zwei zwischenzeitlich verletzte Stammspieler und mit vielen, die «aus dem letzten Loch pfiffen», waren «Eier» gefordert – und die Jungs servierten ein Omelette, all you can eat und von allererster Güte. Unter grossem Druck halfen alle allen, warfen Youngster wichtige Tore, zeigten manche die beste Leistung, seit sie HSG-Trikots tragen und liefen alle, alle, so weit sie ihre müden Beine tragen konnten. Weit genug für ein nervenaufreibendes, herzschlagfinalmässiges, hochdramatisches 16:15 und den zweiten Platz.

 

Das ganz große Ziel – Rang eins und die direkte Qualifikation für die BWOL – wurde zwar nicht erreicht, mit Platz zwei aber immerhin das Heimrecht für ein weiteres Turnier erzwungen und erkämpft. Mehr war nicht drin – und vor allem das «wie» nötigt großen Respekt ab.

 

Für ein strahlendes Lächeln reichte es in Helmlingen also auch dieses Mal nicht, aber immerhin ein schiefes Grinsen. Und die intakte Chance, im Herbst als BWOL-Team wieder zu kommen.

Hauptamtlicher Sportwissenschaftler und Führungssp...
„Wie Bambi, das nach tollem Kampf in der Bärenhöhl...

Ähnliche Beiträge

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.hsgkonstanz.de/

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Durch Benutzen der Seite stimmen Sie unserer Cookie-Politik und Datenschutzerklärung zu.