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C1-Jugend «nur» Vizemeister: Das Bessere ist der Feind des Guten

C1-Jugend-Final-Four-2018

Final Four um die Südbadische Meisterschaft

 

Im Halbfinale waren kaum acht Minuten gespielt, als sich schon die typischen Symptome des berüchtigten «Helmlinger Fehlstartfiebers» bei den Konstanzern zeigten. Leere Blicke, matte Bewegungen, Lücken hinten, Zittern vorn, unter den Augen einer Anzeigetafel, die listig rot blinkend ein bedrohliches 4:7 ausstrahlte. Da ging wenig, erschreckend wenig im Spiel des favorisierten Süd-Ersten gegen die unbekannte zweite Größe aus der Nordgruppe, Muggensturm/Kuppenheim. «Bitte nicht schon wieder», war allen Konstanzer Gesichtern in der Rhein-Rench-Halle abzulesen, nicht schon wieder eine Auftaktpleite wie 2017 - und dann das Spiel der Enttäuschten um Rang drei und vier, auch «Goldene Ananas» genannt.

 

Gedanken, die nicht zu einer weiteren Lähmung führten, sondern viel Abwehrkräfte frei setzten: Die Jungs begannen das Match zu drehen, angetrieben von den fantastischen Fans, die den C-Boys auf ihre ganz eigene Art ein «Finale daheim» schenkten. Abwehraktion um Abwehraktion, Offensiverfolg um Offensiverfolg wurde der Gegner abgearbeitet, zermürbt und letztlich mit 21:18 auch geschlagen. Die C1 hatte alle Legenden in die Tonne gekloppt, sie könne unter maximalem Druck nicht entscheidend reagieren, das Momentum mental und das Ergebnis real nicht auf ihre Seite zwingen. Mega, das Finale hatte man sich mit tollem Teamgeist und Willensstärke redlich verdient.

 

Das per se logische Endspiel gegen den gastgebenden TuS Helmlingen hielt dann auch alles, was man vom Aufeinandertreffen der beiden Liga-Dominatoren erwarten durfte. Zumindest bis zur 25. Minute als der HSG der 14:14-Ausgleich gelang und sie drauf und dran war, nach ständigem Rückstand auch dieses enge Ding zu kippen. Das Spiel wackelte, es schwankte, von links nach rechts, von vorne nach hinten und schien es sich mit niemand verscherzen zu wollen, Prokrastination pur, ehe ihm der Helmlinger Jan Kraft mit dem 15:14 die Entscheidung Richtung Helmlingen abnahm.  

 

Konstanz blieb dran, Helmlingen aber immer einen Tick, später mehr als diesen Tick, in Führung. Konstanz lieferte dem Gastgeber einen exzellenten Fight und den vielen Zuschauern ein lange Zeit begeisterndes, sehr faires und definitiv würdiges Endspiel. Der TuS brannte kein spielerisches Feuerwerk ab, brachte die Konstanzer Defensive aber auch bei vorhersehbaren Mustern permanent in Situationen, die sie nicht verteidigt bekamen, das war immer wieder zu schnell, zu viel Druck, zu viel Physis. Besser als gut. Personifiziert wurden diese Qualitäten von Jan Kraft, der der C1 nicht nur elf «Glocken» einschenkte, sondern unter sieben aktuellen SHV-Auswahlspielern auf dem Parkett (davon drei bei Konstanz) der alle überragende war. Kam noch dazu, dass er mit seinem Goalie einen kongenialen Partner zwischen den Pfosten hatte, der den Konstanzer Angreifern so viel Zähne zog, dass am Ende wohl ein veritables Gebiss zusammen gekommen wäre. In Summe: 28:22 Sieg für den TuS.

 

Am Schluss war dann erst mal Traurigkeit und Wehmut. Dann die Erkenntnis, dass man Teamfotos besser vor einem Endspiel machen sollte. Dann noch die, dass alle, die einen zweiten Platz gut finden, Mama oder Papa heißen, oder selbst nie ein Finale verloren haben. Mit jedem Kilometer heimwärts im großen Reisebus dann die Annäherung an die Heimat und die Wahrheit: Die C1-Jungs waren gut, richtig gut. Aber für den Titel hätte es gegen diesen Gegner einen perfekten Tag und eine durchgehend erstklassige Leistung aller in Blaugelb gebraucht.

 

«Das Bessere ist der Feind des Guten». Voltaire für Arme oder taugliches Erklärungsmuster? Die C-Boys haben es auch 2018 trotz vieler Kompromisse und gegen viele Widrigkeiten weit gebracht. Weit genug? Das ist eine schöne philosophische Frage.

 

Keine Frage ist, dass der TuS Helmlingen völlig verdient Südbadischer Meister wurde. Danke für die Turnier-Ausrichtung, Glückwunsch nochmal zum Titel und viel Fortune und Erfolg beim Baden-Württemberg Pokal.

 

Halbfinale: HSG Konstanz vs. SG Muggensturm/Kuppenheim 21:18 (9:11)

Endspiel: TuS Helmlingen vs. HSG Konstanz 28:22 (12:10)

 

Das Team, das Vizemeister wurde, von links nach rechts, beginnend mit der hinteren Reihe:

Team-Betreuer Rainer Widmann, Felix Wildenstein, Konstantin Hahn, Ben Widmann, Niklas Sauter, Fabian Zeller, Vincent Biller, Jannis Pagels, Jacob Ischebeck, Trainer Sebastian Bösing, Trainer Matthias Pagels.

 

Vordere Reihe:

Lucas Farias-Veeser, Leo Kampmann, Janne Pietrusky, Philipp Storz, David Soos, Quirin Köble, Tim Koch, Robin Jörger, Hannes Spaett.

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