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B-Jugend mit Platz drei unter 103 Teams und unvergesslichen Erfahrungen in Veszprém

B-Jugend-HSG-Konstanz-Turnier-Veszprem-klein Bronze in Veszprem: Die B-Jugend der HSG Konstanz hinterließ beim renommierten Cell-Cup einen bärenstarken Eindruck.

Derbysieg und Dramaqueens, Gänsehaut und Gulaschsuppe, Islandgirls und Eistee-Orgien, platte Jungs und Plattensee: die B1 erlebte beim Cell-Cup 2018 in Ungarn herrliche Tage mit maximalem Spaßfaktor und epischem Erinnerungswert.

 

103 Teams aus 15 Nationen, 400 Matches an fünf Tagen in neun Hallen, der Cell-Cup ist schlicht ein Mega-Turnier und ein handballerisches must see. Die Reisekosten dahin hatten sich Spieler und Eltern mit diversen schweißtreibenden Einsätzen bei HSG-Events redlich verdient. Rückblickend hat sich jede einzelne Sekunde gelohnt. Geld ist das eine und wichtig, ohne einen einsatzfreudigen Trainer und drei begeisterungsfähige Eltern als Fahrer und Betreuer vor Ort wäre dieser einwöchige Trip über 2000 Kilometer aber nicht zu stemmen gewesen. Hut ab, in Zeiten, in denen der Begriff «Ehrenamt» Fluchtreflexe auslöst, ein großartiges Bekennntnis, sich für die Jugend zu engagieren.

 

Den einzigen «Tote Hosen-Moment» auf dieser Reise gabs zu Beginn, als die Konstanzer zu «An Tagen wie diesen…», der Hymne der Düsseldorfer Soft-Punker, samt deutscher Flagge in die Arena in Veszprém einliefen. Danach wechselten sich adrenalingeschwängerte Momente und aktives Relaxen am/im Plattensee in schöner Regelmäßigkeit ab.

 

Sportlich lief es von Anfang an wie bei einem Wunschkonzert. Die Gegner erwiesen sich als stark und fordernd, aber machbar, nach zunächst meist engem Spielverlauf setzten sich zum Ende hin spielerische Qualität und breiter Kader der Blau-Gelben durch. Bei extremer Hitze gab es idealerweise Schon- und Einsatzzeiten für alle.

 

Siege gegen VSD DUNAKESZI (Ungarn) mit 28:15, Club Sportiv eXtrem Baia Mare (Rumänien) mit 27:15 und Éles KISE A (Ungarn) mit 20:14 brachten den Gruppensieg und ein Viertelfinale gegen Éles KISE B. Möglicherweise lief es beim ungefährdeten 30:14-Erfolg fast zu gut. Im folgenden Halbfinale mussten die Jungs erstmals Rückständen hinterher laufen, sich gegen eine Niederlage stemmen, taten dies mit viel Courage und allem, was sie zu bieten hatten, mussten aber gegen Lokalmatador Veszprémi Kézilabda (den späteren Turniersieger…) eine 16:23-Niederlage einstecken. Die Einheimischen präsentieren sich allerdings auch in jeder Hinsicht als Spitzenteam, fantastisch schnell, physisch überlegen, stilsicher und mit einem überragenden ungarischen Jugendnationalspieler in ihren Reihen, der definitiv nicht zu verteidigen war. Noch beim Erzählen auf dem Schänzle-Parkplatz standen den Konstanzern – als DHB-, BW- und SHV-Auswahlspieler ja auch keine Laientruppe – die Schweißperlen auf der Stirn…

 

Finale verpasst, das Glas aber dennoch halb voll. Eine Niederlage hätte man gegen diesen Gegner fast sicher auch im Endspiel quittieren müssen, so kam es im kleinen Finale um Platz 3 zum badisch-schwäbischen Derby gegen das Team von Frisch Auf Göppingen. Gegen den BWOL-Konkurrenten aus Württemberg gab in einem dramatischen Fight erst der letzte Ball den Ausschlag zu Gunsten der B-Boys. 22:21 für Konstanz, ein toller Abschluss und damit verbunden die Ehre, sich am Abend als Bronzemedaillengewinner in der Arena dem versammelten europäischen Handballvolk präsentieren zu dürfen.  

 

Fast unbezahlbar waren jedoch auch die Erfahrungen abseits des Spielfelds mit den unzähligen Möglichkeiten, mal nicht im eigenen südbadischen oder süddeutschen Handballsaft zu schmoren, Jungs und Mädels aus ganz Europa kennen lernen zu können, mit Handball als gemeinsamer Sprache. Und dann die Gastgeber: Immer da, immer offen, immer hilfsbereit. Manche/r, der gerade aus anderen, «reicheren» europäischen Ländern vom Urlaub zurück kam, rieb sich die Augen, so unglaublich gastfreundlich und sympathisch zeigten sich die Ungarn (einzige Ausnahme: ein Autolenker, knappe 1,60, mit Wampe, Typ Choleriker, der wohl seine Brille vergessen hatte und der Coach Gabor Soos, selbst Ungar, 1,96 und 116 Kilo, die Verkehrsregeln erklären wollte und zeigen, wo der Hammer hängt. Es blieb beim Versuch …).

 

Wer einmal beim Cell-Cup dabei war, wird wieder hinwollen. Wer noch nicht dort war, muss es sich wirklich vornehmen. Wer mit will, sollte sich im August 2019 schon mal eine Woche Zeit reservieren.

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